Bayernliga Nord
FC Ingolstadt II will sich bei Jahn Regensburg II nicht noch einmal den Schneid abkaufen lassen

30.11.2023 | Stand 30.11.2023, 19:00 Uhr
Julian Meier

Gelegenheit zur Revanche: Im Hinspiel gaben Benedikt Schwarzensteiner (rechts) und der FC Ingolstadt II die Partie gegen den SSV Jahn Regensburg II (hier mit Kelvin Onuigwe) nach gutem Beginn noch aus der Hand – und verloren mit 1:3. Foto: Meyer

Für gewöhnlich geht der FC Ingolstadt II in der Bayernliga Nord mit einer deutlich jüngeren Elf an den Start als sein Gegner. Es gibt nur eine Ausnahme, nämlich wenn die Jungschanzer auf die zweite U21-Mannschaft in der Liga treffen. Dennoch war es gerade die Partie gegen Jahn Regensburg II, in der sich die Jungschanzer in der Hinrunde den Schneid abkaufen ließen. Mit 1:3 verlor die Elf von Trainer Thomas Karg damals – das soll sich an diesem Samstag (16 Uhr) beim erneuten Aufeinandertreffen nicht wiederholen.

„Es war eine unserer schlechtesten Saisonleistungen. Wir sind damals eigentlich gut in das Spiel reingekommen, haben dann aber vor allem athletisch abgebaut und hinten raus überhaupt keinen Zugriff mehr auf die Partie bekommen“, erklärt der FCI-Coach. Zu hart will er mit seiner Mannschaft in der Nachbetrachtung aber nicht ins Gericht gehen: „Solche Tage gibt es manchmal. Wir wollen das am Wochenende auf jeden Fall deutlich anders gestalten und Punkte einfahren.“

Wenn das gelingen soll, müssen die Schanzer einen Spieler des Gegners besser unter Kontrolle bekommen als noch vor dreieinhalb Monaten: Jonas Bauer erzielte beim 3:1-Sieg alle drei Treffer für den Jahn. Mittlerweile hat der 20-jährige gebürtige Wolnzacher einen Profivertrag erhalten und kam am vergangenen Sonntag auch zum ersten Mal in der 3. Liga zum Einsatz. Ob Bauer am Samstag nun wieder bei der U21 mitspielt oder nicht, darüber kann Karg nur rätseln. Aber selbst wenn – zu viel Aufmerksamkeit will er dem Elf-Tore-Mann so oder so nicht schenken: „Die Regensburger haben auch noch ein, zwei andere gute Offensivspieler. Deswegen werden wir uns mit Sicherheit nicht auf einen Akteur fokussieren.“

In der Tabelle stehen die Regensburger (7. Platz/20 Spiele/37:36 Tore/32 Punkte) als Siebter derzeit einen Punkt vor dem FCI (9./21/40:36/31), bei einem weniger absolvierten Spiel. Beide Teams haben fast genauso viele Treffer erzielt wie kassiert. Nicht nur deswegen erwartet Karg ein „interessantes“ Spiel: „Die Regensburger haben einen spielerischen Ansatz mit viel Intensität, viel Power. Ich glaube, dass sie grundsätzlich schon einen ähnlichen Plan verfolgen wie wir.“ Letztlich kommt es für ihn aber vor allem wieder darauf an, ob die Ingolstädter ihre Leistung auf den Platz bekommen – unabhängig davon, was der Gegner macht.

Das hat zuletzt ganz gut funktioniert, die Ergebnisse passten aber nicht so ganz: Vor drei Wochen verloren die Schanzer 0:2 in Erlangen, vergangene Woche gelang zuhause gegen Gebenbach gerade noch ein 1:1-Remis dank eines späten Treffers von Edeljoker Alexander Seifert. Was ist also dieses Mal wichtiger – Leistung oder Ergebnis? „Am Ende bleibt immer das Ergebnis stehen – wobei es schon einen Zusammenhang gibt. Wenn man konstant gute Leistungen bringt, dann wird man früher oder später auch konstant gut punkten“, sagt Karg.

Die Strategie wird also sein, an die Leistung der vergangenen Wochen anzuknüpfen und die gute Leistung dieses Mal auch noch in mehr Zählbares umzumünzen. Vom Personal wird sich nicht viel verändern im Vergleich zum Gebenbach-Spiel. Es kommt also einzig und allein auf die Spieler selbst an. Karg ist positiv gestimmt: „Wenn wir wieder so ein intensives und gutes Spiel hinbringen, zusätzlich vorne noch ein bisschen effektiver sind und der Gegner vielleicht nicht aus jeder kleinen Chance gleich ein Tor macht, dann bin ich optimistisch, dass wir in Regensburg gewinnen können.“

DK