Weichering

Planungen für Photovoltaik gehen weiter

Weicheringer Gemeinderat treibt Projekt neben der Bahnlinie voran Heuer nur eine Bürgerversammlung

21.02.2017 | Stand 02.12.2020, 18:37 Uhr

Weichering (shm) Die Gemeinde Weichering forciert die Errichtung einer Photovoltaikanlage an der Bahnlinie. Der Gemeinderat beschloss jetzt, die Planungen weiter voranzutreiben. Geplant ist dazu auch eine Bürgerbeteiligung, hieß es in der Sitzung des Gremiums.

Das Projekt diskutierten die Kommunalpolitiker jedoch durchaus kontrovers. Geplant ist, dass auf einer gemeindlichen Fläche nördlich der Bahnstrecke eine Photovoltaikanlage entstehen soll. Das Areal ist innerhalb der 110-Meter-Differenzlinie zur Bahnstrecke und eignet sich daher für solche Vorhaben. Auf einer ein Hektar großen Fläche könnten dadurch bis zu drei Meter hohe Solarmodule entstehen. Möglich wäre eine jährliche Stromleistung von 750 000 Kilowattstunden. Andreas Klier von der für das Projekt vorgesehenen Firma Anumar aus Ingolstadt hatte das Vorhaben vorgestellt.

Bürgermeister Thomas Mack (CSU) sieht darin die Möglichkeit, als Gemeinde einen Beitrag für die notwendige Erzeugung erneuerbarer Energie zu leisten. Angedacht ist, das Projekt mit Beteiligung der Bürger, also eine Bürgerenergie-Genossenschaft, zu verwirklichen.

Die Landwirte Georg Niedermeier und Christian Lautner, zugleich Gemeinderäte der DGW-Fraktion, sehen das Vorhaben unterdessen kritisch. Sie erachteten den Verbrauch der ohnehin schon geringen landwirtschaftlichen Flächen als problematisch. Ein weiterer Punkt, den unter anderem Karl Beck (CSU) anführte: Am Ende wird es möglicherweise an den Flächen entlang der Bahntrasse nur noch Solarfelder geben. Dennoch entschied sich das Gremium mit acht zu sechs Stimmen, die Idee weiter zu verfolgen.

Zwei Urnenwände mit je zehn Kammern sollen es sein, die an den Friedhöfen in Lichtenau und Weichering aufgestellt werden. Die Entscheidung war einstimmig, die Frage um die Farbe fiel jedoch äußerst knapp aus. Am Ende stand fest, dass die zehn Urnenkammern braun werden. Das betonierte Fundament sollen die Gemeindearbeiter errichten. Insgesamt wird die Anschaffung und Errichtung der beiden Urnenbeisetzungsmöglichkeiten rund 25 000 Euro kosten. In Weichering wird das Ensemble hinter dem Leichenhaus errichtet, in Lichtenau hat man den Platz neben dem alten Kriegerdenkmal im Auge.

Zum geplanten Kiesabbau in Kochheim gibt auch Weichering eine negative Stellungnahme ab. Hauptgründe sind der drohende Flächenverbrauch und die damit einhergehende Existenzbedrohung der Landwirte sowie die Naturbelastung und der zunehmende Verkehr.

Weiter beschloss das Gremium, dass sich die Gemeinde am Förderverfahren zum Breitbandausbau beteiligen wird. Dadurch sollen die letzten Lücken im DSL-Netz verschwinden, im gesamten Ortsgebiet soll eine Mindestgeschwindigkeit von 30 Megabit pro Sekunde möglich sein. Der Anteil der Kosten liegt bei etwa 20 Prozent der veranschlagten Ausgaben von 350 000 Euro.

Bei den Bürgerversammlungen ist ein Versuch geplant: jährlich nur noch eine Versammlung - abwechselnd in Lichtenau und Weichering. Diesmal ist das Treffen am 17. März um 19.30 Uhr im Gasthaus Hammer in Lichtenau.

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