Kreisklasse 1 Donau/Isar

TSV-Nord und Etting legen Fehlstart hin

Ingolstädter Teams warten auch nach dem zweiten Spieltag auf den ersten Punkt – Buxheim bleibt Spitzenreiter

16.08.2022 | Stand 16.08.2022, 17:51 Uhr

Entwischt: Steinbergs Christopher Lang (links) läuft seinem Ettinger Kontrahenten Philipp Schneider davon. Foto: Traub

Von Johannes Nusko

Ingolstadt – In der Kreisklasse 1 Donau/Isar haben am Wochenende der SV Buxheim (3:1 gegen Gelbelsee), Aufsteiger SC Steinberg (2:1 gegen Etting) und der SV Lippertshofen (4:0 gegen Irgertsheim) ihre Weißen Westen gewahrt und als einzige Teams die zweiten Siege eingefahren. Der SV Denkendorf hat sein Spiel gegen den FC Grün-Weiß Ingolstadt aufgrund eines Nichtantritts der Ingolstädter kampflos gewonnen.

SC Steinberg/Biberg - TSV Etting 2:1 (1:0): Aufsteiger SC Steinberg konnte auch in seinem zweiten Saisonspiel punkten und schlug dieses Mal sogar den TSV Etting, der wie bereits in der Vorsaison einen Fehlstart hingelegt hat. Die Hausherren hatten im ersten Durchgang zwei Chancen, verpassten die Führung aber knapp. Etting hätte sich auf der anderen Seite beinahe einen zu kurz geratenen Rückpass geschnappt, SC-Torwart Patrick Griesshammer bewahrte sein Team aber vor dem Rückstand. Stattdessen eroberten sich kurz darauf die Hausherren die Kugel in der Ettinger Hälfte und nach einem Querpass schob Nico Raab zum 1:0 ein (42.). „Im zweiten Durchgang waren wir dann ein bisschen nachlässig“, beschrieb Steinbergs Trainer Daniel Stenzel. Der TSV nutzte dies und glich durch Yannik Bienhaus aus (54.). Im Anschluss an eine Zehn-Minuten-Strafe für die Gäste machte der SC den Sieg aber klar. Ein Freistoß kam flach in den Ettinger Strafraum und Ralf Fichtner traf zum 2:1 (83.). „Ich denke, der Sieg geht in Ordnung, da wir mehr Chancen als Etting hatten“, resümierte Stenzel.

SV Buxheim - FC Gelbelsee 3:1 (1:0): „Das war heute vor allem bei diesen Temperaturen läuferisch richtig gut, wir waren präsent und haben verdient gewonnen“, lobte Buxheims Trainer Daniel Köhler seine Mannschaft nach dem 3:1-Sieg . Gegen den FC Gelbelsee übernahmen die Hausherren schnell das Kommando und gingen bereits in der zehnten Minute nach einem Zuspiel von Maximilian Crusius durch Florian Reißner in Führung. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber das aktivere Team und erhöhten in Person von Michael Brems in der 53. Minute auf 2:0. „Gelbelsee kam dann zwar mit seiner ersten echten Chance zum Anschluss, aber das hat uns nicht aus dem Konzept gebracht“, beschrieb Köhler. Tobias Mayr verkürzte (56.), spielbestimmend war aber weiterhin der SVB. Zehn Minuten vor dem Ende bediente Nico Duschek Reißner und Buxheims Nummer neun sorgte mit seinem fünften Treffer im zweiten Saisonspiel für die Entscheidung (80.). Buxheim bleibt so mit einem Torverhältnis von 11:1 an der Tabellenspitze.

