Tipps für die perfekte Lederhose

30.05.2022
−Foto: www.shutterstock.com

Lederhosen sind nicht nur zum Oktoberfest ein Hingucker. Über die bayerischen Grenzen hinaus, sind die Hosen bekannt. Mit diesen Tipps findet jeder Mann die perfekte Lederhose.

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Woher stammen die Lederhosen?

Was viele nicht wissen: Weder die Bayern noch die Österreicher haben das Kleidungsstück erfunden. Die französische Culotte gilt als Urahn der Volkstracht. Die damalige höfische Kniebundhose wurde aus Samt oder Seide gefertigt.

Ende des 18. Jahrhunderts entdeckten die Bauern aus dem Alpenraum die feinen Hosen des Adels für sich. Sie wandelten sie ab und trugen sie lieber als die schweren Pluder- und Pumphosen. Im Stall musste die Hose anderen Belastungen standhalten als zu Hofe. Die einfachen Culottes der Bevölkerung wurden daher aus strapazierfähigem Leder gefertigt. Der Beginn der Lederhose.

Heute gehört die Hose in ländlich geprägten Regionen wie dem Allgäu, Chiemgau oder dem Berchtesgadener Land immer noch zur Alltagskleidung.

Langlebig: Die Lederhose

Davon hat Mann ein ganzes Leben etwas: Lederhosen sind langlebig - sofern sie gut und richtig gepflegt werden. Mit Trachtenmode lässt es sich übrigens auch gut wandern.

Welche Lederhose ist die richtige für mich?

In der Regel werden Lederhosen in Hirsch-, Reh- oder Wildbockleder produziert. In der teureren Variante sind sie aus Rinderspalt oder Schweinsleder.

Beim Kauf ist auf die Länge zu achten. Bei kürzeren Beinen sollten Männer nicht die lange Variante kaufen. Über die Waden zieht man sich gern Socken. Lederhosen sind eng - und so werden sie auch gekauft. Männer sollten beim Anprobieren testen wie sie in die Knie gehen. Wer dann noch Luft bekommt, kann die Herren Lederhosen getrost kaufen. Mit der Zeit gibt der Stoff bei Taille und Knie ein paar Zentimeter nach.

So halten Lederhosen lange

Da Lederhosen von Hand gefertigt werden, sind sie kostspielig. Daher kaufen Männer das Kleidungsstück fürs Leben. Damit die Tracht auch so lange hält, darf sie eine Waschmaschine nie von innen sehen. Für die Reinigung gibt es Spezialisten. Flecken bekommt man auch mit ein bisschen Wasser raus.

Tracht im Alltag tragen

Lange Lederhosen eignen sich durchaus für den Alltag. Kombiniert mit flachen Schnürschuhen wirkt das Outfit locker und traditionell. Mit einem Strickpulli wirken Lederhosen gemütlich und sind durchaus alltagstauglich. Beim Wandern entfaltet die Hose ebenfalls ihre Wirkung. Hier darf gerne wieder auf die kurze Variante gesetzt werden. Auf der Alm oder bei einer Après-Ski-Party liegen Männer mit der Tracht goldrichtig.

Welches Leder ist das Beste?

- Schwein: Das günstigste Leder weist große Poren auf und ist schwerer zu tragen auf der Haut.
- Rinderspalt: Fühlt sich rauer an und ist ebenfalls günstiger. Weniger strapazierfähig.
- Ziege: Lederhosen der Mittelklasse. Aus Ziegenvelours entstehen die meisten Lederhosen.
- Reh/Hirsch/Gams: Hochwertigsten Lederhosen. Hose schmiegt sich wie eine zweite Haut an den Körper. Hoher Tragekomfort sowie atmungsaktiv.

Lederhose wächst mit

Keine Sorge, wenn es auf einmal ein paar Kilo mehr auf der Waage sind. Lederhosen passen sich dem Körper an und wachsen mit. Wärme und Druck lassen die Trachtenmode an den Stellen weiter werden. Wahrlich eine Investition für das ganze Leben.