Kunstrad

Milena Slupina löst WM-Ticket

Fahrerin vom TSV Bernlohe gewinnt German Masters trotz einiger Schwierigkeiten

29.09.2021 | Stand 27.11.2021, 3:34 Uhr
Auf den Weltrekord folgte ein kleiner Durchhänger: Milena Slupina vom TSV Bernlohe blieb in Nufringen erstmals bei der diesjährigen German-Masters-Serie unter 190 Punkten. −Foto: Schwarz (Archiv)

Nufringen - Nur zwei Wochen nach ihrem phänomenalen Weltrekord war Kunstradfahrerin Milena Slupina vom TSV Bernlohe bei den 3. German Masters in Nufringen nur noch ein Schatten ihrer selbst und steckte mit Platz zwei die erste kleine Niederlage in diesem Jahr ein.

Allerdings war Nufringen für viele Spitzenfahrer ein schwieriges Pflaster. Trotzdem sicherte sich Slupina bei der diesjährigen German-Masters-Serie den Gesamtsieg und löste ihr Ticket für die Hallenrad-WM (29. bis 31. Oktober) in Stuttgart bereits vorzeitig.

"Der Boden in Nufringen war nicht so einfach zu befahren. Auf der Fläche waren mehrere Bodenwellen und insgesamt war das Fahren kräftezehrend für mich", erklärt Slupina ihren etwas überraschenden zweiten Platz im dritten Wettkampf der German Masters. Einige Sportlerinnen und Sportler hätten daher die Schwierigkeit ihres Programmes reduziert - sie selbst aber blieb bei dem zuvor gemeldeten Wert von 201,30 Punkten. Doch schon in der Vorrunde schwächelte die Rotherin und blieb erstmals in den diesjährigen Masters-Wettbewerben unter 190 Punkten. Ein Sturz bei der Lenkerstanddrehung und ein zusätzlicher Absteiger hatten zu Punktabzügen geführt. Das Ergebnis von 187,48 Punkten bedeutete aber dennoch Platz eins nach der Vorrunde, und Slupina wusste sofort, dass sie sich mit diesem Ergebnis vorzeitig einen Startplatz für die WM in Stuttgart gesichert hat.

Beim Finale am Abend ging es für Slupina dann noch um die Gesamtwertung der German-Masters-Serie. Dabei zeigte sie erneut eine durchwachsene Leistung und kam nicht einmal auf 180 Punkte. Aber ihre Mitbewerber konnten ihre Schwäche nicht nutzen. Nur Lara Füller vom RKV Poppenweiler konnte ihr den blitzsauberen Masters-Gesamtsieg etwas verschmutzen. Mit 178,53 Punkten landete die Rotherin in der Abendrunde hinter Füller auf Platz zwei. Slupina sicherte sich damit aber dennoch souverän ihren zweiten German-Masters-Gesamtsieg. Das erste Mal hatte sie die dreiteilige Serie im Jahr 2017 gewonnen. "Bei der Erinnerung an vergangene Masters-Serien ist mir aufgefallen, dass ich seit 2017 in jeder Vorrunde unter die drei Erstplatzierten gefahren bin und damit die vierte Saison in Folge (2020 ist die Serie ausgefallen) bei allen Finalveranstaltungen dabei war. Das ist schon etwas Besonderes und ein persönlicher Erfolg", freut sich Slupina.

Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft hatte Slupina bereits beim ersten Masters-Wettkampf erreicht. Nun ist auch klar, dass sie für die Weltmeisterschaft in Stuttgart als deutsche Nummer eins qualifiziert ist - auch wenn der Vorlauf der Deutschen Meisterschaft als Teil der WM-Qualifikation sogar noch aussteht.

Die Weltmeisterschaft findet dann vom 29. bis 31. Oktober in der Porsche-Arena in Stuttgart statt und ist "nach meinen drei bisherigen Teilnahmen in Österreich, Belgien und der Schweiz meine erste Heim-WM". Zunächst will Slupina aber bis zur Deutschen Meisterschaft in Moers (8. bis 9. Oktober) wieder Kräfte sammeln, denn der Oktober ist mit Terminen vollgepackt. Für die Nationalmannschaft gibt es vom 15. bis 17. Oktober einen WM-Vorbereitungslehrgang in Albstadt und eine Woche später (23. Oktober) findet das Weltcup-Finale in Albstadt statt. Auch dort steht sie aktuell an der Spitze, kann aber noch auf Platz zwei abrutschen.

HK

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