SV Lippertshofen - SC Irgertsheim 4:0 (2:0): In Lippertshofen zeigte sich Abteilungsleiter Christoph Schießl zufrieden mit dem klaren Sieg seiner Mannschaft. „Das war heute ein souveräner Sieg, der auch in der Höhe vollkommen in Ordnung ging“, lobte Schießl. Gegen den Aufsteiger aus Irgertsheim brachte Bernd Geiß sein Team in der 33. Minute in Führung, ehe Schießl kurz vor dem Seitenwechsel selbst auf 2:0 erhöhte. „Nach der Pause hat man gemerkt, dass bei Irgertsheim durch das 2:0 die Moral gebrochen war. Allerdings muss man auch sagen, dass sie ersatzgeschwächt waren“, erklärte der SVL-Abteilungsleiter. Geiß traf erneut zum 3:0 (70.), ehe Yannik Grothe den 4:0-Endstand besorgte (77.). Während der SCI nach dem Auftaktsieg eine Niederlage einstecken musste, rangiert der SVL mit sechs Zählern auf Rang drei. „In den kommenden Wochen wird man sehen, wie hoch man diese beiden Siege einstufen kann“, blickte Schießl voraus.

TSV Altmannstein - SV Eitensheim 1:1 (0:0): Die Zuschauer sahen am Sonntagabend ein „gerechtes 1:1“, wie Altmannsteins Abteilungsleiter Ulrich Hruza erklärte und weiter ausführte: „Vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften hatten aber jeweils eine Großchance.“ Für die Gastgeber kam Daniel Weber zu einem Volleyschuss, den SVE-Torwart Valentin Puhar aber über den Kasten lenkte. Auf der Gegenseite verschoss Eitensheim einen Strafstoß. „Im zweiten Durchgang waren wir dann stärker, konnten den Druck aber nicht in etwas Zählbares ummünzen“, haderte Hruza. Ab der 57. Minute spielten die Hausherren zudem in Überzahl, da Puhar den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte. In Führung ging trotzdem Eitensheim. Nach einer TSV-Ecke konterten die Gäste, Niklas Elm umkurvte Altmannsteins Keeper Marco Seitz und schob zum 1:0 ein (82.). Nur drei Minuten später sicherte Tobias Weber seiner Mannschaft aber zumindest einen Punkt, indem er aus 20 Metern zum 1:1 traf (85.). „Wir haben zwar einige Möglichkeiten liegen gelassen, allerdings hatten sie auch den vergebenen Elfmeter“, fasste Hruza zusammen, der deshalb mit dem Punkt zufrieden war.

TSV Ingolstadt-Nord - FC Arnsberg 2:3 (1:2): In Ingolstadt rannte der Gastgeber früh einem 0:2-Rückstand hinterher. Der Sportliche Leiter des TSV, Andreas Steinberger, haderte zwar mit den Gegentoren, konnte die Leistung seines Teams aber erklären: „Uns fehlen 13 Spieler, die potenziell für die erste Mannschaft spielen könnten. Viele sind im Urlaub, einige sind nicht fit.“ Die dezimierten Ingolstädter mussten deswegen bereits in der elften Minute das 0:1 durch Matthias Harrer hinnehmen und lagen nach 17 Minuten und dem Treffer von Rainer Bauer mit 0:2 hinten. Nach einem langen Ball hatte Bauer eingenickt. Kurz darauf meldeten sich die Gastgeber durch einen verwandelten Foulelfmeter von Ferhat Uc mit dem 1:2 zurück (21.). Bis zur Schlussphase blieb der Spielstand aber so. „Die zweite Halbzeit ist so dahingeplätschert. Große Torchancen gab es für keines der Teams“, berichtete Steinberger. Die Entscheidung fiel in der 84. Minute. Thomas Gehr stand bei einem Eckball frei und bugsierte die Kugel zum 1:3 ins Netz. Zwar gelang dem TSV in der 90. Minute der erneute Anschluss, Schiedsrichter Helmut Zanker pfiff die Partie danach aber ab, sodass das Tor von Jean Toribio ohne Bedeutung blieb. Steinberger fasste zusammen: „Wir sind froh, dass diese zwei Wochen vorbei sind und hoffen, dass wir bald wieder mehr Spieler zur Verfügung haben.“

DK


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