Lenting

Lentinger Schule bekommt "Marktplatz" in der Pausenhalle

Spitze des Schulverbands und Schulleitung zeigen sich mit zu Ende gehendem Jahr zufrieden

22.11.2018 | Stand 02.12.2020, 15:11 Uhr

Lenting (grs) In der öffentlichen Sitzung des Schulverbands Lenting gab es keine erhobenen Zeigefinger.

Verbandsspitze und Schulleitung waren mit 2018 und auch miteinander zufrieden. Dies galt für Berichte, Haushalt und Investitionsplanung.

Die Zustimmung zum Haushalt 2019 war, abgestützt durch die vier Verbandsgemeinden, eher eine Formsache. Im Verwaltungs- und Vermögensetat der Schule für das nächste Jahr sind 1292300 Euro eingesetzt. Dies sind 15600 Euro weniger als im Jahr zuvor.

Der ungedeckte Teil des von Geschäftsleiter Stephan Gmöhling vorgetragenen Etats wird als Schulverbandsumlage auf die Verbandsgemeinden umgelegt. Gemäß Schülerzahl auf Lenting 484337 Euro, Hepberg 96867, Stammham 138086, Wettstetten 94806 Euro. Pro Kopf sind damit etwas über 2000 Euro angesetzt. Aus Lenting kommen 395, Hepberg 47, Stammham 67, Wettstetten 46 Schüler.

Um dieses Geld ging es erst beim letzten der fünf Punkte auf der Tagesordnung. Eingeleitet wurde die Sitzung mit dem Bericht von Schulleiter Daniel Bösl über Schülerzahlen, deren Herkunft, Entwicklung und das später vom Vorsitzenden behandelte Projekt "Marktplatz". Der neue Mann an der Spitze der Grund- und Mittelschule scheint rundum zufrieden, spricht von einer vielseitigen Unterstützung sowie unkompliziertem Umgang an dieser Schule. Eine solche Grundeinstellung drückt sich auch bei Bürgermeister Christian Tauer aus, wenn er als Schulverbandsvorsitzender über das Haus redet. Derzeit richtet sich sein besonderes Augenmerk auf das erwähnte neue Projekt, das dem sanierten Bauabschnitt III des Schulkomplexes folgen soll und als "Marktplatz" in der Pausenhalle angesiedelt wird. Vorausgegangen sei dazu, so Tauer, ein gemeinsamer Workshop mit Schulleitung, Lehrern und Innenarchitekten als extremen Beratern.

Eine der Möglichkeiten: Neben einem Ecksofa wird dieser "Marktplatz" in der Pausenhalle mit vier Tisch- und Sitzgruppen ausgestattet, an denen künftig die Gruppenarbeit der Klassen im Bau III intensiviert werden kann. Zudem erhält die Schule die Grundausstattung an Tablets-PCs, die für gemeinsame Recherchen während des Unterrichts oder der Gruppenarbeit genutzt werden können. Tauer: "Da wird die Ausstattung der Grund- und Mittelschule um das digitale Klassenzimmer erweitert. " Der kleine Nachsatz dazu: Welches derzeit vom Freistaat bezuschusst wird!

Nicht gespart haben Schule und Verband mit gedruckter Information für die Sitzungsteilnehmer. Da ist auch nachzulesen, dass in Lenting 144 Grundschüler und 381 Mittelschüler sind, davon 46 Prozent (177) Ganztagesklassenschüler, 54 Prozent (204) Halbtagesklassenschüler. In der Mittelschule sind aus Lenting 91, Stammham 67, Wettstetten 48, Hepberg 46, Großmehring 74, Kösching 48, plus Gastschüler 7.

Was im Projekt "JaS" (Jugendsozialarbeit an Schulen) des Kreisjugendrings zusammengefasst ist, bezieht sich unter anderem auch auf dessen Umfang an Beratungen. Im letzten Schuljahr waren es 165 solcher Einsätze für Schüler, 72 für Eltern; das Jahr zuvor 111 beziehungsweise 33.

Ein "schulischer Ausblick" ist nicht gerade überraschend: Die Statistiker gehen nämlich davon aus, dass die Mittelschule Lenting, heute mit 381 Schülern in 20 Klassen, in fünf Jahren im Schuljahr 2023/24 bei gleicher Klassenzahl auf gerade mal 388 Schüler anwachsen wird.

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