Eichstätt

Zu wenige aktive Schiedsrichter

60 zusätzliche Referees können Mangel im Fußballkreis Neumarkt/Jura nicht lindern

23.02.2018 | Stand 02.12.2020, 16:46 Uhr
Die drei Gruppenobmännner der Schiedsrichter im Fußballkreis Neumarkt/Jura: Uwe Wichmann, Sven Laumer, Oliver Johannes (v.l.). −Foto: Schmitt

Eichstätt (EK) Erst kürzlich ist er als Obmann der Fußball-Schiedsrichtergruppe Jura Nord wiedergewählt worden. Nun hat ihn auch der Kreis erneut als Chef bestimmt. Beim Kreistag am Sonntag soll Sven Laumer offiziell erneut zum Schiedsrichterobmann im Fußballkreis Neu-markt/Jura gewählt werden.

Das hat die Hauptversammlung der drei Gruppenschiedsrichterausschüsse in Leerstetten einstimmig beschlossen. Der 35-jährige Informatikprofessor und Bayernliga-Referee aus Schwabach könnte damit in seine zweite Amtsperiode gewählt werden. Voraussichtlich aber nur bis Mai. Denn dann wird Laumer den Wünschen der Landesebene zufolge in den Verbandsschiedsrichterausschuss berufen werden. Wie es danach im Kreis Neumarkt/Jura bei der Schiedsrichterführung weitergeht, steht noch nicht fest.

Schließlich werden nach dem so gut wie sicheren Wechsel Laumers auf die Verbandsebene zwei neue Gruppenobmänner mit an der Spitze des Kreises stehen. Wer Kreisobmann werden solle, darüber müssten ab sofort intensive Gespräche in den Leitungsgremien der Gruppen geführt werden, hieß es. Der bei der Gruppenversammlung bereits für Jura-Nord mitgewählte Michael Winkler aus Georgensgmünd und der für Jura-Süd ebenfalls neue Gruppenobmann Uwe Wichmann von der DJK Gnotzheim komplettieren dann die Kreisspitze der Unparteiischen. Dritter im Bunde ist der als Obmann der Gruppe Neumarkt wiedergewählte Oliver Johannes.

Laumer hatte der Kreisschiedsrichterversammlung eine erfolgreiche Bilanz seiner vierjährigen Arbeit als Obmann vorgelegt. In dieser Zeit haben die Gruppen knapp 200 neue Fußballschiedsrichter ausgebildet. Deshalb sei die Zahl der Unparteiischen im Kreis von 880 auf 940 gewachsen. Was Laumers Worten zufolge allerdings immer noch zu wenig ist. "Zu viele Spiele bleiben unbesetzt, weil zu wenige aktive Schiedsrichter zur Verfügung stehen", sagte Laumer. Die Schiedsrichter des Kreises Neumarkt/Jura haben im Laufe der vergangenen vier Jahre 48 554 Spiele geleitet.

Laumer beklagte auch einen Aderlass an der Leistungsspitze des Kreises. "Mit Franziska Haider von der SpVgg Roth und Michael Winkler vom TSV Rittersbach haben zwei Bayernliga-Schiris ihre Laufbahn beendet." Er selbst werde die Bayernliga nach Ende der laufenden Saison verlassen. Zugleich könne sich der Kreis aber über drei Landesliga-Neulinge freuen. Außerdem habe man mit Angelika Söder eine Spitzenschiedsrichterin in seinen Reihen. Die 28-jährige vom TSV Ochenbruck gehört als Fifa-Schiedsrichterin zu den besten Referees der Welt.

URL: https://www.donaukurier.de/archiv/zu-wenige-aktive-schiedsrichter-3221142
© 2022 Donaukurier.de