Neuburg

Die glorreichen Sieben

Kanusport: DRCN-Nachwuchs startet bei der Deutschen Meisterschaft in Köln

04.09.2013 | Stand 02.12.2020, 23:43 Uhr

Diese Sieben gehen in gut einer Woche für den Donau Ruderclub Neuburg in Köln aufs Wasser: An der Deutschen Meisterschaft nehmen (hinten von links) Florian Egeler, Ludwig Degmayr, Conrad Bergmann, Noah Appel, (vorne von links) Carola Schmidt, Verena Schmidt und Sarah Winter teil - Foto: Monika Sandnder

Neuburg (DK) Der Nachwuchs beim Donau Ruderclub Neuburg (DRCN) greift nach den Sternen: Sieben Kanuathleten werden bei der Deutschen Meisterschaft in Köln (10. bis 15. September) an den Start und auf die Jagd nach Titeln gehen.

Auf welch hohem Niveau die Deutschen Rennkanuten paddeln, bewiesen sie eindrucksvoll vergangene Woche bei den Weltmeisterschaften in Duisburg. Mit neun Gold-, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen gewann die Deutsche Mannschaft die Nationenwertung vor Ungarn und den anderen 76 teilnehmenden Ländern. Viele der frischgebackenen Weltmeister lassen es sich nicht nehmen und kämpfen vom 10. bis 15. September in Köln auf dem Fühlinger See für ihre Heimatvereine um die nationalen Titel. Sieben Nachwuchsathleten des DRCN haben sich ebenfalls für dieses Großereignis qualifiziert.

Für Carola Schmidt, Sarah Winter, Verena Schmidt, Noah Appel, Florian Egeler, Conrad Bergmann und Ludwig Degmayr gilt es, ihre besten Ergebnisse zu erzielen und nicht in Nervosität zu verfallen. Die Sportler haben alle sehr gut trainiert. Vor allem die Leistungsträgerinnen Carola Schmidt und Sarah Winter (beide 16 Jahre) arbeiten seit elf Monaten akribisch und intensiv auf diesen Saisonhöhepunkt hin (wir berichteten). Die damit verbundenen Entbehrungen nehmen sie hoch motiviert in Kauf.

Als unmittelbare Wettkampfvorbereitung absolvierten alle sieben Athleten einen zehntägigen Verbandslehrgang in Oberschleißheim mit vier bis fünf Trainingseinheiten pro Tag. Dazu gehörten Wassertraining im K1, K2 oder K4 (insgesamt 315 Kilometer) sowie allgemeine Ausdauer und Athletik (Hantel-, Zirkel- und Lauftraining). Die letzten Tage auf der Donau wurden die Sportler nochmals an ihre Belastungsgrenze herangeführt, um an ihrer Wettkampfhärte zu arbeiten. Bis zum Wettkampfbeginn gilt es nun, die allgemeine und spezifische Ausdauer und Athletik zu erhalten.

Sportwart Norbert Winter, der zugleich auch als Heim- und Verbandstrainer agiert, will die Erwartungen nicht zu hoch schrauben: „Mich würde es freuen, wenn alle Teilnehmer zufrieden von den Wettkämpfen heimkämen. Die Trauben hängen verdammt hoch! Für die meisten gilt es, Erfahrungen zu sammeln auf höchstem Niveau.“

Bei Carola Schmidt und Sarah Winter, die sich schon zum vierten Mal für die Deutschen Kanu-Rennsportmeisterschaften qualifiziert haben, sieht es etwas anders aus. „Bei den amtierenden Süddeutschen Meisterinnen ist in meinen Augen einiges möglich. Ergebnisse unter den ersten sechs wären toll, aber wie schon erwähnt, die Konkurrenz ist sehr stark. Wenn alles klappt und das nötige Glück dabei ist, wer weiß, vielleicht ist dann sogar eine Medaille möglich. Das wäre aber schon wirklich herausragend.“

Am Sonntag machen sich die Neuburger Kanuten mit ihrem Bootsmaterial auf den Weg nach Köln und wünschen sich, fit an den Start zu gehen und ihre persönlichen Bestleistungen abrufen zu können. Die Aktiven hoffen auf einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltung und faire Bedingungen.

URL: https://www.donaukurier.de/archiv/die-glorreichen-sieben-4498318
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