Bislang letztes Duell 2020
FC Ingolstadt: Trainer Michael Köllner lobt vor Spiel in Münster Lernfähigkeit seiner Mannschaft

22.08.2023 | Stand 12.09.2023, 23:07 Uhr

Das bislang letzte Aufeinandertreffen zwischen den Schanzern und Münster ist schon über drei Jahre her. Im Juni 2020 holte der FCI, hier mit Dennis Eckert Ayensa (rechts), im Aufstiegskampf der 3. Liga ein 0:0 im Preußenstadion. Foto: Imago Images

Ausruhen kann sich der FC Ingolstadt auf dem 4:0-Erfolg vom Samstag gegen den Halleschen FC nicht. Weil es nur die ersten Schanzer Punkte der Saison waren. Und weil an diesem Dienstag (19 Uhr/Magenta Sport) mit dem Spiel bei Drittliga-Aufsteiger Preußen Münster die nächste Prüfung auf das Team von Michael Köllner wartet.



„Wir brauchen ein richtig gutes Spiel, um dort bestehen zu können. Aber dazu sind wir in der Lage. Wir haben eine sehr gute Mannschaft – und vor allem eine, die sich entwickeln lässt und eine hohe Mentalität an den Tag legt“, sagt Köllner und schiebt gleich ein Beispiel hinterher: „Was man der Mannschaft hoch anrechnen muss, dass sich gegen Halle kurz vor Schluss noch mal drei Spieler in den Ball werfen, um beim Stand von 3:0 einen Gegentreffer zu verhindern.“

FC Ingolstadt: Mentalität als Faustpfand

Die Einstellung als Schanzer Faustpfand und einige Verbesserungen im Vergleich zum überzeugenden Auftaktsieg vor eigenem Publikum sollen nicht nur für die ersten Zähler in der Fremde sorgen. Sondern auch dafür, dass die Ingolstädter mit potenziellen sechs Punkten nach drei Spielen in der Tabelle der 3. Liga ziemlich ordentlich dastünden. Gegen Halle habe laut Köllner vor allem im ersten Durchgang „der letzte Pass nicht immer gepasst. Damit hätten wir den Gegner stellenweise aushebeln können. Aber die Mannschaft hat eine hohe Lernfähigkeit“, betont der 53-Jährige.

Deshalb sei er auch überzeugt, dass sich die Schanzer gut auf die Münsteraner einstellen können. „Ein neuer Kontrahent mit anderen Stärken und Schwächen kommt auf uns zu. Aber bei aller Gegnerbeobachtung müssen wir schon schauen, was unsere Qualitäten sind und was uns auszeichnet. Wir brauchen einen guten Kopf und müssen hellwach sein, um die richtigen Entscheidungen zu treffen“, meint Köllner.

FC Ingolstadt: Kurze Vorbereitung keine Ausrede

Was eine Englische Woche vor allem ausmacht? „Die Vorbereitungszeit auf den Gegner ist bei einer Englischen Woche vielleicht einen Tick kürzer und ein bisschen wie ein Crashkurs. Aber wir haben seit Samstag nicht nur die Beine hochgelegt und geschaut, dass wir von Gottes Gnaden frisch werden“, erklärt Köllner. Laut des Oberpfälzers zeichne es eine Mannschaft auch aus, sich binnen kurzer Zeit auf einen Gegner einstellen zu können – und dafür „nicht immer mehrere Trainingstage zu brauchen“.

FCI-Trainer Köllner: Worauf es ankommt

Das Pensum mit Spielen auch während der Woche kennen die Schanzer bereits aus der Vorbereitung oder dem Toto-Pokal, dessen Achtelfinale an diesem Dienstagnachmittag ausgelost wird. „Am Ende der Englischen Woche müssen wir schauen, wie wir mit den Spielern in Sachen Belastungssteuerung umgehen. Weil auch die Erholung wichtig ist, damit wir in den kommenden Wochen den maximalen Output und die maximale Leistung von ihnen bekommen“, blickt Köllner voraus. „Nur kurze Ausschläge nach oben, dann aber wiederum Verletzungen – davon haben wir gar nichts.“

Mit einem Sieg wie gegen Halle ginge die Arbeit aber leichter von der Hand, wie der Trainer zugibt. Dennoch: „Es ist nur ein weiteres Spiel rum. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Die bislang torlosen Preußen verloren am vergangenen Wochenende ihr Derby bei Arminia Bielefeld trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung mit 0:4. An einen Knick der Aufstiegseuphorie bei den Westfalen glaubt Köllner nicht. Er sagt: „Flutlichtspiel in Münster, das wird eine Herausforderung für uns. Aber wir können dagegenhalten.“