Gute Noten für Kindergärten

06.03.2007 | Stand 03.12.2020, 6:59 Uhr

Ingolstadt (smr) Noch bis Freitag läuft die Anmeldewoche in allen Ingolstädter Kindergärten. Fürs Jugendamt der ideale Zeitpunkt, die Presse über die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Elternbefragung 2006 zu unterrichten. Zusammenfassend kann man sagen: Die Mehrheit beurteilt die städtischen Einrichtungen sehr positiv, was die pädagogische Arbeit, die Betreuungszeiten oder die Ausstattung betrifft. Sogar mit den neuen Kindergartengebühren, die seit Herbst 2006 gelten und nach der Nutzungsdauer gestaffelt werden, sind die Eltern zufriedener.

Das Jugendamt führt seit 2001 Elternbefragungen durch, seit 2005 sind sie Pflicht. 85 Prozent der Eltern beteiligten sich im Jahr 2006 an der Aktion in den städtischen Kindergärten: Sensationell sei das, meinte Stephan Wild vom Jugendamt. Insgesamt 1062 Fragebögen wurden ausgewertet. Wichtigstes Ergebnis: Fast die Hälfte aller Mädchen und Buben geht sogar sehr gerne in den Kindergarten. Andrerseits sind rund zehn Prozent der Eltern nicht zufrieden mit den pädagogischen Konzepten. Unter anderen wünschten sich manche eine stärkere Verschulung, erklärte Wild.

Die größte Zustimmung, seit es Elternbefragungen gibt, erfuhr das Jugendamt hinsichtlich die Flexibilität bei den Betreuungszeiten . Fast 95 Prozent der Eltern sind damit zufrieden. "Da können wir nicht groß etwas verbessern", sagte Wild. Sogar in den Sommerferien ist in jedem Stadtteil mindestens eine Eichrichtung geöffnet. "Das wird jedoch gar nicht so gut angenommen von den Eltern. Wichtiger sind die Ostern- oder Pfingstferien."

Was die Wünsche und Anregungen der Eltern betrifft, so kristallisierte sich kein besonderes Thema heraus. Vielmehr geht es um Besonderheiten einzelner Einrichtungen, etwa um die Außenanlagen oder um unbefriedigende Verkehrssituationen. Das Jugendamt wiederum würde sich eines von den Eltern wünschen: mehr Mitwirkung. Und zwar nicht nur bei Festen. "Aber das ist nicht sehr gefragt", so Wild.

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