Naturschutz

Forstleute fordern mehr Personal für Waldumbau

27.06.2022 | Stand 28.06.2022, 23:10 Uhr

Bayerischer Forst - Die Sonne scheint durch den Perlacher Forst. - Foto: Marco Krefting/dpa/Archivbild

Bayerns Forstleute fordern mehr Personal, um die Wälder im Land angesichts der Klimakrise zu erhalten und umzubauen. «Auf immer größeren Flächen sterben ganze Bestände ab», teilte der Bund Deutscher Forstleute am Montag während seiner Landesversammlung in Fürth mit. Deshalb müsse es mehr resistente und vielfältige Mischwälder geben. «Hierfür fehlt jedoch in ganz Bayern Forstpersonal.» Der Bund Deutscher Forstleute ist eigenen Angaben nach die mitgliederstärkste Vereinigung der Forstleute im Freistaat. Er vertritt eigenen Angaben zufolge die Interessen von Arbeitnehmern und Beamten in allen Waldbesitzarten.

Im vergangenen Jahr sei in Bayern beim Waldumbau ein Rekordwert von fast 10 000 Hektar erreicht worden, sagte Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) laut einem vorab verbreiteten Redemanuskript. Wegen eines Termins in München wurde ihre Rede auf der Landesversammlung per Video übertragen. Rund 6 Millionen junge Bäume seien gepflanzt und mehr als 2000 Hektar neuer Klimawald gegründet worden.

Von den 200 neuen Stellen für die bayerische Forstverwaltung, die die Staatsregierung 2017 bis 2030 zugesagt habe, seien inzwischen 83,5 Stellen besetzt, sagte Kaniber. Ihr Ziel sei, die übrigen noch schneller als vorgesehen zu schaffen. Der Bund Deutscher Forstleute kritisierte, dass der vor vielen Jahren beschlossene Personalabbau in der Forstverwaltung dabei nicht eingerechnet sei. Unter dem Strich seien bis Ende 2021 deshalb nur acht zusätzliche Stellen entstanden.

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