Trendwende: Zigarettenkonsum sinkt, während der Verkauf von Shishatabak steigt!

21.09.2022
−Foto: pexels.com

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Der Zigarettenkonsum sinkt in Deutschland konstant seit Jahren, für die Jüngeren werden Zigaretten immer uninteressanter. Gleichzeitig steigen die Verkaufszahlen von Shishatabak und Liquid für Dampfer stetig an. Für Jüngere ist der Griff zum vermeintlich gesünderen Produkt damit immer interessanter. Gerade in diesem Jahr stiegen die Preise für Rauchtabak stark an, während der Tabak nur noch in kleinen Verpackungen verkauft werden darf. Der Trend geht immer weiter Richtung Zigaretten-Alternativen und neue Produkte fluten den Markt.

Zigarettenkonsum sinkt

Der Verkauf von Zigaretten sank in den letzten Jahren stark. Laut Statistiken ist der Pro-Kopf-Verbrauch der Glimmstängel um etwa 21 Prozent gesunken. Vor allem bei Zigarren und Zigarillos sank der Verbrauch noch stärker. Die Zahl der schweren Lungenerkrankungen bleibt aber nach wie vor aufgrund des Zigarettenkonsums auf einem hohen Niveau. Gerade das Rauchen von Zigaretten bei Frauen ist in den letzten zwanzig Jahren stark angestiegen. Damit steigt auch das Risiko bei Frauen an entsprechenden Tumoren zu erkranken, in 20 Jahren um 73 Prozent.

Verkauf von Shisha-Tabak steigt stark

Während der Zigarettenkonsum konstant sinkt, steigt der Verkauf von Pfeifentabak stark an. In den letzten zehn Jahren stieg der Verbrauch um mehr als den Faktor acht an. Auch der Verkauf von Liquiden für E-Zigaretten steigt stark und sie lassen sich inzwischen in einer Vielzahl von Geschäften kaufen. Vorrangig bei Jüngeren ist die Nachfrage nach solchen Produkten besonders hoch, während die Zigarette eine immer kleinere Rolle spielt. Auch Shishabars sind immer häufiger in den Innenstädten zu finden, sie sind auch für einen Großteil des verbrauchten Tabaks verantwortlich. Allerdings wird der Anteil an verkauften Tabak an Privatverbrauchern bei ca. 75 % gesehen.

E-Shisha im Trend

Während die E-Zigarette schon seit Jahren etabliert ist und immer beliebter wird, werben nun immer mehr Tabakgeschäfte mit E-Shishas von Elf Bar und anderen Herstellern. Sie funktionieren dabei nach dem gleichen Prinzip wie klassische E-Zigaretten, werden in der Regel aber als Wegwerfprodukte konzipiert. Der Akku kann dementsprechend nicht geladen werden und auch nicht das Liquid. Je nach Modell sind damit dann 500 bis 800 Züge möglich. E-Shishas werden wie der klassische Shishatabak eher mit fruchtigen Geschmäckern verkauft und bestechen hauptsächlich mit dem kleinen unauffälligen Formfaktor.

Steuern steigen, Verpackungen werden kleiner

Mit der Anpassung der aktuellen Tabakrichtlinien, was Steuern und Verpackung angeht, steigen die Preise für Rauchtabak stark an. Während die Steuern in diesem Jahr schon angestiegen sind und stufenweise mit jedem Jahr weiter angepasst werden, kommt auf die Tabakverkäufer nun noch eine große weitere Einschränkung hinzu. Während der Tabak klassischerweise in 200 Gramm bis 1 Kg Verpackungen verkauft wurde, darf inzwischen nur noch maximal 25 Gramm Tabak in einer Verpackung verkauft werden. Das entspreche der Menge, um das Köpfchen einer Shisha zu füllen. Damit steigen nicht nur die Produktionskosten und der Verpackungsmüll, für den Konsumenten wird es damit massiv teurer. Experten erwarten dadurch primär den steigenden Absatz auf Schwarzmärkten, wo sich dann hauptsächlich große Verbraucher wie Shishabars mit großen Mengen Tabak, an der Steuer vorbei, versorgen.

E-Zigarette weniger schädlich als klassische Zigaretten

E-Zigaretten werden von Ärzten inzwischen immer häufiger gelobt. Sie bieten den Konsumenten von klassischen Zigaretten eine Alternative, die signifikant weniger schädlich für die eigene Gesundheit sind. Langzeitstudien fehlen zwar noch, aber allein der Verzicht auf viele krebserregende Stoffe, die bei der Verbrennung von Tabak entstehen, ist ein großer Gewinn. Ob sie völlig unbedenklich sind, ist noch nicht abschließend geklärt, für Raucher bieten sie aber definitiv einen Mehrwert. Beim Verdampfen des Liquids entstehen nämlich keine klassischen Ruß- und Rauchpartikel. Auch sind dort keine Inhaltsstoffe wie Teer oder ähnliche vertreten.

Jugendschützer warnen

Allerdings wird vor allem bei Jüngeren vor dem Konsum von E-Zigaretten und Ähnlichen gewarnt. Auch sie beinhalten nämlich Nikotin und machen süchtig. Während für viele Zigarettenraucher die E-Zigarette eine Alternative darstellt, können sich jüngere so schnell an den Konsum gewöhnen und mit der Zeit auf klassische Zigaretten umsteigen. Der Schutz der Gesundheit der Jüngeren steht hier also an erster Stelle. Da das Rauchen, wie der Alkohol auch, nicht mehr eine so große soziale Relevanz hat, sinken die Zahlen ebenfalls in diesem Bereich weiter.

Fazit

Der Zigarettenkonsum sinkt und kann damit zu einer gesünderen Gesellschaft führen. Gleichzeitig steigt aber der Verbrauch von Rauchtabak für Wasserpfeifen und auch der Absatz von E-Zigaretten und entsprechenden Liquiden steigt. Der neue Trend hin zu mehr Wasserpfeife und weniger Zigarette hat auf die Anzahl von schweren Lungenerkrankungen keinen großen Einfluss. Die Gesellschaft wird dadurch also nicht gesünder. Vor allem die E-Zigaretten können daran allerdings einiges ändern, da der Konsum von verdampftem Liquid deutliche Vorteile vor dem Verbrennen von Tabak hat.