Fußball - Bezirksliga
FC Fatih Ingolstadt überwintert auf Abstiegsplatz

Ingolstadts Abteilungsleiter Topcu hadert nach dem 0:3 beim VfB Eichstätt II mit „individuellen Fehlern“

20.11.2022 | Stand 19.09.2023, 4:40 Uhr

In Eichstätt ohne Glück: Verteidiger Erdogan Nasufaj und der FC Fatih Ingolstadt. Foto: Traub

Von Norbert Dengler

Eichstätt – Der FC Fatih Ingolstadt unterlag am Samstag beim VfB Eichstätt II mit 0:3 (0:2) und hat damit auch das letzte Punktspiel des Jahres verloren. Mit 13 Punkten überwintert der Aufsteiger somit in der Bezirksliga Oberbayern Nord auf einem Abstiegsplatz. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt sieben Zähler. Der SV Manching, dessen Heimspiel gegen den TSV Rohrbach wegen Unbespielbarkeit des Platzes auf 2023 verlegt wurde, geht als Achter in die Pause.

VfB Eichstätt II - FC Fatih Ingolstadt 3:0 (2:0): Mit Johannes Fiedler, Florian Rauh, Luca Oehler und Luca Trslic wirkten bei der Eichstätter Zweitvertretung vier Akteure aus dem Regionalliga-Kader mit. Bereits nach drei Minuten erzielte der ebenfalls regionalliga-erfahrene Marcel Jasmann das 1:0 für die Hausherren. Valentin Eichlinger hatte Gäste-Keeper Marco Ernhofer so unter Druck gesetzt, dass die Kugel dem VfB-Angreifer vor die Füße flog und er mühelos einschieben konnte. „Das Gegentor haben wir uns selbst eingebrockt. Erdogan Nasufaj (Foto) hätte erst gar nicht zum Torwart zurückspielen dürfen“, sagte Ingolstadts Abteilungsleiter Fatih Topcu. Der FC ließ sich trotz des frühen Rückstandes vor 70 Zuschauern nicht aus dem Konzept bringen und spielte weiter mutig nach vorne. Die besseren Chancen – bei Regen und auf dem Kunstrasenplatz – hatten zunächst aber die Eichstätter. Ernhofer konnte sich dabei gleich zweimal auszeichnen, indem er einen Schuss von Semih Fazlji mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte lenkte. Wenig später rettete er nach einer scharfen Hereingabe spektakulär gegen Jasmann. In der 28. Minute hatte FC-Akteur Mehmet Sin den Ausgleich auf dem Fuß, doch er scheiterte bei seiner Direktabnahme am gut parierenden Rauh. Mitten in die Drangphase der Gäste fiel dann das 2:0 für die Hausherren. Jakob Luff (42.) eroberte den Ball von Nasufaj und ließ Ernhofer mit einem Schuss aus spitzem Winkel keine Chance. „Durch individuelle Fehler haben wir uns selbst auf die Verliererstraße gebracht. Das 0:2 kurz vor der Halbzeit war dann schon fast so etwas wie der Genickbruch“, meinte Topcu. Der Schock saß tief, dennoch ergaben sich die Demir-Schützlinge nicht ihrem Schicksal. Einziges Manko war einmal mehr die Abschlussschwäche. „Wir sind gut in die zweite Hälfte gestartet und haben einen ansehnlichen Fußball gezeigt. Wenn Mehmet Sin bei einer guten Möglichkeit den Anschlusstreffer erzielt hätte, wäre vielleicht noch was möglich gewesen“, meinte Topcu und ergänzte: „Aber dieses Problem begleitet uns ja schon die ganze Saison.“ Weitaus effektiver und kaltschnäuziger zeigte sich die VfB-Reserve. Zwar wurde einem Treffer von Eichlinger wegen einer angeblichen Abseitsstellung zunächst die Anerkennung verwehrt, doch in der 71. Minute durfte derselbe Spieler dann das 3:0 bejubeln – nachdem Ernhofer einen Schuss von Trslic pariert hatte, Jasmann aber nachsetzte und auf Eichlinger ablegte. Damit war die Partie entschieden, zumal der Ingolstädter Dardan Berisha (72.) nur eine Zeigerumdrehung später mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.

DK, Foto: Traub


FC Fatih Ingolstadt: Ernhofer, Nasufaj, Berisha, Schröder, Koblianidze (77. Nuber), Saho, Abasikeles, Demirkol, Veit (88. Kaleli), Mehmetovic (67. Kahraman), Sin.
Tore: 1:0 Jasmann (3.), 2:0 Luff (41.), 3:0 Eichlinger (71.). – Gelb-Rote Karte: Berisha (Ingolstadt, 72.). – Schiedsrichter: Albegger (München). – Zuschauer: 70.