Stiftung Warentest

Stylisch, aber unbequem: Kinderwagen oft nicht liegetauglich

22.06.2022 | Stand 04.07.2022, 16:02 Uhr

Liegeposition - Makel bei einigen Modellen: Die Liegeposition ist nicht wirklich zum Liegen - wie bei diesem Modell von Stokke. Denn die Beine bleiben angewinkelt, drehen ist daher kaum möglich. Gesunder Schlaf braucht aber eine gerade Liegefläche und Bewegungsfreiheit. - Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn

Im Kinderwagen wird viel geschlummert. Schön, wenn die Liegewanne dafür groß genug ist. Und noch schöner, wenn sich später der Sitz fix liegefähig machen lässt. Nur wenige Wagen leisten beides.

Beworben werden sie mit Design und Stil, kosten oft weit mehr als 1000 Euro. Doch nicht jeder stylische oder hippe Kinderwagen ist auch gut für den Nachwuchs, hat die Stiftung Warentest festgestellt.

Bei einem Vergleich von zwölf Kombi-Kinderwagen zwischen 400 und 1300 Euro fielen viele Modelle vor allem mit unbequemen Sitzen auf («test»-Ausgabe 7/22).

Die Sitze lassen sich demnach oft nicht zu einer flachen, rückenschonenden Liege klappen. Die Folge: Die Knie des Babys zeigen dann nach oben. Die Kleinen können sich kaum bewegen oder zur Seite drehen. «Kein Erwachsener würde so freiwillig ein Mittagsschläfchen einlegen», heißt es im Testbericht.

Zu eng, zu viele Schadstoffe

Bei vier Modellen ist auch die Babywanne zu klein und bei einem enthält das Regenverdeck Schadstoffe. Dafür lautet das Urteil «mangelhaft». Drei Modelle kommen nicht über ein «ausreichend» hinaus, weitere fünf nicht über ein «befriedigend».

Am Ende schneiden lediglich der «BabyOne B.O. StartKlar Comet» (Note 2,2) für 400 Euro und der «Hauck Vision X Set» (Note 2,5) für 500 Euro mit einem «Gut» ab. Es sind ausgerechnet die beiden günstigsten Kinderwagen im Test - und dennoch kindgerecht gestaltet, kompakt und leicht.

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