Siege für Donau/Paar-Handballer
Landesliga-Frauen des HC spielen sich auf Rang drei vor – Männer stürzen Tabellenführer

22.11.2023 | Stand 22.11.2023, 5:00 Uhr

Kaum zu halten: Aleksandra Wynnyk traf im Spiel gegen den TSV Aichach siebenmal für den HC Donau/Paar. Foto: Rimmelspacher

Zwei der drei Heimspiele konnten die Handball-Teams des HC Donau/Paar am vergangenen Sonntag für sich entscheiden. Die Landesliga-Frauen kletterten durch ihren Sieg gegen den TSV Aichach auf Rang drei, während die ebenfalls erfolgreichen Bezirksoberliga-Männer Tabellenführer Freising-Neufahrn stürzten.

Einzig die HC-Reserve musste in der Bezirksliga dem TSV Gaimersheim die Punkte überlassen.

Frauen-Landesliga Süd: HC Donau/Paar - TSV Aichach 35:28 (19:14): Mit dem TSV Aichach empfing Donau/Paar eine technisch und spielerisch starke Mannschaft. Dementsprechend warnte Trainer Damir Novkmet im Vorfeld der Partie, insbesondere in der Offensive unnötige Fehler zu vermeiden. Dies gelang den Schanzerinnen, die von Beginn an konzentriert auftraten. Früh ging die Novokmet-Sieben in Führung und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen. Unter anderem nach einem 3:0-Lauf führte Donau/Paar in der sehenswerten Partie Mitte der ersten Halbzeit bereits mit 11:6 (16. Minute). Diese Führung sollte bis zum Ende halten. Grund dafür war, dass der HC in der Abwehr eine ordentliche Leistung zeigte und die Zweikämpfe konsequent annahm. Im Angriff profitierte die Heim-Sieben von der zunehmend offensiven Deckung der Gäste und nutzte die größeren Lücken zu weiteren Toren. Beim Stand von 19:14 wurden die Seiten gewechselt. Auch danach ließ die Mannschaft nicht locker. Zwar blieb Aichach gleichwertig, konnte den Rückstand aber nicht aufholen. Mit zunehmenden Spielverlauf zogen dann die Gastgeberinnen mit 30:21 (46.) davon. Nachdem die Linksaußenspielerin der Gäste unglücklich auf den Fuß von Franziska Neumeier stieg und sich das Sprunggelenk verdrehte, sah die HC-Akteurin die Rote Karte (49.). Wenig später musste auch die Aichacherin Hanna Fischer (58.) vorzeitig vom Feld. Beide Platzverweise waren aus Sicht von Novokmet berechtigt, wenngleich die Partie insgesamt fair geführt wurde. Am Ende gelang seiner Mannschaft ein deutlicher 35:28-Sieg. „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hatte Spaß und hat befreit aufgespielt. So ein Sieg macht alles leichter“, erklärte Novokmet, der die geschlossene Mannschaftsleistung lobte. Am kommenden Samstag reist der HC als Dritter (12:6 Punkte) um 18.15 Uhr zum Siebten PSV München (8:8).
HC Donau/Paar: Dietz (9), Wynnyk (7), Wagner (6), Hübner (4), Leimeister (3), Müller, Jens (beide 2), Neumeier, Günther (beide 1), Reisch, Hederer, Seeger.

Gegen den Spitzenreiter aus Freising gelang Donau/Paar ein überraschender Erfolg. Von Beginn an stand die Mannschaft um Spielertrainer Matei Serban kompakt in der Defensive und bekam die Gäste, die sich viele Fehler erlaubten, gut in den Griff. In der Offensive ließ die Mannschaft mitunter einige gute Chancen aus und verpasste es so, noch früher für klare Verhältnisse zu sorgen. Dennoch stand es nach 25 Minuten bereits 15:9, ein durchaus beruhigender Vorsprung für die Serban-Sieben. Auch nach dem Wiederanpfiff gelang dem Tabellenführer kein Comeback. Im Gegenteil: Die Gastgeber lagen teilweise sogar mit acht Treffern vorne (29:21, 53. Minute). Das reichte, und die Hausherren fuhren schließlich beim 35:26 einen ungefährdeten Sieg ein. Die Gäste verloren durch diese Niederlage den ersten Platz an Eching. Serban war natürlich zufrieden: „Am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die weniger Fehler gemacht hat. Das war noch nicht ganz so, wie ich es mir vorstelle, aber auf jeden Fall eine Steigerung und ein guter Auftritt von uns.“ Am Samstag geht es für sein Team auswärts um 17 Uhr zu Tabellennachbar SSG Metten.
HC Donau/Paar: Diaconu (7), Schweiger (4), Fardanesh (4), Beschler (3), Serban (3), Eis (2), Bayer (2), Weiß (2), Rohrer (2), Leimeister (1), Geis (1), Molliqaj (1), Murgg, Rothemund.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start ins Derby. Defensiv ließ Gaimersheim den Gegenspielern vor allem auf den Außenpositionen zu viel Platz und musste einfache Gegentore hinnehmen. Zudem hatte HC-Keeper Bernhard Lindner einen guten Tag. Erst nach dem 1:5-Rückstand (14. Minute) fingen sich die Gäste, glichen bis zur 21. Minute zum 6:6 aus, lagen zur Pause aber wieder mit 7:10 hinten. Nach dem Wiederanpfiff legten die Gäste dann eine Schippe drauf. Getragen vom immer stärker werdenden Schlussmann Sebastian Mruk stabilisierte sich die Gaimersheimer Defensive und über einen 5:0-Lauf ging der TSV in der 54. Minute beim 19:15 vorentscheidend in Führung. Am Ende hieß es 24:18 für die Gäste. „Die zweite Hälfte war die stärkste, die wir in dieser Saison gespielt haben“, meinte TSV-Trainer Florian Ginzinger anerkennend.

DK

TSV Gaimersheim: Hirschberger (9), Vierthaler (4), Gineiger (3), Schloß (2), Rasche (2), Najc (2), Hofbauer (1), Dutka (1), Mruk, Kürzinger, Schneider, Kaps, Lauer, Junghan.