Bayernliga - Nord
FC Ingolstadt II mit mehr Optionen – Auftaktspiel bietet willkommene Gelegenheit zur Revanche

15.02.2024 | Stand 15.02.2024, 16:39 Uhr
Julian Meier

Dieses Mal soll es besser laufen: In der Hinrunde unterlagen Benedikt Schwarzensteiner (rechts) und der FC Ingolstadt II gegen Kelvin Onuigwe und den SSV Jahn Regensburg II mit 1:3. Am Samstag steht in Ingolstadt das Rückspiel an. Foto: Meyer

Dass die Winterpause für den FC Ingolstadt II vorzeitig endet, kommt den Jungschanzern ganz gelegen. An diesem Samstag (14 Uhr) bestreitet der Fußball-Bayernligist sein Nachholspiel gegen die U21 des SSV Jahn Regensburg.

Dabei wollen die Ingolstädter den Schwung mitnehmen, den sie sich im Verlauf der Vorbereitung erarbeitet haben. Zu Beginn des Jahres hatte das noch ganz anders ausgesehen.

Die Vorbereitung

Recht viel ungünstiger kann man eigentlich nicht in eine Vorbereitung starten: Nach einer ersten Trainingswoche traten die Schanzer beim Spitzenreiter der Regionalliga Südwest, den Stuttgarter Kickers an. Das Spiel selbst stand schon auf der Kippe, nachdem der Platz stark vereist war. Letztlich entschied man sich, auf einer verkleinerten Fläche zu spielen. Der FCI leistete sich dann aber dennoch einen heftigen Ausrutscher – mit 1:5 kam die Mannschaft von Trainer Thomas Karg unter die Räder. Im Laufe der Vorbereitung schalteten die Schanzer dann langsam mehrere Gänge hoch. Nach dem hart erkämpften 3:2 gegen den TSV Rain/Lech und dem lockeren 6:1 gegen Bezirksligist TSV Gaimersheim folgten schließlich die beiden besten Auftritte: Gegen den TSV Aubstadt verlor die Karg-Elf zwar knapp mit 0:1, doch die Schanzer boten dem Regionalligisten Paroli. Und bei der Generalprobe gegen den FC Pipinsried (3:0) war dann schließlich bis auf zwei, drei vergebene Großchancen fast alles perfekt. Kein Wunder, dass der Trainer am Ende der rund fünfwöchigen Vorbereitung zufrieden ist: „Was auffällig ist und was wir auch selbst spüren ist, dass wir eine Entwicklung innerhalb der Vorbereitung hatten. Vor allem in den letzten beiden Spielen haben wir gute Leistungen gezeigt und Selbstvertrauen getankt.“

Die Transfers

Auch wenn der Kader während der Hinrunde oftmals dünn war: Recht viel getan hat sich während der Winter-Transferperiode nicht. Genau genommen kamen nur zwei neue Spieler hinzu, einer verließ den FCI. Es waren also eher punktuelle Verstärkungen, die die Ingolstädter getätigt haben. Recht viel mehr hat sich Trainer Karg allerdings auch nicht gewünscht – und das hat einen Grund: „Im Sommer war es so, dass wir unglaublich viele Verletzungen hatten und vor allem auch langwierige“, erklärt er. Durch die Rückkehr der meisten Verletzten habe sich das Problem nun aber relativiert. „Dadurch ist es natürlich deutlich entspannter und auch angenehmer, wenn du eine höhere Spielerzahl im Training hast.“ Bereits seit Anfang der Vorbereitung ist Din Alajbegovic neu mit von der Partie. Der 22-jährige Offensivspieler, der zuletzt ein halbes Jahr vereinslos war und davor bei Regionalligist 1. FC Kaan-Marienborn unter Vertrag stand, soll den Schanzern durch seine Erfahrung weiterhelfen. Auch der zweite Neue, Said Souleymané, war zuletzt vereinslos, davor wurde er in der Jugend des SC Freiburg und des Karlsruher SC ausgebildet. „Das ist ein Spieler mit viel Tempo, der sowohl auf dem Flügel als auch im offensiven Zentrum einsetzbar ist“, sagt Karg über den 19-Jährigen. Verlassen hat den FCI dagegen Aristotelis Dimitriadis. Nachdem die Vorstellungen von beiden Seiten auseinandergegangen waren, wurde der Vertrag des 19-Jährigen aufgelöst.

Der Auftakt

Offiziell geht die Restrunde in der Bayernliga Nord erst am letzten Februar-Wochenende los. Der FCI hat allerdings noch zwei Nachholspiele zu bestreiten. Das erste davon findet an diesem Samstag gegen Regensburg II statt. Die Oberpfälzer haben einen Punkt mehr auf dem Konto und belegen in der Tabelle Rang sieben. Neben der Aussicht, am U21-Konkurrenten vorbeizuziehen, haben die Schanzer auch noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen. Damals verloren sie mit 1:3 gegen den SSV nach einem Dreierpack des Wolnzachers Jonas Bauer. Noch wichtiger als etwaige Revanchegedanken wird es aber sein, gut aus den Startlöchern zu kommen. „Es ist eine lange Zeit vergangen; keiner weiß so genau, wo der andere steht. Deswegen ist es immer wichtig, wie man das erste Spiel bestreitet“, erklärt Karg. Von seiner Mannschaft will er einen ähnlich überzeugenden Auftritt wie bei den letzten beiden Tests in der Vorbereitung sehen. „Wir haben es geschafft, dass wir mit Selbstvertrauen und einem guten Gefühl in das erste Spiel gehen. Wir wollen alles reinhauen, damit wir die ersten Zähler im neuen Jahr einfahren.“ In personeller Hinsicht fallen Ibrahim Madougou und Dominic Dedaj aus. Madougou laboriert an einer „etwas problematischeren Entzündung am Schienbein“ (Karg), während der Langzeitverletzte Dedaj (Sprunggelenk) voraussichtlich erst Ende Februar wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren wird.

DK