Highlight für Ausdauerszene
Drei Runden bei den Vier Ringen: 600 Läufer erobern Audi-Gelände bei Rennen

19.07.2023 | Stand 14.09.2023, 11:26 Uhr |

Erinnert in seiner Form an einen Schmetterling: Auf dem asphaltierten und flachen Rundkurs von Audi in Neuburg können die Läufer richtig schnell sein. Foto: Audi

In ziemlich genau 100 Tagen steigt eine neue Sportveranstaltung, auf die sich die gesamte regionale Ausdauerszene freuen kann. Zum Ingolstädter Halbmarathon und dem Triathlon Ingolstadt sowie den Rennen des Sport-IN-Laufcups stößt im Jahreskalender noch ein Lauf, der vor allem durch seinen außergewöhnlichen Schauplatz glänzt.



Am Sonntag, 29. Oktober, (12 Uhr) steigt die erste „8020.eco Trophy“ auf dem Rundkurs des Fahrerlebniszentrums von Audi in Neuburg. „Ein Ort, an dem man sonst nicht laufen kann“, freut sich Ex-Triahlonprofi Sebastian Mahr aus Ingolstadt, der eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt ist. Das Driving Experience Center des Autobauers im Neuburger Osten mit den angeschlossenen Gebäuden unter anderem der Audi Sport GmbH sind als Firmengelände sonst für die Öffentlichkeit geschlossen. Für einen Tag können bis zu 600 Laufinteressierte einen Teil der Anlage erobern. „Das ist eine asphaltierte Strecke, auf der können die Läufer richtig Gas geben“, sagt Mahr über den ausgewählten Abschnitt, auf dem üblicherweise Fahr- und Sicherheitstrainings abgehalten werden.

Veranstaltung soll dauerhaft etabliert werden



Die Tür öffnen die Audi Events und Services GmbH und Mahrs Arbeitgeber, die Ingolstädter Agentur 8020.eco die auch den „Trophy“-Namen prägt. „Wir sind bei Audi von Anfang an auf Gegenliebe gestoßen“, sagt Mahr, der unter anderem mit Triathlon-Kollege Valentin Kamm schon seit mehr als einem Jahr in den Planungen steckt. Sie möchten die Veranstaltung dauerhaft etablieren, „wir möchten, dass das Event auch wachsen kann“ – wie etwa in Zukunft mit Kinderläufen.

Das erste Jahr ist aber eine Art Testlauf – in mehrerlei Hinsicht. Ausgeschrieben sind Wertungen für Einzelstarterinnen und Einzelstarter sowie Staffeln. Drei Runden werden die Läuferinnen und Läufer (und die gesamte Staffel) in dem Wettrennen über insgesamt 9,5 Kilometer in dieser speziellen Umgebung absolvieren, „emissionsfrei“, wie Mahr scherzt – und das zudem auf nahezu komplett ebener Strecke. „Ich finde es genial, dass wir auf so einem Untergrund laufen können“, sagt der erfahrene Sportler, der vom Pflaster der Ingolstädter Innenstadt über Schotter etwa am Baggersee bis zum Waldboden bei den Laufcup-„Bergläufen“ der verschiedenen regionalen Veranstaltungen alles bestens kennt. Asphalt verspricht extrem schnelle Zeiten.

Veranstaltung für jedermann



Das wussten auch schon Weltklasse-Sportler zu nutzen, als sie den prestigeträchtigen Kampf gegen sportliche Schallmauern aufnahmen: Marathon-Weltrekordler Eliud Kipchoge (Kenia) wollte auf der Rennstrecke von Monza 2017 als erster Mensch unter zwei Stunden bleiben, Ironman-Weltmeister Kristian Blummenfelt (Norwegen) knackte 2022 die magische 7-Stunden-Marke der Triathlon-Langdistanz auf optimierter Strecke auf dem Lausitzring.

Von solchen Ideen ist die „8020.eco Trophy“ in Neuburg natürlich meilenweit entfernt. Ganz im Gegenteil: Neben ambitionierten Läufern soll und kann sich jedermann auf den speziellen Rundkurs begeben. „Gerade mit den Staffeln möchten wir auch Einsteigern etwas bieten. Wir wollen die Leute einfach ansprechen, in dieser einmaligen Location zu laufen“, sagt Mahr. Zuschauer werden natürlich höchst willkommen sein bei dem besonderen Sportfest bei den Vier Ringen.

Hier geht es zur Anmeldung zum Laufevent auf dem Audi-Gelände