„Ich bin stinksauer“
Handball: Trainer Serban nach 32:44 des HC Donau/Paar in Altenerding außer sich – Frauen retten Remis

14.11.2023 | Stand 14.11.2023, 17:30 Uhr

Erwartet in der kommenden Woche eine deutliche Steigerung von seinem Team: Matei Serban, Spielertrainer der Bezirksoberliga-Mannschaft des HC Donau/Paar. Foto: Rimmelspacher

Erst eine Steigerung in der zweiten Halbzeit brachte den Landesliga-Handballerinnen des HC Donau/Paar im Spiel bei Schlusslicht TG Landshut zumindest noch einen Zähler.

Dagegen brachen die HC-Männer in der Bezirksoberliga in Halbzeit zwei ein – und kassierten bei der SpVgg Altenerding eine deftige Pleite.

Landesliga Süd, Frauen: TG Landshut - HC Donau/Paar 20:20 (14:10): In der Anfangsphase hatten die Gäste große Probleme mit dem ungewohnten, geharzten Landshuter Ball. Dadurch schlichen sich viele Fehler in das HC-Spiel ein, die Landshut gnadenlos ausnutzte. Die TG führte früh mit 9:2 (15. Minute) und 12:5 (21.) . In der Folge kam Donau/Paar mit dem Spielgerät besser zurecht und arbeitete sich zurück. Über einen 3:0-Lauf verkürzten die Gäste den Rückstand zur Pause auf vier Tore. Auch im zweiten Durchgang gelang es der Mannschaft, die Konzentration hoch zu halten. Sukzessive holte der HC auf und schaffte schließlich mit einem 5:0-Lauf die Wende. Auf einmal führten die Gäste mit 20:18 (53.) und eine spannende Schlussphase war eingeläutet. In dieser steigerte sich das Schlusslicht aus Landshut allerdings und ließ keinen Gegentreffer mehr zu. Am Ende gelang den Gastgebern in der torarmen Partie noch der Ausgleich. HC-Coach Damir Novokmet zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und hob die starke Defensivleistung im zweiten Durchgang hervor, in dem der HC nur sechs Gegentore hinnehmen musste. „Der kämpferische Einsatz war da und letztlich war es eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein Punktgewinn“, lobte Novokmet, der sich zudem über die vielen verschiedenen Torschützen in seinem Team freute. Der HC will am Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen Aichach den nächsten Schritt zum Klassenerhalt gehen.
HC Donau/Paar: Jens (6 Tore), Neumeier (4), Dietz (3), Wagner (2), Hübner (2), Günther (2), Reisch, Müller, Seeger.

Die HC-Mannschaft um Spielertrainer Matei Serban fand gut ins Spiel. In der siebten Minute traf Julian Rohrer per Siebenmeter zum zwischenzeitlichen 5:2 aus Donau/Paar-Sicht. Kurz darauf mussten die Gäste zwar den Ausgleich hinnehmen, dennoch agierten sie weiter auf Augenhöhe. Nach 15 Minuten kam allerdings ein Bruch ins Spiel der Schanzer. Die Mannschaft ließ nach und zeigte nicht mehr den nötigen läuferischen Einsatz. Zwar traf Top-Torschütze Pirmin Leimeister in der 24. Minute zum 16:14, doch danach wendete sich das Blatt. Die Gastgeber hielten das Tempo hoch und erspielten sich bis zur Pause ein Drei-Tore-Polster. Insbesondere im Angriff agierte Donau/Paar unentschlossen. Auch nach Wiederanpfiff fand Serbans Team nicht zurück ins Spiel. Die Mannschaft hatte den kontant auf hohem Niveau agierenden Gastgebern nichts mehr entgegenzusetzen. Ohne Tempo und mit schlechtem Rückzugsverhalten bei Gegenstößen der Heimmannschaft musste der HC den Gegner immer weiter davonziehen lassen. Am Ende stand eine deutliche 32:44-Niederlage. Serban sprach von einer kollektiv schwachen Leistung seiner Mannschaft. „Ich bin stinksauer und sehr unzufrieden mit der Leistung. Wir sind gut gestartet und haben dann immer mehr nachgelassen“, schimpfte Serban, der am Sonntag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen Tabellenführer Freising-Neufahrn eine Reaktion seines Teams erwartet.
HC Donau/Paar: Leimeister (9), Serban (8), Trösken (3), Fardanesh (2), Eis (2), Bayer (2), Beschler (2), Geis (2), Lorenz (1), Rohrer (1), Lindner, Molliqaj, Murgg.

Bezirksliga, Männer: SG Moosburg - TSV Gaimersheim 32:30 (14:13): Trainer Florian Ginzinger musste kurzfristig die Ausfälle von Niklas Hirschberger und Sebastian Mruk hinnehmen und die Defensive umstellen. Aufgrund einiger Unkonzentriertheiten in der Anfangsphase geriet seine Mannschaft schnell in Rückstand. Nach 16 Minuten führte Moosburg mit 8:4. In der Folge fanden die Wölfe besser ins Spiel, zeigten mehr Stabilität und holten bis 12:12 (29.) wieder auf. Mit einem knappen 13:14-Rückstand ging es in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff verschlief der TSV den Start und geriet klar ins Hintertreffen (13:18). Trotz einer Steigerung gelang es den Gästen nicht mehr aufzuschließen, Moosburg sicherte sich beim 32:30 den knappen Sieg. „Jeder hat gefightet. Wenn wir die Fehleranzahl pro Spieler reduzieren, bin ich frohen Mutes, dass wir im Derby nächstes Wochenende gewinnen“, sagte Ginzinger. Am Sonntag (14.30 Uhr) spielt der TSV beim HC Donau/Paar II.
TSV Gaimersheim: Najc (9), Wittmann (5), Lauer (5), Rasche (3), Hofbauer (2), Dutka (2), Vierthaler (2), Schloß (1), Bihr (1), Schneider, Kaps, Bloehs, Enger.

DK