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Extrembergsteiger Reinhold Messner warnt: „Bergsteigen wird gefährlicher“

23.09.2022 | Stand 23.09.2022, 9:54 Uhr

Reinhold Messner. −Archivbild: dpa

Von Laurent Martinez

Extrembergsteiger Reinhold Messner warnt im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern vor immer größeren Gefahren in den Bergen.



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„Das Bergsteigen, vor allem in der Höhe, wird durch die globale Erwärmung gefährlicher. Das Eis schmilzt, es reißen mehr Gletscherspalten auf, es kommt zu Eisabbrüchen wie jetzt an der Marmolada, und der Fels unter dem Eis zerbröselt.“

Aber wichtiger sei es zu erkennen, dass das Bergsteigen sich völlig verändert habe. „Der Berg wird vielfach nur als Attrappe gesehen. Die meisten Kletterer heute gehen in die Kletterhalle, und das ist auch gut so. Nur haben sie dort noch nichts über den Berg gelernt.“ Sie müssten erst eine Reihe von Jahren leichtere Touren klettern, sich ganz langsam herantasten, um zu begreifen, was ein Berg ist.

„Ein Berg ist chaotisch, ein Berg ist viel größer, als wir ihn auf der Postkarte sehen“, warnt Messner. „Und beim Wettersturz wird ein Berg relativ schnell unendlich groß. Man kommt nicht mehr herunter“, warnt Messner. „Wenn man nicht gelernt hat, sich vor der Kälte zu schützen, ist der Tod die Folge“, erklärt er. „Mit der wilden Natur umgehen heißt, Erfahrungen, Erfahrungen, Erfahrungen machen. Und man hat nie ausgelernt, auch nicht wenn man 80 Jahre alt ist und ein Leben lang auf Berge gestiegen ist.“

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