Wie sich die neue Casino-Gesetzgebung in Macau auf den Aktienmarkt auswirkt

22.06.2022
−Foto: https://unsplash.com/photos/fiXLQXAhCfk

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Die Glücksspielbranche hat sich global längst ausgeweitet und spielt auch auf dem Aktienmarkt eine wichtige Rolle. Wer investieren möchte, kann die Global Player der Casino-Anbieter als Anlageform nutzen, denn immer mehr große Unternehmen gehen an die Börse.

Doch während ein Online Casino Schweiz vergleichsweise stabil wächst, sieht es in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Eine wahre Achterbahnfahrt musste der Aktienmarkt in Macau erleben, nachdem die Regierung hier mit rapiden Einschränkungen und einer neuen Casino-Gesetzgebung drohte.

Auch andere Vorfälle veränderten die Nachfrage stark – teilweise auch in anderen Bereichen des Luxus-Segments, zu denen auch die Gambling-Branche gezählt wird. Wir werfen einen Blick auf die letzten Ereignisse.

China brachte 2021 die Aktienmärkte ins Trudeln

Wenn es um Themen wie Recht & Geld geht, möchten Verbraucher auf der sicheren Seite sein. Leider passiert es immer wieder, dass Veränderungen auf dem Aktienmarkt dazu führen, das Wertpapiere in großer Menge abgestoßen werden. 2021 konnte das auch bei Casino-Aktien aus Macau beobachtet werden, nachdem die chinesische Regierung noch schärfere Glücksspiel-Regularien ins Spiel brachte. Der Fokus lag vor allem auf den Casinos von Macau. Im September 2021 kündigte die chinesische Regierung an, strengere Regeln einzuführen.

Ursprünglich war es geplant, aus Macau ein zweites Las Vegas auf dem asiatischen Markt zu machen und schon seit 2006 gab es einen regen Aufwind für die Aktien. Mit der Bekanntgabe, die Märkte strenger regulieren zu wollen, brachen die Aktienkurse ein. Die größten asiatischen Casino-Anbieter wie Wynn Macau und Sands China verloren mehr als 20 Prozent, unter den Investoren kam es zu Panik,

Flächendeckend gesehen soll es einen Verlust von rund 15 Milliarden US-Dollar gegeben haben, verzweifelt versuchten Investoren so schnell wie möglich die gehaltenen Wertpapiere loszuwerden. Die Angst vor strengen Regularien war schuld am Kursrutsch, denn als die Finanzbehörde Macaus Beratungen zum Thema Glücksspiel ankündigte, machte sich Unwohlsein breit.

Finanzexperten sahen die Sicherheit der Casino-Aktien und der Glücksspielbetreiber selbst bedroht, positive Prognosen konnten von keinem seriösen Broker mehr abgegeben werden. Vor allem US-Anbieter sahen die Experten in Gefahr, hier konnte eine Benachteiligung nicht ausgeschlossen werden. Infolgedessen wurden Aktien abgestoßen und der Kurs brach ein.

Das Blatt wendet sich erneut & die Aktien steigen wieder

Schon im Januar 2022 berichtete die Nachrichtenagentur Reuters in einer englischen Originalmeldung, dass die Aktienkurse der namhaften Casino-Konzerne wieder nach oben schossen. Der Grund für die Erholung war, dass die Regierung bekannt gab, nach wie vor sechs Lizenznehmer unter den Casinos in Macau aufrechtzuerhalten. Anleger schienen von diesen Aussichten so begeistert, dass der Aktienkurs sich binnen kürzester Zeit erholte.

De facto zeigte sich an diesem Schauspiel an der Börse, wie sehr Verunsicherungen von außen sich auf die Kurse auswirken können. Seitens der Regierung wurde mit keinem Wort verkündet, dass die Glücksspiel-Regularien tatsächlich verschärft werden sollen. Der Minister der Macauer Finanzbehörde kündigte lediglich 45-tägige Beratungen zur Regulierung an. Anschließend entwickelte sich eine Kettenreaktion, die aus Angst vor Verlusten und schlechten Prognosen bestand.

