Fußball - Kreisklasse 2

Feldspieler hält Elfmeter

Gerolfing II holt mit Anton Weber im Tor 2:1-Sieg gegen den TSV Nord – Denkendorf enteilt der Konkurrenz

31.10.2022 | Stand 31.10.2022, 18:15 Uhr

Die Vorentscheidung: Simon Renn (rechts) trifft für den SV Stammham gegen Keeper Karsten Hiesch und den SV Buxheim zum zwischenzeitlichen 0:3. Am Ende hieß es sogar 0:4. Foto: Meyer

Von Johannes Nusko

Ingolstadt – Zum Abschluss der Hinrunde in der Kreisklasse 1 Donau/Isar hat sich der SV Denkendorf durch ein 3:1 gegen Verfolger Arnsberg zum Herbstmeister gekrönt. Im Tabellenkeller hat der FC Gerolfing II durch ein 2:1 gegen den TSV Ingolstadt-Nord seinen ersten Saisonsieg gefeiert.

„Dieser Sieg war für die Moral und für den Anschluss an die anderen Teams sehr wichtig“, freute sich Gerolfings Trainer Daniel Haunschild. Dabei konnten die Hausherren nicht einmal auf ihren Stammtorwart zurückgreifen und stellten deshalb Feldspieler Anton Weber ins Tor – und das machte sich bezahlt. Weber parierte in der Anfangsphase einen Strafstoß und kurze Zeit später ging der FCG in Führung. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld kam der Ball über Marco Gamlien zu David Simm, der nach einem Solo in der 17. Minute zum 1:0 traf. „Es war ein offenes Spiel“, beschrieb Haunschild. Im zweiten Durchgang legten die Gastgeber nach. Sebastian Bley zog aus 20 Metern ab und nutzte so einen Stellungsfehler des Gästetorwarts zum 2:0 (57.). In der 73. Minute verkürzte Manuel Mihajlovic ebenfalls durch einen Fernschuss auf 1:2 aus Ingolstädter Sicht. Die Punkte blieben aber bei den Gerolfingern, die sich für eine weitere kämpferische Leistung belohnten.

SC-Trainer Werner Schaller ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Das war ein ganz schlechtes Spiel von uns.“ Dabei waren die Hausherren in den ersten 20 Minuten ein „ebenbürtiger Gegner“. Überraschenderweise sorgten zwei Zehn-Minuten-Strafen für die Eitensheimer Josef Meier (12.) und Florian Trini (13.) für einen Bruch im Irgertsheimer Spiel. „Das geht so einfach nicht. Wir konnten keinen Pass mehr spielen und haben dann das 0:1 kassiert“, haderte Schaller. Tobias Dietze traf in der 28. Minute und Christoph Thomas legte in der 32. Minute mit dem 0:2 nach. Noch vor dem Seitenwechsel stellte Tobias Springer das Ergebnis auf 0:3 (41.). „Wir haben dann einfach den Kopf in den Sand gesteckt“, schilderte der Trainer. Nach der Pause erhöhten Alexander Thomas (67.) und Niklas Elm (75.) auf 0:5, sodass der SVE auf Rang fünf sprang, während Irgertsheim auf dem zehnten Platz stagniert.

Der SV Denkendorf feierte gegen Arnsberg nicht nur einen 3:1-Sieg, sondern gleichzeitig die Herbstmeisterschaft. „Es war eine ganz starke Hinrunde, mit der wir so selbst nicht gerechnet haben“, beschrieb SVD-Trainer Denis Dinulovic. „Wir haben ja schon in der vergangenen Rückrunde gezeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Dass wir jetzt trotz vieler Verletzter wieder so gut spielen, bestätigt unseren Weg.“ Am 13. Spieltag gaben sowohl der Tabellenführer als auch der Zweite aus Arnsberg direkt Vollgas. „Es war ein Derby und die Stimmung war schon ein wenig hitzig“, erklärte Dinulovic. Nach dem 1:0 durch Jonas Löffler (11.) antwortete Arnsberg durch einen verwandelten Strafstoß von Rainer Bauer in der 13. Minute. Nach dem 1:1-Halbzeitstand erwischten die Denkendorfer den besseren Start in Hälfte zwei und gingen durch den zweiten Treffer von Löffler wieder in Führung (47.). „Arnsberg war ein starker Gegner und ist nicht umsonst Zweiter“, lobte der Trainer. Das bessere Ende hatte dann aber der Ligaprimus für sich. Lukas Bauer erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit das 3:1 und sorgte so dafür, dass Dinulovic am Ende des Spiels „extrem stolz“ auf seine Mannschaft war.

