Turbo-Meisterschaft ist perfekt
A-Klassen: Ungeschlagener TSV Kösching bereits vier Spieltage vor Saisonende am Ziel – Ringsee steht als Absteiger fest

09.05.2023 | Stand 16.09.2023, 22:25 Uhr

Es darf gefeiert werden: Der TSV Kösching hat sich souverän die Meisterschaft in der A-Klasse 2 gesichert. Foto: kuk

Unterschiedlicher hätte der vergangene Spieltag für die drei Spitzenreiter der A-Klassen 1, 2 und 3 im Fußballkreis Donau/Isar kaum laufen können. Während der TSV Lenting in der Gruppe1 aufgrund der knappen Heimniederlage gegen den VfB Kipfenberg die Vorentscheidung verpasste sich der TSV Pförring in der AK3 gegen den SV Ernsgaden mit einem Unentschieden begnügte, vollendete der erneut siegreiche TSV Kösching in der A-Klasse 2 mit dem Gewinn der Meisterschaft bereits am viertletzten Spieltag eine großartige Saison.

Ein bitterer Sonntag war es für die FT Ringsee. Nach der 2:5-Pleite beim FC Rockolding ist der Gang in die B-Klasse nicht mehr abzuwenden.

A-KLASSE 1:
TSV Lenting - VfB Kipfenberg 0:1 (0:0):
Vor großer Zuschauerkulisse nutzte der Tabellendritte VfB Kipfenberg seine letzte Chance, um im Aufstiegsrennen weiter ein entscheidendes Wort mitreden zu können und verkürzte durch den knappen 1:0-Erfolg bei Tabellenführer TSV Lenting den Rückstand auf vier Zähler: „Es war ein ausgeglichenes und intensiv geführtes Spiel mit wenigen Torchancen. Kipfenberg war taktisch klug eingestellt. Über 90 Minuten betrachtet hätte ein Unentschieden dem Spielverlauf entsprochen“, erklärte Lentings Sportlicher Leiter Peter Wolf, der die sehr gute Leistung des Unparteiischen Ali Al-Zein heraushob. Nach torloser erster Hälfte war es TSV-Spielertrainer und Toptorjäger Metehan Kuscuoglu, der in der 56. Minute die beste Chance der Heimelf vergab, als er freistehend den Ball nicht richtig traf. Die Gäste aus dem Altmühltal witterten nach der Gelb-Roten Karte für Lentings Innenverteidiger Fatih Cetin (74.) noch einmal Morgenluft und hatten Glück. Einen weiten Ball nutzte der eingewechselte Hasan Almalli und markierte in der 83. Spielminute das Tor des Tages für den VfB.

„Gaimersheim war im ersten Durchgang klar überlegen. In der zweiten Halbzeit waren wir zumindest ebenbürtig und hatten gute Chancen. Ein Unentschieden wäre möglich gewesen“, meinte Hepbergs Vorstand Albin Steiner. Nach zahlreichen vergebenen Chancen der Gäste stand es zur Halbzeit noch 0:0. Enrico Burkhart markierte kurz nach dem Wiederanpfiff das verdiente 1:0 für den TSV. Hepberg bestimmte in Folge die Begegnung, aber die Gäste erzielten nach 80 Minuten den zweiten Treffer, als Denis Janjic einen Freistoß aus 25 Metern verwandelte. Valjdrin Stafa gelang nur drei Zeigerumdrehungen später der verdiente Anschluss für die Gastgeber. Ein Konter brachte schließlich die Entscheidung: Janjic setzte sich auf dem rechten Flügel durch passte quer zu Markus Geyer, der überlegt einschob (85.): „Unsere Chancenauswertung in den ersten 45 Minuten war absolut kläglich. Im zweiten Durchgang haben wir dann zwischenzeitlich völlig den Faden verloren. Insgesamt ist der Sieg aber nicht unverdient“, sagte TSV-Coach Ben Brucker.
TSV Mailing - TSV Kösching 1:3 (0:2): Auch im Spitzenspiel beim Dritten ließ Kösching nichts anbrennen und sicherte mit dem Auswärtssieg Meisterschaft und Aufstieg: „Das war eine starke Leistung. Ich bin stolz auf das gesamte Team und wünsche mir jetzt von den Burschen, dass wir auch die letzten drei Spiele noch erfolgreich gestalten“, meinte der von einer Bierdusche gezeichneter Köschinger Trainer Rudi Hofweber. Während die motivierten Hausherren im ersten Durchgang eine gute Tormöglichkeit verzeichneten, scheiterte der Tabellenführer mehrfach am starken Mailinger Torhüter Mathias Duna. Dennoch reichte es für eine beruhigende 2:0-Halbzeitführung. Zweimal setzte sich Jonas Betz über links durch und legte jeweils für Doppeltorschütze Felix Glossner auf (19. und 32.). Nach dem Wechsel kam Mailing besser ins Spiel und markierte nach schönem Spielzug durch Tobias Schlagbauer per Lupfer den Anschlusstreffer (72.). Die Hoffnung auf einen Zähler währte allerdings nur vier Minuten. Köschings Innenverteidiger Gérard Gläser köpfte mit seinem zehnten Saisontreffer eine Freistoßflanke unhaltbar in die Maschen. Die Rückkehr in die Kreisklasse nach einem einjährigen Intermezzo in der A-Klasse war perfekt: „Glückwunsch nach Kösching. Der Gegner spielte über 90 Minuten mit viel Tempo und Wucht. Trotz der Niederlage bin ich mit dem Auftreten meiner Mannschaft zufrieden“, erklärte Mailings Coach Tom Gleissner.

