Kreisliga 1 Donau/Isar
FC Fatih Ingolstadt hält Verfolger Münchsmünster aus Distanz – Gerolfing nach 1:1 weiter vorn

16.10.2023 | Stand 16.10.2023, 14:55 Uhr
Julian Schweizer

Hatte gleich dreimal Grund zur Freude: Akif Abasikeles (rechts) gelangen beim deutlichen 4:0-Sieg seines FC Fatih Ingolstadt gegen den TV Münchsmünster drei Tore. Foto: Meyer

In der Kreisliga 1 Donau/Isar haben die Verfolger Münchsmünster und Oberhaunstadt (beide 19 Zähler) Federn gelassen, sodass Spitzenreiter FC Gerolfing (1:1 in Denkendorf) und der FC Fatih Ingolstadt (4:0 gegen Münchsmünster) inzwischen sieben beziehungsweise fünf Punkte Vorsprung haben. Im Tabellenkeller hielt Schlusslicht SV Karlskron durch den Sieg gegen den Türk SV Ingolstadt den Anschluss.

SV Hundszell - TSV Oberhaunstadt 3:0 (0:0): Im Oktober läuft es für den SV Hundszell wie geschmiert. Aus den vergangenen drei Spielen holten die Schützlinge um Trainer Florian Kunz neun Zähler bei 12:1 Toren und kletterten auf Rang sechs. Gegen den TSV hatte der SV indes einiges an Arbeit zu verrichten. „Es war sehr lange hart umkämpft und hätte in beide Richtungen ausschlagen können“, berichtete Kunz. Nach eher ereignislosen 45 Minuten ging es torlos in die Kabinen. Das änderte sich Mitte der zweiten Hälfte, als Alexander Seidl den SVH mit 1:0 in Führung brachte (66.). Ärgerlich aus Sicht der Gäste, die kurz zuvor ihre beste Möglichkeit liegen ließen. Was aus Sicht von TSV-Kapitän Simon Bellinghausen auch „der Knackpunkt“ war. Die Partie kippte zu Gunsten der Heimelf und nur kurz darauf erhöhte der eingewechselte Manuel Wittmann auf 2:0 (73.). „Nach dem ersten Tor waren wir gieriger und haben am Ende verdient gewonnen“, resümierte Kunz. Den Schlusspunkt setzte der ebenfalls eingewechselte Maximilian Friebe (81.) mit dem 3:0. Der TSV bleibt durch die Niederlage zwar auf dem vierten Platz, muss aber nach zuletzt nur einem Sieg aus sechs Spielen etwas abreißen lassen. „Nach dem 0:2 konnten wir keine Reaktion mehr zeigen“, stellt Bellinghausen ernüchtert fest.

SV Menning - FC Hitzhofen 1:4 (0:2): Die Durststrecke des FCH mit sechs Spielen ohne Sieg hat am Sonntag in Menning ein Ende gefunden. „Endlich haben wir uns für unseren Aufwand belohnt“, meinte FCH-Coach Michael Olah, der lobende Worte für seine Elf fand: „Leidenschaftlich, kämpferisch und diszipliniert haben wir agiert. So, wie ich mir das vorstelle.“ Die Gäste bestimmten von Beginn an das Geschehen und hätten früh in Führung gehen können. Doch es dauerte bis zur 26. Minute, ehe Johannes Welser zum 0:1 traf. Noch vor der Pause erhöhte Emin Ismaili (42.) auf 0:2. „Wir waren von Beginn an nicht da und konnten der cleveren Spielweise des FCH nichts entgegensetzen“, erklärte Mennings-Coach Dejan Micic. Im zweiten Durchgang sahen die 175 Zuschauer das gleiche Bild. Hitzhofen hatte die Spielkontrolle und machte nach 55 Minuten durch den zweiten Treffer von Ismaili schon den Deckel drauf. Nur drei Minuten später drückte Korbinian Rankl zwar einen Standard zum Anschluss über die Linie (58.), doch das sollte nichts mehr am Spielverlauf ändern. „Wir hatten zu jeder Zeit die komplette Kontrolle und haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, resümierte Olah. Dominic Filser schraubte das Ergebnis noch in die Höhe (1:4, 74.). „Kein Vorwurf an meine Mannschaft, die alles versucht hat. Aber Hitzhofen hat uns heute den Schneid abgekauft“, meinte SVM-Trainer Micic.
SV Denkendorf - FC Gerolfing 1:1 (0:1): Lange Zeit sah es nach einem standesgemäßen Erfolg für den Tabellenführer aus. Bereits nach rund einer Viertelstunde brachte Christian Träsch den Favoriten per Elfmeter in Führung (16.). Diese hatte bis zur Schlussviertelstunde Bestand. Dann gelang Sebastian Mayer noch der von den Heimfans umjubelte Ausgleich für den Aufsteiger (75.). In einer hektischen Schlussphase, in der die Denkendorfer drauf und dran waren, die Partie noch zu drehen, sah Gerolfinger-Spielertrainer Stefan Hoffmann die Rote Karte. „Spielerisch war es heute sehr schwach. Wir waren zu keiner Zeit präsent genug, um das Spiel zu gewinnen. Der Gegner wollte einfach mehr, somit geht die Punkteteilung auch völlig in Ordnung“, resümierte Hoffmann. „Wir waren über 90 Minuten gut drin, haben den Primus hinten raus zum wackeln gebracht, aber doch nicht gestürzt“, erklärte SVD-Coach Denis Dinulovic zum Remis. „Vor dem Spiel hätte dieses Ergebnis jeder unterschrieben. Nachher hatten wir das Gefühl, dass vielleicht sogar noch mehr drin war.“
FC Sandersdorf - SV Lippertshofen 2:0 (2:0): Sandersdorf verschaffte sich mit dem zweiten Sieg in Folge etwas Luft zu den Abstiegsrängen. „Wir mussten heute auf fünf Stammspieler verzichten und deshalb auf Akteure aus der Jugend und der Reserve bauen. Riesen Lob, wie die sich reingebissen haben“, hob Spielertrainer Patrick Mack anschließend hervor. Die auf Konter lauernden Gastgeber erzielten nach etwas mehr als einer halben Stunde durch Christian Geß den Führungstreffer (32.). Nur vier Minuten später schob Spielertrainer Mack zum 2:0 ein (36.). „Wir wollten es aufgrund der Ausfälle bewusst defensiver angehen. Das ist uns sehr gut gelungen, unser Umschaltspiel hat super funktioniert“, freute sich Mack. Sein Gegenüber ärgerte sich über den Spielverlauf: „Wir waren von Beginn an gut im Spiel, leider ohne große Torchancen. Nach dem ersten Gegentor haben wir dann den Faden verloren“, kommentierte SVL-Spielertrainer Bernd Geiß, der im zweiten Durchgang das gleiche Bild sah: „Wir waren besser, hatten auch einige Chancen, ließen diese aber liegen. Hinzu kam ein Elfmeter, der uns verweigert wurde“, ärgert sich Geiß. „Eine sehr unglückliche Niederlage, die unserem eigenen Unvermögen geschuldet war.“

