Ingolstadt

Endlich beginnt die Schule

Mehr als 90 Kinder erleben an der Pestalozzi-Grundschule einen spannenden ersten Schultag

13.09.2022 | Stand 13.09.2022, 18:51 Uhr

Musikalische Begrüßung: Zum Schulanfang sangen die Schüler auf dem gut gefüllten Pausenhof fröhliche Lieder – darunter auch die eigene Schulhymne. Fotos: Eberl

Auf dem Pausenhof der Grundschule an der Pestalozzistraße herrscht am Dienstagvormittag reger Betrieb. Aufgeregte Kinder mit Schultüten und noch aufgeregtere Eltern warten gemeinsam auf den Beginn des ersten Schultags – so auch Familie Remsperger.

Sohn Simon hat heute seinen großen Tag und wirkt entsprechend nervös. „Ich freue mich darauf, dass ich endlich lesen lerne“, sagt der Sechsjährige und möchte dann in diesem besonderen Moment verständlicherweise lieber wieder seine Ruhe haben. „Sein Bruder kann schon tolle Geschichten lesen“, ergänzt Mutter Anna-Janina. „Unser Älterer ist in der vierten Klasse.“ Es sei ein gutes Gefühl, dass jetzt beide Kinder die Grundschule besuchen und nicht mehr in den Kindergarten gehen. „Als Sängerin habe ich so auch ein bisschen mehr Zeit für meine Projekte“, meint die Mutter. Simon sei am Morgen durchaus aufgeregt gewesen. „Aber er hat sich schon auch sehr auf diesen Tag gefreut.“ Simon, Mutter Anna-Janina und Vater Florian haben die ganze Familie mitgebracht. Auch die Uroma wollte sich die Einschulung von Simon nicht entgehen lassen. Die Schule mache einen sehr guten Eindruck, findet Anna-Janina Remsperger. „Das Lehrerkollegium ist jung, und es werden auch viele Projekte außerhalb des Unterrichts angeboten.“ Ihren Sohn sieht sie hier gut aufgehoben.

1300 Erstklässler an Ingolstädter Schulen

Insgesamt 1300 Erstklässler beginnen heuer in Ingolstadt ihre Schullaufbahn. An der Pestalozzi-Grundschule sind es 90 Kinder in vier Klassen. Wie Rektorin Barbara Kral auf Nachfrage erzählt, besuchen Kinder verschiedenster Nationalitäten ihre Schule. „Wir versuchen, alle Kinder bestmöglich zu integrieren“, so Kral weiter. „Dafür gibt es bei uns auch einige spezielle Kurse zur Deutschförderung.“ Ihr sei es wichtig, dass jedes Kind im Unterricht rasch Fuß fasst. Dank verhältnismäßig guter Personalausstattung sei das alles auch weiterhin möglich, erklärt die Rektorin. „Wir können uns nicht beklagen, die Personalsituation ist sehr gut.“ Für Arbeitsgemeinschaften und Projekte habe man genügend Lehrkräfte.

„Einen unvergesslichen ersten Schultag bieten“

Trotz langjähriger Routine sei jeder Schulanfang auch für Barbara Kral immer noch etwas Besonderes. „Wir möchten den Kindern und Eltern einen unvergesslichen ersten Schultag bieten, an den sie sich noch lange erinnern.“ Die Atmosphäre sei am ersten Schultag immer von einer gewissen Aufregung geprägt – egal ob bei Kindern, Eltern oder auch den Lehrkräften.

An diesem Vormittag vergeht die Zeit jedenfalls wie im Flug. Mehrere Klassen singen zur Begrüßung der Erstklässler fröhliche Lieder – darunter auch die eigene Schulhymne – und führen ein kleines Schauspiel auf. Barbara Kral hat eine Schultüte mitgebracht, in der sich verschiedene Bilder befinden. Die Schüler Max und Nick helfen beim Auspacken. So steht etwa die Flöte für das gemeinsame Singen – die Buntstifte symbolisieren eine bunte Welt, auf der es viel zu entdecken gibt. „Jedes Kind kann etwas ganz besonders gut“, sagt Kral mit Blick auf die reformpädagogischen Ansätze des Namensgebers ihrer Schule, Johann Heinrich Pestalozzi. Auf die Frage, was sie denn gut können, antworten einige Kinder etwa Malen, Klettern oder Rollschuhfahren. Nach der Begrüßung auf dem Pausenhof gehen die Erstklässler durch ein Spalier aus Sonnenblumen in das Schulgebäude. Dort warten schon die Lehrerinnen auf ihre Schützlinge, bevor um Viertel nach Elf dann ein spannender Vormittag voller neuer Eindrücke endet. Überall sieht man lachende Gesichter – Sorgen wegen Lehrermangels oder des kommenden Corona-Winters sind an diesem Dienstag ganz weit weg.

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