Fußball - A-Klassen Donau/Isar

Favorit Pförring setzt sich durch

TSV gewinnt nach Steigerung 4:1 in Reichertshofen – In der Gruppe 2 enteilt Kösching der Konkurrenz

09.11.2022 | Stand 09.11.2022, 15:10 Uhr
Peter Kundinger

Nur eine Halbzeit lang konnten Fabian Gmelch (rechts) und der TSV Reichertshofen gegen Eduard Gerdt und den TSV Pförring mithalten. Dann setzte sich der Gast mit 4:1 durch. Foto: pku

Ingolstadt – Am ersten Rückrunden-Spieltag hat es den TSV Lenting erwischt: Der Spitzenreiter der A-Klasse 1 musste im Topspiel gegen den SV Pondorf (3:4) seine erste Saisonniederlage einstecken und liegt damit nur noch zwei Punkte vor den Verfolgern. Dagegen baute der TSV Kösching in der A-Klasse 2 seinen Vorsprung auf die Konkurrenz mit einem 2:1-Erfolg beim FC Nassenfels bereits auf acht Punkte aus. Spannung verspricht dafür der Kampf um den Relegationsplatz zwei. Der TSV Gaimersheim II, der VfB Friedrichshofen, der FC Hepberg und der TSV Mailing liefern sich ein offenes Rennen. In der A-Klasse 3 nutzte Verfolger TSV Pförring das spielfreie Wochenende des Tabellenführers MBB SG Manching, um mit einem hart erkämpften 4:1-Erfolg beim TSV Reichertshofen bis auf einen Punkt an den Primus heranzurücken.

Der VfB ist zurück im Aufstiegsrennen. Mit dem dritten Sieg in Folge schlossen die Schwarz-Weißen bis auf einen Zähler zum Tabellenzweiten TSV Gaimersheim II auf: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen. Der frühe Gegentreffer hat uns wachgerüttelt. Danach waren wir gut im Spiel und haben in der Höhe verdient gewonnen“, erklärte Friedrichshofens Trainer Roble Braun. Murat Sucuoglu brachte die Gäste mit einem Schuss ins kurze Eck in Führung (12.) „Danach waren wir sehr fahrlässig in der Defensive und haben in kürzester Zeit drei Gegentreffer kassiert“, ärgerte sich TSV-Coach Stefan Schaller. Jannik Timke mit zwei Toren und Tobias Reuthlinger sorgten für die 3:1-Halbzeitführung der Gastgeber. Die Gäste, dezimiert durch eine Rote Karte für Melih Acar (44.), bemühten sich im zweiten Durchgang um den Anschlusstreffer, der allerdings nicht gelang. Behlul Limani (70.) und Frank Paetzold nach einem Torwartfehler (77.) stellten den 5:1-Endstand her.
TSV Mailing - FC Fatih Ingolstadt II 0:0: Bis zum achten Spieltag stand Mailing noch an der Tabellenspitze, in den darauffolgenden Wochen fiel der TSV bis auf Rang fünf zurück. „Zum einen fehlt uns momentan etwas das Spielglück, zum anderen waren wir heute nicht zwingend genug. Wir haben zwei Punkte verloren“, ärgerte sich TSV-Coach Tom Gleissner nach der Partie gegen den Zehnten. Zwar trafen die Gastgeber während der 90 Minuten gleich mehrfach das Torgebälk, einen Treffer konnten die Blau-Weißen indes nicht bejubeln.
FC Nassenfels - TSV Kösching 1:2 (1:1): „Das war ein wichtiger Sieg. Die Platzverhältnisse waren äußerst schwierig und der Gegner versuchte, uns mit Härte den Schneid abzukaufen. Am Ende haben wir verdient die drei Punkte mitgenommen“, freute sich TSV-Trainer Rudi Hofweber nach dem neunten Sieg in Folge. In den ersten Minuten ließen die Rothemden noch zwei „Tausendprozentige“ (Hofweber) liegen, nach zehn Minuten verwandelte Gerard Gläser dann aber eine Flanke zum 1:0 (10.). Danijel Zgavec egalisierte die Gästeführung nach einem Konter und mangelhaftem Zweikampfverhalten der TSV-Abwehr nach einer halben Stunde (30.). „Im zweiten Durchgang wollten wir den Sieg unbedingt. Großes Lob an die Mannschaft“, beschrieb Hofweber, der in der 70. Minute das 2:1 bejubeln konnte. Ferdi Hofweber zirkelte eine Freistoßflanke auf Gläser, der erneut per Kopf vollendete. „Wir standen bewusst tief und konnten das Spiel relativ ausgeglichen gestalten. Am Ende hat es leider nicht für einen Punkt gereicht“, meinte FCN-Abteilungsleiter Matthias Stark.