Mittelfristig scheint sich nun aber herausgestellt zu haben, dass den Casinos in Macau keine Gefahr droht. Die Glücksspielkonzerne Galaxy Entertainment, Sands China, MGM China Holdings, SJM, Melco und Wynn Macau halten weiterhin ihren Lizenzen und dürfen sich seit Beginn des Jahres 2022 über einen rapiden Zuwachs auf dem Aktienmarkt freuen.

Prognosen für den chinesischen und globalen Aktienmarkt möglich?

Die Casino-Branche expandiert, niedergelassene und virtuelle Casinos haben regen Zuwachs. Auf der anderen Seite wächst die Zahl der Investoren, die ihr Geld in die stark wachsende Branche investieren wollen, doch mit welchem Ergebnis? Gelten Casino-Aktien als sicher oder droht Gefahr, dass diese über kurz oder lang einbrechen werden?

Grundsätzlich ist die Gaming-Branche gekommen, um zu bleiben, das Interesse der Verbraucher an Glücksspiel wird nicht weniger. Durch die komfortablen Möglichkeiten, mittlerweile auch online zu spielen, könnte prognostisch mit einem Besucherrückgang in klassischen Casinos gerechnet werden. Viele Gambler entscheiden sich schon heute lieber am Smartphone zu zocken, als sich den Weg in die Spielbank zu machen.

Die Investition in große und namhafte Unternehmen, die sowohl in Metropolen wie Macau, aber auch im Online-Segment agieren, scheint zumindest Stand 2022 lohnenswert. Ob sich der Markt aber hält oder ob China nicht künftig doch Lizenzen entzieht und es zu rapiden Veränderungen kommt, kann nicht prognostiziert werden. Wenn die chinesische Regierung von einem Einbruch auf dem Aktienmarkt profitiert, könnte es durchaus zu einer Gesetzesänderung kommen.

Dabei muss aber bedacht werden, dass im Juni 2022 sämtliche Casinolizenzen der großen Betreiber in Macau auslaufen. Anschließend werden direkt neue Lizenzen mit einer Gültigkeit von zehn Jahren vergeben. Es sieht zumindest regierungsseitig so aus, als wäre langfristig keine Veränderung bezüglich der Lizenzierung geplant. Lediglich für Anteilseigner gab es eine Änderung, denn mindestens 15 % der Gesamtanteile müssen den Geschäftsführern zugeschrieben sein. Diese wiederum müssen seit mindestens 15 Jahren in Macau leben. Angehoben wurde der Wert von 10 auf 15 %, keine Veränderung gab es hingegen bei der Besteuerung.

Europäischer und US-amerikanischer Aktienmarkt stabiler?

Nicht nur im chinesischen Macau, sondern auch in weiten Teilen der Welt spielen Glücksspiel-Aktien vermehrt eine Rolle. In Deutschland hat zuletzt das Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags zu einem Anstieg geführt. Stark dominiert natürlich auch der Markt in Las Vegas, die Glücksspielmetropole, die seit Jahren für zuverlässige Aktienkurse gesorgt hat. Ob die Märkte jedoch stabiler sind, kann zumindest für die Zukunft nicht gesehen werden.

Zwar war es bislang deutlich, dass US-Konzerne und europäische Konzerne stabiler wirkten, doch Veränderungen im Glücksspiel finden weltweit statt. Immer mehr Länder beschließen Regularien, verändern die Lizenzvergabe und sorgen so bei Anlegern für Unsicherheiten. Wer in Casino-Aktien investiert, muss wissen, dass eine langfristige Kapitalanlage immer zum Risiko werden kann.

Kurzfristig, wenn keine Veränderungen geplant sind und auch keine politischen Pläne kundgegeben wurden, kann durch das Investment in Casino-Aktien allerdings eine gute Rendite erzielt werden. Der Kurseinbruch in Macau hat allerdings bei Anlegern generell zu einem Umdenken geführt. Zwar ist die Aktie wieder rapide angestiegen, doch Experten sind überzeugt, dass längst nicht alle Investoren zurückgekehrt sind.

Viele von ihnen scheinen sich abgewandt zu haben und suchen nach Märkten, die für mehr Stabilität sorgen. Ein wichtiges Augenmerk liegt auf dem Aktienmarkt der Luxusgüter, denn derzeit gilt es als stabil und sicher, in Luxusgegenstände wie Uhren, Immobilien, Gärten, aber auch Kleidung und Handtaschen zu investieren.