A-KLASSE 3:
SV Irsching-Knodorf - SV Oberstimm 2:3 (1:1):
Der SV Oberstimm lässt nicht locker. Mit dem knappen Auswärtssieg wahrten die Gäste ihre gute Ausgangsposition auf den Aufstiegsrelegationsrang. Irsching-Knodorf begann mit starkem Pressing und ging bereits in der dritten Minute durch Manuel Graswald in Führung: „Danach haben wir etwas abgebaut. Obwohl wir ein zweites Mal vorne lagen, hat es am Ende nicht für einen Punkt gereicht“, meinte SVI-Trainer Fatih Soysal. Die Gäste glichen durch einen Foulelfmeter, den Spielertrainer Butrint Iberdemaj sicher verwandelte, aus (24.). Infolge bestimmte der Tabellenzweite das Geschehen, konnte aber trotz guter Möglichkeiten keinen weiteren Treffer erzielen. Besser machte es die Heimelf. Graswald brachte die Irschinger mit seinem zweiten Tor erneut in Führung (63.). Diese währte allerdings nicht lange. Nach einem langen Ball spitzelte Iberdemaj das Leder zu Patrick Fuchs, der nur einzuschieben brauchte (70.). Den Schlusspunkt zu Gunsten des SVO setzte erneut Iberdemaj. Der Toptorjäger der A-Klasse 3 verwandelte einen umstrittenen Foulelfmeter zum Siegtreffer (83.). „Wir sind etwas naiv in Rückstand geraten und haben dann einige Tausendprozentige liegen lassen. Die Mannschaft hatte aber eine super Einstellung, so dass der Sieg verdient war“, erklärte Iberdemaj.
MBB SG Manching - TSV Unsernherrn 2:1 (0:1): „Die ersten 30 Minuten waren wir überhaupt nicht im Spiel und mit dem 0:1-Rückstand noch bestens bedient“, ärgerte sich MBB-Coach Ali Erbas, der nach seiner Einwechslung selbst zum Matchwinner avancierte, über die schwache Anfangsphase seines Teams. Der TSV Unsernherrn, nach dem Rücktritt von Coach Aleksandar Dmitrovic vergangene Woche von Patrick Kreuzer betreut, ging durch Jakob Schwarzbauer nach 41 Minuten verdient in Führung. Die Wende zehn Minuten vor dem Spielende kam dann durch die Selbsteinwechslung von Ali Erbas. Der Trainer lupfte das Leder gekonnt über die Abwehr und Emre Erbas vollendete das Zuspiel volley ins Kreuzeck. Kurz danach spielte Ali Erbas erneut einen Pass auf Bruder Emre, der zum 2:1-Siegtreffer einschob (82.). Die SG bleibt mit nur zwei Punkten Rückstand weiter im Rennen um Relegationsrang zwei.
TSV Pförring - SV Ernsgaden 1:1 (1:1): „Wenn wir in den kommenden Begegnungen so spielen wie heute in der zweiten Halbzeit, holen wir keinen Punkt mehr“, orakelte TSV-Abteilungsleiter Markus Guttenberger. Optimistisch stimmt den TSV allerdings die Leistung im ersten Durchgang, auch wenn die Gäste durch einen gekonnten Seitfallzieher von Goalgetter Thomas Maihorn nach drei Minuten in Führung gingen und danach durch den gleichen Spieler eine 1:1-Situation gegen den Pförringer Keeper Frank Elstner vergaben. Der Tabellenführer übernahm die Initiative und glich nach schöner Einzelaktion durch Manuel Nest aus (38.). Der Goalgetter der Gastgeber ließ dann allerdings die größte Chance des ersten Durchgangs ungenutzt, als er mit einem Foulelfmeter an SVE-Torhüter Sebastian Kloiber scheiterte (44.). Im zweiten Abschnitt hatte der TSV mehr vom Spiel, ohne gefährlich zu werden, während die Gäste noch einen Pfostenschuss verzeichneten: „Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams“, meinte Ernsgadens Spielertrainer Andreas Thiel.