A-KLASSE 3: TSV Reichertshofen - TSV Pförring 1:4 (1:0): „In der ersten Halbzeit hat uns alles gefehlt, was Fußball ausmacht. Reichertshofen war lauffreudiger und zweikampfstärker und hätte zur Halbzeit durchaus höher führen können. Erst das Standardtor kurz nach der Halbzeit hat uns ins Spiel zurückgebracht“, meinte Pförrings Coach Johann Schmidtner. Die Hausherren waren vom Anpfiff weg überlegen, pressten hoch und erspielten sich mit schnell vorgetragenen Angriffen einige gute Chancen. Dennoch dauerte es bis zur 45. Minute, ehe Jonathan Habicht einen Freistoß direkt verwandelte. Kurz nach dem Seitenwechsel glich Andreas Schlagenhaufer (52.) für die Gäste aus. Daniel Finkenzeller erzielte nach einem Eckball ebenfalls per Kopf die 2:1-Führung für die Gäste (72.), ehe Martin Werle sieben Minuten später mit einer Freistoßflanke an Freund und Feind vorbei das 1:3 markierte. Reichertshofen gab sich nicht geschlagen, hatte aber Pech mit einem Pfostenschuss. Für den Schlusspunkt sorgte Kilian Grimm (82.). „Trotz großer Verletzungssorgen haben wir gut gespielt. Schade, dass wir immer wieder durch Standards Gegentreffer hinnehmen müssen. Heute wäre mehr drin gewesen“, sagte Reichertshofens Trainer Manuel Steiniger.
TSV Unsernherrn - SV Hundszell II 3:2 (2:0): „Hundszell war spielerisch sicherlich stärker, aber wir waren sehr effektiv und haben die Fehler des Gegners ausgenutzt“, freute sich TSV-Übungsleiter Stephan Wöhrl nach dem Derbysieg. Im ersten Durchgang machten die Gäste das Spiel, die Heimelf die Tore. Bastian Steffen per Foulelfmeter und schöner Einzelaktion (13. und 43.) sorgte für die Unsernherrner Halbzeitführung. Fabian Reichler nutzte nach einer knappen Stunde einen missglückten Abschlag zum Anschlusstreffer für den SVH. Chancen auf beiden Seiten blieben in der Folge ungenutzt, ehe sich TSV-Innenverteidiger Lukas Schwarzbauer ein Herz fasste und ein Solo über den gesamten Platz mit einem platzierten Schuss zum vorentscheidenden 3:1 veredelte (88.). Michael Eberl markierte mit einem Foulelfmeter den 3:2-Endstand. „Bei den Gegentreffern haben wir naiv verteidigt, zudem war Unsernherrn in der Box entschlossener. Insgesamt eine unnötige und bittere Niederlage“, resümierte SVH-Coach Eberl.
SV Irsching-Knodorf - FC Rockolding 1:1 (1:0): In einem fairen und von Schiedsrichter Ludwig Handl souverän geleiteten Derby trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 1:1. „Im ersten Durchgang waren wir spielbestimmend und hätten bei besserer Chancenverwertung die Begegnung für uns entscheiden können. Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Rockolding war vor allem bei Standards immer gefährlich“, bilanzierte SVI-Trainer Fatih Soysal. Nach mehreren vergebenen Einschussmöglichkeiten nutzte Philipp Lederer ein schönes Zuspiel von Nicolas Nest zum 1:0 für die Hausherren (36.). Nach dem Seitenwechsel drückte die Elf von Spielertrainer Andrej Kubicek auf den Ausgleich. Dieser gelang in 52. Minute. Robert Lanig verwertete einen Eckball per Kopf. Beide Mannschaften vergaben im Weiteren noch Möglichkeiten auf den Siegtreffer.
SV Haunwöhr - SV Ernsgaden 1:4 (0:2): Bei schwierigen Platzverhältnissen entwickelte sich eine Begegnung auf überschaubarem Niveau: „Das war von beiden Mannschaften kein gutes Spiel. Ernsgaden agierte ausschließlich mit hohen Bällen und wir haben es nicht geschafft, diese konsequent zu verteidigen“, ärgerte sich Haunwöhrs Trainer Christian Springwald nach der Pleite gegen den Aufsteiger, der Corona-bedingt auf sechs Stammspieler verzichten musste. Das SVE-Angriffsduo Andreas Thiel/Thomas Maihorn entschied die Begegnung. Bereits in der elften Minute nutzte Daniel Gmeiner eine Flanke Thiels aus dem Halbfeld zum 1:0. Thiel selbst verwandelte eine Maihorn-Vorlage in der 44. Minute zur 2:0-Halbzeitführung. Nach 70 Minuten war es erneut der SVE-Trainer, der den Torhüter nach einer Maihorn-Vorlage geschickt überlupfte (70.), ehe Maihorn die Vorarbeit Thiels zum 4:0 nutzte (77.). Für Ergebniskosmetik sorgte Simon Stippel mit einem Weitschuss. „Ich bin stolz auf mein Team. Trotz schwieriger Bedingungen haben wir einen verdienten Sieg eingefahren“, sagte der SVE-Übungsleiter.
FC Wackerstein-Dünzing - SV Oberstimm 1:1 (1:0): Im Verfolger-Duell gab es keinen Sieger. „Die erste Hälfte verlief relativ ausgeglichen, obwohl wir nicht gut waren, im zweiten Durchgang präsentierten wir uns wesentlich besser und es wäre mehr drin gewesen“, erklärte ein unzufriedener SVO-Spielertrainer Butrint Iberdemaj. Bereits in der vierten Minute gingen die Hausherren durch Jürgen Wolfsteiner in Führung, als dieser nach einer Kopfballverlängerung von Harald Wagner durchlief und überlegt einschoss. „Wir müssen vor der Pause nachlegen, das haben wir versäumt. Auch kurz vor Schluss ließen wir zwei Riesenchancen zum Sieg liegen,“ ärgerte sich FCW-Spielertrainer Kay Baitz, der am Ende von einem gerechten 1:1 sprach. Iberdemaj selbst war es vorbehalten, nach einem Schuss von Christian Motz den abgewehrten Ball zu verwandeln (57.).

pku