Fußball - A-Klassen

MTV macht Gerolfing II zum Meister

FC-Reserve profitiert vom 4:0 der Ingolstädter gegen Irgertsheim – Pförring spielt um den Aufstieg

24.05.2022 | Stand 25.05.2022, 18:02 Uhr

Auf dem Weg zum 1:0: Andreas Brandhuber (rechts) wurde im Spiel gegen den SC Irgertsheim immer wieder gefährlich, landete mit dem MTV Ingolstadt trotz des 4:0 Sieges aber nur auf Rang drei. Foto: pku

Ingolstadt – Auch in den Fußball-A-Klassen sind die Würfel gefallen. Während der bisherige Tabellenführer SC Irgertsheim eine klare 0:4-Niederlage beim MTV Ingolstadt hinnehmen musste, packte Verfolger FC Gerolfing II die Gelegenheit beim Schopf und fuhr am letzten Spieltag durch einen klaren 8:1-Heimerfolg gegen den FC Fatih Ingolstadt II noch die Meisterschaft in der Gruppe 2 ein. Croatia Großmehring steigt ab, der TV 1861 bestreitet die Relegation gegen den FC Arnsberg II (siehe untenstehenden Bericht).

In der A-Klasse 3 lieferten sich der TSV Pförring und der FC Wackerstein ein Fernduell um den Aufstiegsrelegationsplatz. Der TSV verteidigte diesen mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtserfolg bei der MBB SG Manching und trifft nun im Entscheidungsspiel zur Kreisklasse auf den FC Schweitenkirchen (28. Mai). Meister TV Münchsmünster stand bereits seit längerem fest. Der SV Karlskron II steigt in die B-Klasse ab, die FT Ringsee streitet sich mit dem SV Fahlenbach in der Relegation (siehe untenstehenden Bericht) um den A-Klassenverbleib bzw. -aufstieg.


FC Gerolfing II - FC Fatih Ingolstadt II 8:1 (4:1): Die Torfabrik der Liga (107:19) leistete auch beim Saisonfinale nochmals Schwerstarbeit. „Wir waren vom Anpfiff weg absolut fokussiert. Drei Tore nach einer guten Viertelstunde gaben uns die notwendige Sicherheit. Mit Blick auf die klaren Chancen hätten wir sogar höher gewinnen müssen“, freute sich FCG-Coach Marcus Stadler. Stefan Schmid per Elfmeter (7.), Wolfgang Schmid (16.) und Donat Bashota (18.) sorgten für die schnelle Führung der Hausherren. Furkan Balikci mit dem 3:1-Ehrentreffer (19.) und Markus Abele (23.) zum 4:1 beendeten den Torreigen in der turbulenten Anfangsphase. Nach dem Wechsel war es erneut Bashota (64. und 68.), der auf 6:1 schraubte. Timon Scholz mit dem zweiten Elfmeter (73.) und Lukas Papke kurz vor dem Ende setzten die Schlusspunkte, ehe bei den Grün-Weißen alle Freudendämme brachen. „Ich bin sehr stolz auf das Team“, erklärte Stadler, der in der kommenden Spielzeit die erste Mannschaft des FC Gerolfing trainieren wird.
MTV Ingolstadt - SC Irgertsheim 4:0 (1:0): Mit einem etwas zu hohen Heimsieg zerstörten die Lilaweißen den Traum der zahlreichen SCI-Fans vom direkten Aufstieg. Die aus einer sicheren Defensive auf Konter setzende Heimelf nutzte die erste Chance zum 1:0. Andreas Brandhuber verwertete eine Rechtsflanke zur Halbzeitführung (35.). Irgertsheim erhöhte die Schlagzahl, kam zu weiteren Halbchancen – die Tore schoss allerdings der MTV: Drazen Lovric erhöhte per Foulelfmeter auf 2:0 (65.). Die Gäste setzten daraufhin alles auf eine Karte, lösten die Abwehrformation auf, kamen aber nicht zum Anschlusstreffer. Im Gegenteil: Erneut Lovric nach 75 Minuten und der eingewechselte Dennis Sahin nach einem blitzsauberen Konter sorgten für den Endstand. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wir haben viel versucht – leider vergeblich. Nun gilt es gegen den TSV Ingolstadt-Nord am 31. Mai in der Relegation die Chance für den Aufstieg zu nutzen“, meinte SCI-Abteilungsleiter Raffael Spachtholz

FC Nassenfels - TV 1861 Ingolstadt 5:3 (3:2): Nur ein Sieg hätte den TV 1861 vor der Abstiegsrelegation bewahrt. Dass es dazu nicht kam, lag wieder einmal an einer schwachen Anfangsphase: „Wir haben erneut die ersten 20 Minuten verschlafen“, ärgerte sich Abteilungsleiter Christian Käser. Bereits nach 120 Sekunden brachte Oliver Knorz den FCN aus dem Gewühl heraus in Führung, ehe Florian Schneider nur acht Minuten später nach einem Angriff über außen das 2:0 markierte. Stefan Funk sorgte per Doppelschlag (17., 18.) für den schnellen Ausgleich der Gäste. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erzielte Lorenz Schmidt per Kopfball die erneute Führung für die Gastgeber. Der TV-Keeper machte dabei eine unglückliche Figur. Im ausgeglichenen zweiten Durchgang erhöhte Matthias Eberle auf 4:2 (57.), ehe Marcel Schmidt einen Freistoß sehenswert zum Anschlusstreffer verwandelte (64.). Den Torreigen beendete Florian Braun, der für Nassenfels kurz vor Schluss (89.) den 5:3-Endstand markierte.

