NFTs im Gaming

28.12.2021
−Foto: https://unsplash.com/photos/nmTm7knUnqs

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Ob im Casino Online oder auf der Playstation offline, gespielt wird gern und viel. Und jetzt zeichnet sich ein vollkommen neuer Trend ab, denn NFTs spielen im Gaming eine immer größere Rolle. Non-fungible-Token blicken auf eine wachsende Wertsteigerung und es kann davon ausgegangen werden, dass sich hier völlig neue Möglichkeiten für die Gamingbranche ergeben. Aber um das Ausmaß zu verstehen, gilt es zunächst die Frage zu beantworten, was NFTs überhaupt sind!

Non-fungible-Token – was versteckt sich hinter NFTs?

Um zu begreifen, welche weitreichenden Änderungen es für die Gaming-Welt geben kann, muss ein gewisses Grundwissen über NFTs bestehen, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Diese Technologie ist aus der Welt der Kryptowährungen bekannt und dient der sicheren Durchführung von Transaktionen und persönlicher Zuordnung digitaler Werte. NFTs sind keine Coins, sondern digitale Objekte, die individuell erstellt und mittels Blockchain-Technologie in Spiele integriert, weitergegeben, verkauft und verteilt werden können.

Bei einem NFT kann es sich um verschiedene Arten von Objekten handeln. Videos, Audio-Files, Fotos, aber auch bestimmte Waffen, Autos oder Spielcharaktere können in Form eines NFTs erstellt werden. Jegliche Form des digitalen Kunstwerks kann als NFT funktionieren. Der Unterschied zu anderen digitalen Gegenständen, zu denen auch Ingame-Besonderheiten wie Waffenskins gehören, ist die Signatur. Ein NFT ist signiert und damit ein individuelles, persönlich zugeordnetes Kunstwerk.

Nur durch diese Unterschrift wird der Wert bestimmt, sie dient als Fußabdruck im Netz und sorgt dafür, dass bei NFTs mehr Individualität entsteht als bei Spielgimmicks, die massenhaft vorhanden und nicht personalisiert sind. NFTs haben heute schon immense Werte erzielen können und Experten der immer weiter wachsenden Gaming-Branche sind sich sicher, dass die neue Technik den Gaming-Markt verändern wird.

Steigende Werte – NFTs auf dem aufsteigenden Ast

Digitale Kunstwerke sind eine Sache, doch was haben diese mit der Gaming-Branche gemein? Die Technologie der Blockchain, die vor allem durch den Bitcoin bekannt geworden ist, scheint für die Gaming-Branche von wachsender Bedeutung zu sein. Namhafte Unternehmen, zu denen auch Ubisoft (Frankreich) gehört, haben die Technik für sich bereits entdeckt und es zum Ziel gemacht, Blockchain-basierte Games auf den Markt zu bringen und damit für ein ganz neues Spielerlebnis zu sorgen.

Warum aber kann das funktionieren? Gaming gehört in der Freizeit zu den Top 10 Hobbys in Deutschland, weltweit steht die Beliebtheit sogar auf dem dritten Platz. Die Welt der Gamer ist offen für neues, neue Technologien werden nicht aus Angst abgelehnt, sondern begrüßt und gefördert. Diese Offenheit, die nicht in vielen Branchen dieser Welt besteht, ist das Zugpferd dafür, dass sich hier eine Revolution anbahnen könnte.

Vier namhafte Gamingfirmen aus den USA soll es Berichten zur Folge bereits gelungen sein, einen Wert von mehr als einer Milliarde Dollar zu erlangen. Dahinter stecken Firmen wie Sky Mavis, die sich auf die Entwicklung von Spielen fokussieren, die auf eben jener Blockchain-Technologie basieren. Hinter der neuen Entwicklung stecken also nicht nur innovative Ideen, sondern Milliarden, die mutige Investoren brauchen und Nutzer, die bereit sind neues zu erleben.

