Jeden Tag weniger Biss
Mit diesem Fehler werden grüne Bohnen labbrig statt knackig

14.09.2023 | Stand 14.11.2023, 17:42 Uhr |

Grüne Bohnen - Wer knackige Bohnen bevorzugt, sollte sie frühzeitig zubereiten, da sie mit jedem Tag im Kühlschrank an Biss verlieren. - Foto: Holger Hollemann/dpa/dpa-tmn

Grüne Bohnen werden auch Stangenbohnen genannt. Die Erklärung dafür ist einfach: Sie brauchen Stangen als Rankhilfen, um in die Höhe zu wachsen. Doch wie bereitet man die Hülsenfrüchte richtig zu?

Wer grüne Bohnen schön knackig liebt, sollte nicht nur Exemplare ohne Druckstellen und braune Flecken kaufen, sondern sie auch schnell verbrauchen. Sie halten sich zwar etwa drei Tage im Kühlschrank, aber verlieren dabei jeden Tag an Biss. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hin.

Wer jetzt denkt, für schöne Knackigkeit einfach an der Garzeit zu sparen, begeht einen Fehler, der mit Bauchweh und im schlimmsten Fall sogar mit blutigem Durchfall enden kann. Da das grüne Gemüse roh giftig ist, reicht kurzes Dünsten oder Kochen nicht aus. Es muss mindestens 10 Minuten garen. Erst dann ist das giftige Eiweiß Phasin, welches in den Kernen und Hülsen enthalten ist, komplett zerstört, wie die BZfE-Ernährungsexperten erklären.

Bevor die Bohnen im Salzwasser landen, sollten sie gründlich gewaschen und die jeweiligen Enden abgeschnitten werden. Längere Exemplare werden halbiert. Damit die Bohnen nicht gräulich werden, sondern ihre schöne grüne Farbe behalten, haben die Ernährungsexperten noch einen Tipp parat: die Bohnen nach dem Kochen einfach sofort in Eiswasser abschrecken. Danach werden die Hülsenfrüchte mit etwas Butter oder Rapsöl sowie Zitronensaft verfeinert - fertig ist die Gemüsebeilage.

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