Kryptos und Gaming: Das ändert sich in der Videospielbranche

30.12.2021
−Foto: https://unsplash.com/photos/EHLd2utEf68 Hinweis an unsere Leser:

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Schon seit jeher ist das Spielen ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Doch die Zeiten, in denen Würfelspiele, Brettspiel und die Tischspiele die Spielewelt dominierten, ist schon lange vorbei.

Längst hat sich das Spielen in die digitale Welt verlagert. Hier ist das Angebot unvergleichlich groß. So kann man zum Beispiel vom heimischen Sofa aus ganz bequem ein Casino besuchen. Ebenso ist es möglich, sich bei E-Sport-Events von daheim aus mit anderen zu messen. Insgesamt hat das Gaming einen immensen Stellenwert im täglichen Leben eingenommen. Aus diesem Grund ist es für Spieler auch sehr wichtig, ihre Errungenschaften in den Spielen, als ihr Eigen bezeichnen zu können. Doch das stellte sich bisher nicht als gerade einfach heraus. Das könnte es sich nun aber durch das Zusammenspiel von Kryptotechnologie und Gaming ändern. 

Gamer möchten ihre digitalen Güter besitzen

Da hat man gefühlte Ewigkeiten gespielt und endlich ist man im Besitz eines digitalen Gegenstandes. Diese Gegenstände entscheiden häufig über Erfolg oder Misserfolg, über den Level, in dem man sich befindet, und über den Aufstieg in die nächste Generation der Gamer Welt. Ziel ist es häufig, sich von anderen Spielern abzuheben und mit ihnen zu konkurrieren. Zudem ist es auch so, dass besonders seltene Gegenstände auch einen materiellen Wert besitzen. Denkt man hier nur mal kurz an Diablo 2: Hier haben Spieler anderen Spielern für seltene Runen Geld angeboten. Immer wieder kam es auch vor, dass Spieler nach langer Spielzeit keine Lust mehr an dem Spiel hatten und dann ihren Account mit sämtlichen Errungenschaften an andere Spieler verkauft haben.

Doch hier begegnet man sofort einem rechtlichen Problem, denn der Spieler selbst hat gar kein Eigentumsrecht an seinen Errungenschaften. Ergo es ist verboten, das Erspielte zu Geld zu machen. Ebenso ist der Tausch von Geld zu Ingame-Gold verboten. Einzige Ausnahme ist hier, wenn es eine offizielle Möglichkeit für solche Transaktionen gibt.

Um die Problematik noch einmal deutlich zu machen, schon immer haben sich Spieler gewünscht ihre digitalen Gegenstände zu besitzen und entsprechend veräußern zu können. Allerdings fehlte bisher das dafür notwendige Eigentumsrecht. An dieser Stelle kommt nun die Kombination aus Gaming und Kryptos ins Spiel. Um noch genauer zu sein, geht es hier um die Non-Fungible-Token oder kurz NTFs.

Was genau ist NFT?

Dank der Blockchain-Technologie ist die digitale Abbildung von Vermögenswerten möglich. Bei diesen Vermögenswerten kann es sich um sehr unterschiedliche Dinge handeln, zum Beispiel Immobilien, Konten, Edelmetalle oder auch um Kunst. Diese digitale Repräsentation von Vermögenswerten nennt man Assets. Ebenso ist es möglich, auf der Blockchain Eigentums- oder Schuldverhältnisse und Forderungsrechte zu sichern.

Auch die NTF Token basieren, wie die anderen Krypto Token, auf der Blockchain-Technologie. So sind die Token automatisch öffentlich nachvollziehbar und auf einer Blockchain gesichert. Während sich die Kryptowährungen auf einen konkreten Vermögenswert beziehen, ist das bei den Non-Fungible Tokens nicht so. Aus diesem Grund existieren sie weltweit nur ein einziges Mal. NFTs können deswegen nicht ausgetauscht, geteilt, dupliziert oder zerstört werden.

Um es noch einmal genauer zu erläutern, so ist der NTF Repräsentant eines einzigartigen, digitalen Besitzes. Handeln kann es sich dabei beispielsweise um eine Sammelkarte, einen Impfpass oder natürlich auch um ein Gemälde. Ein fungible Token wie der Bitcoin kann getauscht werden. Um es etwas zu vereinfachen: Wenn man jemandem beispielsweise einen 10-Euro-Schein leiht, dann wird man die 10 Euro zwar wieder bekommen, doch es wird sich natürlich nicht um den Schein handeln, den man zuvor verliehen hat. Also bekommt man den gleichen Wert wieder, aber nicht den gleichen Schein. Grundsätzlich spielt das letztlich auch keine Rolle, denn der dahinterstehende Wert bleibt stets der Gleiche.

Die NFTs sind aber, wie gesagt, einmalig, genau wie die Mona Lisa, die fast immer als Analogie zum NTF genannt wird. Das originale Kunstwerk existiert einmal, auch wenn es vielfach kopiert wurde. Ein ersetzbares, weil nicht einzigartiges Objekt, ist dagegen zum Beispiel jede Cent- oder Euro-Münze. NFTs in digitaler Form können alles Mögliche sein, beispielsweise Audio-Files, Fotos, Videos oder Ingame-Items - nur gibt es diese digitalen Objekt-Originale dann, wie auch die Mona Lisa, ebenfalls nur einmal.

Die Rolle, die NFTs in Games spielen?

Gerade im Gaming können die NFTs von potenziellem Nutzen sein. Bisher ist es zwar möglich, dass man in vielen Spielen für Items, Skins und Charaktere zwar Geld ausgeben kann, doch sie bleiben dennoch Eigentum des Anbieters. Als Assets liegen sie dann auf den Servern der Anbieter. Das Negative daran ist, sollten diese Server irgendwann offline gehen, dann gehen auch sämtliche Errungenschaften verloren.

Spiele jedoch, die auf der Blockchain-Technologie basieren und NFTs nutzen, sollen jedoch anders funktionieren. So verspricht zum Beispiel Sorare digitale Fußball-Sammelkarten und eine Fantasy-Liga. Oder ein Blick auf Decentraland zeigt, dass es sich um eine ähnliche virtuelle Welt wie in Second Life handelt. Der Unterschied hier ist allerdings, dass man die virtuellen Grundstücke, Avatare, Accessoires und einiges andere mehr auch wirklich kaufen bzw. entsprechend wirklich besitzen kann.

Das Versprechen der Betreiber

Laut Aussagen der Betreiber von Spielen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, soll sich vor allem die Spielerfahrung erweitern und neue ökonomische Möglichkeiten sollen sich eröffnen. Dank der NFTs würden für Spieler Möglichkeiten für Interaktion und Zusammenarbeit geschaffen werden und außerdem würde eine neue Form der digitalen Welt mit greifbaren digitalen Items entstehen.

Doch natürlich steht auch für die Krypto-Gaming Betreiber ein enorm großes finanzielles Potenzial zur Verfügung. Bereits aktuell gibt es in der Gaming-Branche schon eine ganze Reihe junger Unternehmen, die binnen kürzester Zeit mehr als eine Milliarde US-Dollar wert sind und somit schon jetzt den Status "Unicorn" erreicht haben. Diese Tatsache ist natürlich auch den Riesen in der ohnehin boomenden Gaming Branche nicht verborgen geblieben. Die logische Konsequenz ist entsprechend, dass man sich auch schon jetzt bei EA, Ubisoft und Square Enix mit dem Thema Krypto-Gaming beschäftigt und künftig in diesem Bereich investieren will.