Das Online-Item – vom Mietobjekt zum Besitztum

Aber woran kann es nun liegen, dass sich Gaming-Experten mit Blockchain-Expertise sicher sind, dass NFTs den Markt verändern werden? Schon ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Ingame-Käufe in vielen Spielbereichen eine große Rolle spielen. Ein gutes Beispiel ist der Shooter Counter Strike Global Offensive. Seit Jahren gibt es in diesem Spiel Items, die von Spielern durch Zahlung von Echtgeld erworben werden können, mit rasanter Beliebtheit. Tausende von Euro werden für Skin bezahlt, die rein virtuell vorhanden sind und kein persönliches Besitztum darstellen. Wird ein Skin vom Markt genommen, ist er verschwunden, nicht mehr existent, nicht mehr im Besitz!

NFTs aber sollen genau diesen Umstand verändern. Ein virtueller Gegenstand, der zu den Non-fungible-Token gehört, verschwindet nicht wieder, denn er gehört dem Besitzer. Wer ein NFT erwirbt, behält es, auch wenn es das einzige seiner Art auf dem Markt ist. Der Besitz wird in der Blockchain festgeschrieben, hier kann jede Weitergabe, bis zu seiner Erschaffung zurückverfolgt werden. Mit dem offiziellen Besitztum ist es dann auch möglich, Handel zu betreiben. Ein selbst erstelltes NFT kann besessen, verkauft oder gehandelt werden.

Der Wert bemisst sich an verschiedenen Faktoren, ähnlich wie bei oben erwähnten Counter-Strike Skins. Wie häufig existiert das NFT? Ist es ein Unikat oder wurden mehrere Duplikate zum Verkauf freigegeben? Wie beliebt sind Nutzen, Hersteller und Funktion des NFTs, wie hoch ist die Nachfrage? Wie in allen Bereichen bestimmt auch hier die Nachfrage das Angebot.

Beim Spielen Geld verdienen – eine neue Economy?

Doch auch rein marktwirtschaftlich ändert sich in der Gaming-Welt alles, wenn NFTs Einzug halten und sich die Technologie durchsetzt. So ist es dann möglich, allein durch die Schaffung von Items Geld zu generieren. Und genau hier ist der maßgebliche Unterschied zu Ingame-Items, die mit Geld erworben werden. Der Waffenskin eines Shooters wird gekauft, zu einem bestimmten Preis. Er kann weiterverkauft werden, wenn der Preis gestiegen oder gesunken ist, doch es braucht ein Grundkapital, um ihn zu erwerben.

Blockchain-Items (NFTs) können nicht nur erworben, sondern auch erschaffen werden. Die Erschaffung aus dem Nichts, durch das Spielen des jeweiligen Games, ist der Grundstein fürs Geld verdienen, ohne vorherige Investition. Experten sind sich sicher, dass sich mit neuen Angeboten wie Metaverse nicht nur Neuerungen ergeben, sondern dass hier ein vollkommen autarker Handelskreislauf entstehen kann, der sich zu einer Parallelgesellschaft in der Gaming-Welt entwickelt.

Play to Earn wird auch von namhaften Unternehmen, wie beispielsweise Ubisoft, als Wachstumsparameter der Industrie angesehen. Die Qualität der Spiele rückt dabei interessanterweise in den Hintergrund, denn der Aspekt des Geldverdienens steht im Fokus. Ein Trend, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ändern wird, denn dauerhaft wird auch die Game-Qualität nicht ohne Bedeutung sein. Daher ist es wichtig, dass jene Game-Developer wie Ubisoft und andere namhafte Größen den Wert der Technologie erkennen und bei der Entwicklung von Triple-A Titeln genau darauf setzen.

Für die Verbreitung sorgen soziale Medien, aber auch Streamingplattformen wie Twitch ganz von allein. Namhafte Firmen sind längst dazu übergegangen, NFTs durch große und beliebte Streamer promoten zu lassen, um so indirekt die eigene Zielgruppe anzusprechen.