Ingolstadt verliert erstes European-Trophy-Spiel

12.08.2012 | Stand 03.12.2020, 1:11 Uhr
Hart umkämpfter Auftakt der European Trophy. −Foto: Oliver Strisch (www.strisch.de)

Ingolstadt (dk) Der ERC Ingolstadt ist am Sonntagnachmittag beim Auftaktspiel der European Trophy den ZSC Lions Zürich mit 3:4 nach Penaltyschießen unterlegen. Die Torschützen für den ERC waren Patrick Hager, Joe Motzko und Derek Hahn.

Die Panther starteten schnell in ihre erste European-Trophy-Partie. Gleich nach wenigen Sekunden hatte Thomas Greilinger die erste Torchance. Es folgte aber eine Strafzeit gegen Verteidiger Jakub Ficenec. Das Überzahlspiel konnten die Züricher nicht nutzen. Es reichte kaum zum Spielaufbau. Die ersten Spielminuten lag Nebel über der Eisfläche, nachdem die Gästefans verbotenerweise Feuerwerk gezündet hatte. Davon wie auch von den erneuten Strafzeiten gegen Tim Conboy und Craig Weller ließen sich die Ingolstädter nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem ersten Abtasten hatte der Schweizer Torhüter Lukas Flüeler nach Schüssen von Ingolstadts Neuzugang Patrick Hager und Thomas Greilinger etwas zu tun. Im Powerplay acht Minuten vor Schluss fehlte es denn Panthern noch an der Feinabstimmung. Da kamen einige Pässe nicht an. Das sollte sich bis zur 17. Minute bessern. Nach Zuspiel von Tim Conboy und Jared Ross versenkte Neuzugang Patrick Hager zur 1:0-Führung.

 
 
Das zweite Drittel begann ein wenig zerfahren. Das änderte sich in der 24. Minute, als Zürich in doppelter Unterzahl spielte. Das nutzte Ingolstadt und baute durch ein Tor von Joe Motzko die Führung auf 2:0 aus. Es dauerte nur vier Minuten, da verkürzten die Schweizer auf 2:1. Jeff Tambellini überwand Ian Gordon. Im folgenden Überzahlspiel fanden die Lions ihre Position zunächst sofort. Es dauerte rund eineinhalb Minuten, bis sich der ERC befreien konnte. Das Spiel tröpfelte bis fünf Minuten vor Drittelende so dahin. Beiden Mannschaften fehlte es an Ideen. Brenzlig wurde es erst wieder als Tim Conboy 2+10 Minute wegen Checks von hinten bekam. Ian Gordon hielt seinen Kasten gegen Zürich aber sauber. Die Strafzeit war gerade abgelaufen, da nahm auch schon Verteidiger Jeff Likens wegen Beinstellens auf der Bank Platz und die Ingolstädter Unterzahl ging somit fast nahtlos weiter. In der letzten Sekunde der Strafzeit klingelte es dann in der 39. Minute hinter Torhüter Ian Gordon. Torschütze war Mark Bastl.
 
Zu Beginn des dritten Drittels setzten die Panther gleich ein Zeichen. Nach 26 gespielten Sekunden überwand Derek Hahn den Lions-Schlussmann Lukas Flüeler zum 3:2. Die hart erkämpfte Führung währte nicht lange. In der 45. Minute erzielte Ryan Shannon den 3:3-Ausgleich. Beide Mannschaften versuchten nun, die erneute Führung zu erzwingen. Wirklich Zählbares kam bei den Aktionen allerdings nicht heraus. Auch ein weiteres Überzahlspiel konnten die Panther nicht mehr nutzen.
 
Es folgte eine fünfminütige Verlägerung, in der mit je vier Feldspielern gespielt wurde. Kris Sparre kassierte in dieser Situation eine Strafe wegen Hakes. Zürich nahm sofort eine Auszeit. Trainer Marc Crawford gab seinen Spielern genauso letzte Anweisungen wie Ingolstadts Rich Chernomaz. Die Lions bauten sofort ihre Formation auf und machten enorm Druck auf Ian Gordon. Ingolstadt hatte keine Chance, sich zu befreien. Kris Sparre kann sich bei Ian Gordon bedanken. Der hielt überragend.
 
Die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Erst nach sechs Penaltys nahmen die Züricher den 4:3-Sieg mit nach Hause.
 
Patrick Hager kam unter die besten drei Spieler des Tages.
 

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