Fall Woedl - die Hintergründe

04.09.2014 | Stand 02.12.2020, 22:17 Uhr

Eigentlich hatte der Pfaffenhofener Kreistag vor über einem Jahr mit breiter Mehrheit beschlossen, dass man den im Zuge der Klinikkrise beurlaubten und später fristlos gekündigten Krankenhausgeschäftsführer Marco Woedl keine Abfindung zahlen wolle.

Im Raum standen damals immerhin 450 000 Euro. Nun, da man allem Anschein nach doch eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit dem Ex-Klinikchef scheut (angeblich wegen durchwachsener Erfolgsaussichten), steht eine gütliche Einigung wieder zur Diskussion.

„Für den Kreistag gilt es abzuwägen und die beste Lösung für den Landkreis und die Ilmtalklinik zu finden“, bestätigt Landrat Martin Wolf (CSU). Wie berichtet hatte er bereits Anfang August mit den Fraktionsspitzen diskutiert, ob man einen außergerichtlichen Vergleich anstreben sollte. Im Raum steht, dass dieser mit einer Zahlung von etwa 190 000 Euro an den Ex-Klinikchef verbunden wäre. Dessen Anwälte haben laut Landrat Wolf bereits signalisiert, dass mit dieser Abfindungssumme ein Kompromiss denkbar sei.

mck

URL: https://www.donaukurier.de/archiv/fall-woedl-die-hintergruende-4220545
© 2022 Donaukurier.de