SV Buxheim - SV Stammham 0:4 (0:3): Nach dem Trainerwechsel in Buxheim (s. Kasten) unterlagen die Hausherren „völlig verdient“, wie Interimstrainer und Abteilungsleiter Manfred Schimmer schilderte. Gleichzeitig lobte der Coach die Gäste: „Stammham war bisher der stärkste Gegner, gegen den wir gespielt haben.“ Das 0:1 erzielte Nico von Swiontek in der elften Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß. Mit zwei gelungenen Kombinationen legte Stammham nach. Erst traf Tobias Schmidt in der 24. Minute zum 0:2, dann erzielte Simon Renn in der 26. Minute den 0:3-Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte schaltete Stammham einen Gang zurück und traf nur mehr durch einen Strafstoß von Michael Wermuth zum 0:4 (72.). Schimmer resümierte: „Da war heute ein Klassenunterschied zu erkennen. Stammham hat das richtig gut gemacht.“

In Altmannstein gastierten die formstarken Ettinger, die die Kugel zu Beginn laufen ließen, dafür aber keine offensive Gefahr ausstrahlten. Stattdessen ging Altmannstein bereits in der vierten Minute in Führung. Tobias Weber spielte den Ball zu Florian Schels, der das 1:0 erzielte. Etting antwortete in der 25. Minute durch Semih Soysal, nachdem sich der TSV zurückgezogen hatte. Soysal traf mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 1:1. Nur eine Minute später war es wieder Schels, der nach einem Freistoß per Kopf zum 2:1 vollendete. „Etting war zwar auch anschließend mehr am Ball, aber wir standen gut“, lobte Altmannsteins Abteilungsleiter Ulrich Hruza. So erhöhte Altmannstein noch auf 3:1. Tobias Weber trat zum Handelfmeter an und verwandelte sicher (44.). Nach der Halbzeitpause ließen die Gastgeber mehrere Chancen liegen und verpassten das 4:1. Etting kam in der 87. Minute zwar noch zum Anschlusstreffer durch Arnold Azeem, mehr gelang den Gästen aber nicht mehr.

SV Lippertshofen - FC Gelbelsee 5:0 (2:0): Der SV Lippertshofen triumphierte am Sonntagnachmittag deutlich, gewann am Ende aber „ein, zwei Tore zu hoch“, wie Abteilungsleiter Christoph Schießl zugab. „Wir waren das spielbestimmende Team und Gelbelsee hatte kaum Möglichkeiten. Aber so deutlich, wie es das 5:0 vermuten lässt, war es nicht.“ Bereits in der 15. Minute gingen die Hausherren in Führung, nachdem sie in der zehnten Minute noch eine Großchance vergeben hatten. Ein Steilpass kam bei Thomas Paul an, der die Nerven behielt und traf. In der 36. Minute spielte Schießl zu Florian Donaubauer, der auf 2:0 erhöhte. In der Phase vor der Pause hatten die Gäste mehr Ballbesitz, kamen aber lediglich zu einem Kopfball durch Markus Hundsdorfer. Im zweiten Durchgang machten die Gastgeber mit dem 3:0 durch Bernd Geiß endgültig alles klar (78.). „Danach war das Spiel gelaufen“, erklärte Schießl. Für das Endergebnis sorgten Schießl nach einem Eckball (85.) und Yannik Grothe mit einem Fernschuss (88.). Der SVL sicherte so zum Ende der Hinrunde den dritten Platz und rückte bis auf einen Punkt an den FC Arnsberg heran.

Der SC Steinberg/Biberg feierte im Abstiegskampf einen wichtigen Erfolg. „Es war kein hochklassiges Spiel. Das muss man zugeben“, beschrieb Steinbergs Trainer Daniel Stenzel. Die Hausherren profitieren davon, dass die Gäste schon ab der 35. Minute in Unterzahl agierten. Simar Akaydin sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Nachdem der SC eine hundertprozentige Chance vergeben hatte, trafen die Gastgeber in der zweiten Halbzeit. In der 74. Minute verwandelte Christopher Lang einen Foulelfmeter. Die Gäste versuchten immer wieder Nadelstiche zu setzen, kamen aber zu keinem Treffer. Nachdem die Hausherren auch noch den Pfosten getroffen hatten, sorgte Roland Frank in der 82. Minute mit dem 2:0 für die Entscheidung. Nach einer Kombination über die rechte Seite schob der Stürmer ein.

DK