Waidhofen

Mobilfunkmast Thema im Rat

Gemeinderat debattiert über alternativen Standort

21.11.2014 | Stand 02.12.2020, 21:57 Uhr

Waidhofen (udp) Einmal mehr war das gemeindliche Grundstück, das der Gemeinderat dem Mobilfunkanbieter Vodafone zur Versetzung des Funkmastens in Stadel anbietet, Thema im Waidhofener Gemeinderat.

Grund für einen alternativen Standort sind gesundheitliche Beschwerden, über die Einwohner von Stadel seit geraumer Zeit klagen.

Vodafone stellt an den Alternativstandort folgende Kriterien: die Bereitstellung eines entsprechenden Grundstücks, Entfernung der Bepflanzung sowie eine Erschließung mit Strom und Zuwegung. Einzig Hürde, die sich dabei auftut: Auf dem ins Auge gefassten Grundstück gibt es noch keine Stromversorgung. 800 bis 900 Meter Stromleitung, die über 70 000 Euro kosten würde, seien dazu erforderlich, sagte Bürgermeister Josef Lechner, „das kann die Gemeinde ganz sicher nicht übernehmen“.

Weil das Grundstück von den Plänen zum Ausbau der B 300 betroffen wäre, hatten die Gemeinderäte das Ingolstädter Bauamt um Stellungnahme gebeten. Nach derzeitigem Planungsstand für den dreistufigen Ausbau der B 300 östlich von Waidhofen werde die Bepflanzung im Bereich des Parkplatzes voraussichtlich vollständig entfallen, so das Bauamt. Weil sich die Planung noch in Bearbeitung befinde, könne eine rechtsverbindliche Zusage derzeit jedoch noch nicht getroffen werden. Er habe auch noch weiter recherchiert, berichtete Lechner. Privatpersonen würden für die Errichtung eines Mastens auf ihrem Grundstück teilweise bis zu 600 Euro monatlich gezahlt, oft gebe es auch kostenlose Handys und andere Vergünstigungen. Er könne sich vorstellen, dem Anbieter entgegenzukommen, indem man ihm das Grundstück für einen gewissen Zeitraum kostenlos zur Verfügung stellt.

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