FC Rockolding - FT Ringsee 5:2 (2:0): Die Auswärtsniederlage besiegelt den bitteren Gang der FT Ringsee in die B-Klasse: „Wir haben einen müden Sonntagskick verdient gewonnen. Nach dem schnellen Führungstor hatten wir die Partie zu jeder Zeit im Griff. Für die restlichen Begegnungen erwarte ich vom Team allerdings eine deutliche Steigerung“, erklärte Rockoldings Spielertrainer Andrej Kubicek, dessen Elf in der Rückrunde noch ungeschlagen ist. Silvio Smoljic brachte seine Farben früh in Führung (10.), Stefan Anthofer sorgte für den 2:0-Halbzeitstand (39.). Eray Buluter verkürzte nach einer knappen Stunde auf 1:2, Kubicek stellte drei Minuten später per Elfmeter den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Anthofer erhöhte auf 4:1 (63.), Dennis Pavkin erzielte den zweiten Ringseer Treffer (71.) und Robert Lanig war für den 5:2-Endstand verantwortlich (87.).
TSV Reichertshofen - SV Hundszell II 5:0 (2:0): „Was die letzten Spiele gefehlt hat, ist uns heute gelungen – ein frühes Tor. Das war der Dosenöffner. Wir waren von Anfang an präsent, spielerisch über die gesamte Spielzeit überzeugend und haben am Ende ungefährdet gewonnen“, so ein zufriedener TSV-Trainer Manuel Steiniger. Andreas Zellner brachte die Heimelf nach neun Minuten in Führung, Sebastian Pharion erhöhte noch vor dem Wechsel auf 2:0. Johannes Wallner in der 71. Minute und Robin Raasch mit einem Doppelpack (74., 85.) schraubten das Ergebnis auch der Höhe nach verdient auf 5:0: „Eine ganz schwache Vorstellung von uns mit vielen individuellen Fehlern. Reichertshofen war in allen Belangen überlegen“, so ein enttäuschter SVH-Spielertrainer Michael Eberl.
SV Haunwöhr - FC Wackerstein-Dünzing 2:2 (0:0): „Über 60 Minuten war uns Wackerstein in allen Belangen überlegen, sie hatten wesentlich mehr Torchancen. Uns ist momentan das Spielglück hold und so nehmen wir den Punkt gerne mit“, erklärte SVH-Trainer Christian Springwald. Die Gäste übernahmen vom Anpfiff weg die Initiative, scheiterten mehrfach am Aluminium und vergaben im ersten Durchgang einen Foulelfmeter. Als Jurgi Filopati den FCW nach 70 Minuten per Kopf in Führung brachte, schien das Spiel entschieden. Doch Max Bosch mit einem direkt verwandelten Freistoß und Simon Stippel nach einem Steilpass drehten das Spiel. Serxho Filopati schaffte kurz vor Spielende zumindest noch den Ausgleich für den Tabellendritten (85.): „Das war das wohl beste Saisonspiel meiner Mannschaft. Wir hatten Chancen für mehrere Spiele, aber es war heute wie vernagelt. Schade, dass sich der Gegner sowohl in der Halbzeit als auch nach dem Spiel extrem unsportlich verhalten hat“, ärgerte sich der enttäuschte FCW-Spielertrainer Kay Baitz, der die Leistung von Schiedsrichter Helmut Steinmeier positiv heraushob.

kuk