Ingolstadt

Kein Schulverbund mit Karlskron

Der zuständige Stadtreferent Gabriel Engert erteilt den Gedankenspielen aus der Landkreis-Gemeinde eine klare Absage

31.07.2019 | Stand 02.12.2020, 13:22 Uhr
  −Foto: Hammer, Cornelia, Ingolstadt

Ingolstadt (peh) Auf entschiedenen Widerspruch stoßen bei Ingolstadts Kulturreferent Gabriel Engert (Foto) die Pläne für eine schulische Zusammenarbeit mit Karlskron.

"Einen Schulverbund mit Karlskron kann ich mir nicht vorstellen", sagte er dem DK. Für die Stadt bestehe keine Notwendigkeit dafür, für die Ingolstädter Mittelschüler aus dem Süden würde es sogar eine Verschlechterung bedeuten. "Wir bieten alles", sagte Engert. Außerdem seien Mittelschulverbünde sehr schwierig umzusetzen. Laut Engert bedeutet ein Verbund nämlich eine gemeinsame Schule, so dass ein Teil des Unterrichts in Ingolstadt und ein Teil in Karlskron stattfinden müsste.

Wie gestern berichtet, strebt Stefan Kumpf (CSU), der Bürgermeister der Donaumoosgemeinde, einen Mittelschulverbund mit Ingolstadt an. Jugendliche aus dem Süden der Stadt, vor allem aus Zuchering, könnten seiner Vorstellung nach statt in Ingolstadt in Karlskron den Unterricht besuchen. Die Entfernung wäre auch nicht weiter als bis zum Schulzentrum Südwest, so Kumpf, Busse verkehren ohnehin und Ingolstadt würde so entlastet. Hintergrund ist, dass Karlskron im nächsten Schuljahr keine 5. Klasse mehr bilden kann und diese Schüler nach Karlshuld fahren müssen. Langfristig sieht Kumpf den Mittelschulstandort Karlskron in Gefahr. Er hatte angekündigt, den bisherigen Schulverbund mit Karlshuld mit Wirkung zum September 2020 zu kündigen.

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