„Jeder muss dem anderen helfen“
Bezirksliga: Fatih-Coach Topcu setzt gegen Primus Pfaffenhofen auf gute Defensive – Manching fehlt Stürmer-Duo

21.04.2023 | Stand 16.09.2023, 23:15 Uhr

Kehrt gegen den Spitzenreiter zurück: Marko Miskovic steht dem FC Fatih Ingolstadt am Sonntag im Bezirksliga-Heimspiel gegen den FSV Pfaffenhofen wieder zur Verfügung. Foto: Meyer

Die Saison 2022/23 der Bezirksliga Oberbayern Nord biegt in die Zielgerade ein. An diesem Wochenende steht der 25. von 30 Spieltagen auf dem Programm. Die vermutlich schwerste Aufgabe wartet auf den abstiegsbedrohten FC Fatih Ingolstadt, der am Sonntag (17 Uhr) den Tabellenführer FSV Pfaffenhofen empfängt. Der SV Manching ist am Samstag (13 Uhr) beim SV Dornach zu Gast.

FC Fatih Ingolstadt - FSV Pfaffenhofen (Sonntag, 17 Uhr): Weil der SV Untermenzing am vergangenen Sonntag den FC Aschheim überraschend mit 6:3 besiegte, ist der Rückstand des FC Fatih auf den Abstiegs-Relegationsplatz auf vier Zähler angewachsen. Ausschließen mag es selbst der meist positiv denkende Fatih Topcu nicht, doch es wäre schon ein mittelgroßes Wunder, wenn er mit seiner Mannschaft ausgerechnet an diesem Wochenende den Abstand verringern könnte. Die Ingolstädter erwarten den Ligaprimus, der mit 70 geschossenen Toren und nur 29 kassierten Treffern zwei Bestmarken aufbieten kann. Zudem stellen sie mit Maxi Ceballos den besten Torjäger. Der 35-jährige Routinier erzielte bislang 22 Tore und war an weiteren zehn Treffern direkt beteiligt. „Das ist eine Wahnsinns-Quote“, sagt Topcu und fügt an: „Der FSV hat eine brutale Qualität in seinen Reihen und einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern.“ Die Pfaffenhofener um Trainer Gerhard Lösch liefern sich an der Tabellenspitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SpVgg Feldmoching, die jüngst eine 3:5-Niederlage gegen den VfB Eichstätt II einstecken musste und zwei Punkten Rückstand haben. Eine Woche davor hatten die Landeshauptstädter den FC Fatih Ingolstadt noch deutlich mit 6:0 in die Schranken gewiesen. „Da Pfaffenhofen genauso spielstark wie Feldmoching ist, dürfen wir uns überhaupt keine Fehler erlauben, die würden sofort eiskalt bestraft werden“, sagt Topcu. Seine Marschroute: „In erster Linie müssen wir uns angesichts der Offensivpower des FSV auf unsere Abwehrarbeit konzentrieren. Es gilt, mit viel Laufarbeit kompakt und eng zu stehen. Jeder muss dem anderen helfen, nur im Kollektiv haben wir überhaupt eine Chance.“ Akif Abasikeles und Ramazan Kurnaz fallen bei den Ingolstädtern verletzungsbedingt aus, dafür kehren immerhin Quirin Nuber und Marko Miskovic in den Kader zurück. „Die personelle Situation ist nicht unbedingt rosig. Aber wir versuchen natürlich das Beste aus der Situation zu machen“, sagt Topcu, für den der Endspurt um den Klassenerhalt spätestens nach dem Pfaffenhofen-Spiel in die heiße Phase geht. Dann nämlich heißen die Gegner SV Untermenzing (Tabellen-13.), VSST Günzlhofen (14.), TSV Rohrbach (11.), SpVgg Kammerberg (4.) und FC Aschheim (7.). Ein straffes Programm. „Vor allem in den ersten drei dieser fünf Spiele brauchen wir unbedingt Siege“, betont der Fatih-Coach.
SV Dornach - SV Manching (Samstag, 13 Uhr): Mit drei Siegen aus den jüngsten vier Partien zeigt die Formkurve des SVM ganz klar nach oben. „Schon direkt nach der Winterpause waren die Leistungen größtenteils nicht schlecht. Nur jetzt passen halt auch die Ergebnisse. Wir belohnen uns immer öfter für den Aufwand und haben auch mal das Spielglück auf unserer Seite“, sagt Fabian Reichenberger. Damit meint der Manchinger Coach beispielsweise den im Derby gegen den TSV Rohrbach beim Stand von 1:0 gehaltenen Elfmeter – durch den die Partie hätte Partie kippen können. So aber stand am Ende ein scheinbar ungefährdeter 3:0-Sieg, der den SVM mit 36 Punkten auf Platz sieben klettern ließ. Tabellennachbar, allerdings mit fünf Zählern Vorsprung, ist auf Rang fünf der Samstaggegner SV Dornach, der zuletzt den dritten Platz einbüßte, weil er gegen die Abstiegskandidaten BC Attaching (0:2) und SV Ampertal Palzing (2:3) verlor. „Dornach ist eine Wundertüte. An einem guten Tag können sie locker das Führungsduo schlagen. Allerdings sind ihre Leistungen in dieser Saison viel zu schwankend. Nach den beiden Pleiten erwarte ich, dass sie gegen uns eine Reaktion zeigen wollen. Deshalb stehen wir vor einer großen Herausforderung“, sagt Reichenberger – zumal er mit Abdel Abou-Khalil und Mamadou Diallo seine beiden privat verhinderten Angreifer ersetzen muss. Der 34-Jährige gibt sich trotz der Ausfälle zuversichtlich: „Das können wir schon kompensieren. Wir werden halt wieder unsere jungen Spieler ins kalte Wasser werfen.“

DK