A-KLASSE 3
MBB SG Manching - TSV Pförring 0:3 (0:3):
In der mit Spannung erwarteten Begegnung setzte sich der Tabellenzweite klar durch: „Es war ein extrem schwieriges Spiel bei einem richtig starken Gegner. Wir haben jeweils zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, zeigte sich TSV-Abteilungsleiter Markus Guttenberger erleichtert und freut sich nun auf die Aufstiegsrelegation gegen den FC Schweitenkirchen. Pförring ging bereits in der sechsten Minute durch einen schönen 16-Meter-Schuss von Benedikt Pöppel mit 1:0 in Führung. Dann schwächte sich MBB selbst. Nach einer Handelfmeterentscheidung durch Schiedsrichter Christopher Schmidt reklamierte Manchings Michael Bykow zu heftig und beleidigte den Unparteiischen, was die Rote Karte zur Folge hatte. TSV-Torjäger Manuel Nest verwandelte sicher zum 2:0 (36.). Hektik und Härte nahmen zu, was acht weitere Gelbe Karten belegen. Kurz vor der Halbzeit sorgte Nest (45.+3) dann mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Schön freigespielt schob er gekonnt ein. Dass dies bereits den Endstand bedeutete, war im zweiten Durchgang auch der Defensive der Gäste zuzuschreiben: „Wir haben einfach grandios verteidigt“, erklärte Guttenberger.
FC Wackerstein - SV Karlskron II 6:1 (3:0): Der FC Wackerstein hat seine Hausaufgaben am letzten Spieltag souverän erledigt – zu mehr als Platz drei reichte es aber nicht mehr: „Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können. Auch wenn heute ein Hauch von Enttäuschung mitschwingt, bin ich mit der Leistung der Mannschaft über die Saison zufrieden“, erläuterte FCW-Coach Kay Baitz, der gegen den Absteiger aus Karlskron vier Treffer vorbereitete und selbst die eine oder andere Chance liegen ließ. Burak Corakcioglu eröffnete mit zwei Kopfballtreffern den Torreigen, Deniz Cakmak markierte nach einem Eckball den 3:0-Halbzeitstand. Julian Reiner sorgte nach knapp einer Stunde mit dem Ehrentreffer für Ergebniskosmetik, ehe Serxho Filopati und Markus Pfaller auf 5:1 schraubten. Den Schlusspunkt setzte Orcun Ünlü, der einen Freistoß sehenswert direkt verwandelte (90). „Die Mannschaft wird in großen Teilen zusammenbleiben. Wir wollen in der neuen Saison wieder um den Aufstieg mitspielen“, kündigt Baitz an.
TV Vohburg - FT Ringsee 6:1 (4:0): Fünf Siege aus den letzten sechs Partien belegen die gute Form des TV Vohburg: „Das war ein gelungener Saisonabschluss. Im Jahr 2022 hat die Mannschaft wirklich klasse gespielt“, lobte der scheidende TV-Coach Bernd Geiß. Der Trainer selbst erzielte nach einem Querpass mühelos das 1:0 (12.). Acht Minuten später brauchte Andreas Keller beim 2:0 ebenfalls nur den Fuß hinzuhalten. Erneut Geiß vollendete in der 27. Minute eine Flanke ins lange Eck, ehe nochmals Keller nach einem schönen Angriff über den Flügel für den 4:0-Halbzeitstand sorgte. Im sehr zerfahrenen zweiten Abschnitt passierte bis zur 80. Minute wenig, ehe Yasin Colakoglu die FT auf 1:4 heranbrachte. Bernhard Moosburger und Christopher Jacubasch sorgten für den 6:1-Endstand.
SV Haunwöhr - TSV Unsernherrn 4:5 (2:1): Tag der offenen Tür beim Derby in Haunwöhr: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben zur Halbzeit verdient geführt, um nach dem Wechsel auf unerklärliche Weise total einzubrechen“, resümierte SVH-Coach Christian Springwald. Nachdem Elias Krüger den TSV in der vierten Minute in Führung brachte, drehten Matthias Ott und Maximilian Gruber (18., 20.) das Spiel zur Halbzeitführung für die Hausherren. Danach brachen in Haunwöhr alle Dämme: Zwischen der 47. und 72. Minute wandelten die Unsernherrner den Rückstand durch Tore von Florian Kraus, Leonid Pfefferkorn, Lorenz Pastaschek und Daniel Cenzato in eine 5:2-Führung. Erst danach besannen sich die Gastgeber wieder auf ihre Fähigkeiten und kamen durch Christian Schnapp per Foulelfmeter zum 3:5 (78.). Im folgenden Schlussspurt reichte es nur noch zum 4:5 durch Simon Stippel in der Nachspielzeit.

pku