SV Karlskron - Türkisch SV Ingolstadt 3:0 (2:0): Die Bedeutung des Kellerduells hatten beide Seiten im Vorfeld betont. Am Ende war es Aufsteiger Karlskron, der jubeln durfte. „Wir haben heute über 90 Minuten eine konzentrierte und engagierte Leistung abgeliefert“, freute sich SVK-Spielertrainer Christopher Haas, der selber für die Führung sorgte (20.). In einer überraschend einseitigen Partie erhöhte Stefan Spiess kurz darauf auf 2:0 (27.). „Viele haben heute nicht verstanden, worum es ging“, ärgerte sich Türkisch-Spielertrainer Raphael Reichenberger. „Einstellung und Kampfgeist haben einfach nicht gestimmt“, schimpfte er. Durch das 2:0 schien das Duell zu einem recht frühen Zeitpunkt bereits entschieden. Am Spielverlauf änderte sich in der Folge nichts. Nach 72. Minuten besorgte Spielertrainer Haas mit dem 3:0 dann den Endstand (72.) und sicherte seiner Elf drei mutmachende Zähler. „Vorne waren wir effektiv und hinten haben wir so gut wie nichts zugelassen. Deshalb geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung“, erklärte Haas zufrieden. Sein Gegenüber machte kein Geheimnis daraus, dass „die Enttäuschung bei allen Beteiligten groß ist“.
FC Mindelstetten - SV Kasing 2:2 (1:1): Das Remis im Kellerduell hilft keinem wirklich weiter, beide bleiben auf den Relegationsplätzen. Dabei reichte den Gästen aus Kasing eine zweimalige Führung nicht zum möglichen Befreiungsschlag. Christoph Noll sorgte jeweils für die Gäste-Führung (11., 65.), die Christopher Riegler (25.) und Michael Betz durch einen späten Treffer (86.) egalisieren konnten. „Aufgrund des späten Ausgleiches ein glückliches, aber nicht unverdientes Remis“, fand der Sportliche Leiter des FCM, Christian Wambach, der vor allem die gute Moral und den Einsatz seiner Elf hervorhob. „Positiv war, dass wir nach zwei Rückständen zurück gekommen sind. Die kämpferische Leistung hat heute gestimmt.“ SVK-Trainer Andreas Fehlner war nicht zufrieden. „Wir hatten nach beiden Führungen mehrfach die Möglichkeiten zu erhöhen, waren einen Tick stärker und hätten den Sieg verdient gehabt.“

FC Fatih Ingolstadt - TV Münchsmünster 4:0 (3:0): Nach sieben Spielen mussten die Gäste erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. „Heute war nichts zu holen. Sportlich gesehen war es ein absolut verdienter Sieg“, gab TVM-Spielertrainer Andreas Müller offen zu. Das erste Tor hatte für ihn bereits wegweisenden Charakter. „Wir waren in den ersten Minuten gut drin. Dann gab es nach einem langen Ball in den Sechszehner plötzlich Elfmeter“, beschrieb Müller. „In diesem Spiel leider schon die Entscheidung.“ Den Strafstoß verwandelte Akif Abasikeles (6.), der mit drei Treffern an diesem Tag maßgeblichen Anteil am Heimerfolg hatte. Der FC Fatih übernahm in der Folge immer mehr die Kontrolle und stellte noch vor der Pause durch Abasikeles (22.) und Atilla Demir (38.) die Weichen auf Sieg. Abasikeles markierte dann auch den Schlusspunkt zum 4:0 (75.). „Wir waren heute die klar bessere Mannschaft und haben souverän gewonnen“, sagte Fatih-Coach Fatih Topcu, der seine Mannschaft für den „schönen Fußball“ lobte.

DK