Dienstag, 19. Juni 2018
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Schrobenhausener Spezialtiefbaukonzern profitiert von starkem Maschinenbau und bestätigt Jahresziele

Bauer sieht sich auf Kurs

Schrobenhausen
erstellt am 14.11.2017 um 20:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (DK) Das hervorragend laufende Geschäft mit Maschinen haben den Spezialtiefbau- und Maschinenbaukonzern Bauer in den ersten neun Monaten des Jahres gut vorangebracht. Dagegen schwächeln die Sparten Bau und Resources, wie das Unternehmen gestern in Schrobenhausen berichtete.
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Schrobenhausen: Bauer sieht sich auf Kurs
Er kommt bis zu 80 Meter tief: Ein MC 64 Seilbagger von Bauer wird in China eingesetzt. - Foto: Vohs/Bauer AG
Schrobenhausen

Gleichwohl bestätigte Bauer die im August angehobene Prognose für das Gesamtjahr.

Das mit mehr als 110 Tochterfirmen in rund 70 Ländern der Welt tätige Unternehmen steigerte den Angaben zufolge bis Ende September die Gesamtkonzernleistung im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 22 Prozent auf gut 1,39 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse nahmen sogar um 27,5 Prozent auf knapp 1,27 Milliarden zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um gut ein Fünftel von 38 Millionen auf 49,9 Millionen Euro. Nach Steuern blieben Bauer 6,9 Millionen Euro, nachdem in den ersten neun Monaten 2016 unterm Strich noch ein Minus von vier Millionen Euro stand.

Dabei sitzt der Konzern nach wie vor auf einem hohen Auftragsbestand in Höhe von 977,3 Millionen Euro. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, entwickelte sich das Geschäft der einzelnen Sparten sehr unterschiedlich. Dabei profitierte der Maschinenbau vor allem "von einem sehr guten Auftragseingang" in Höhe von 588 Millionen (Euro) - ein Plus von 20,5 Prozent. Die Gesamtkonzernleistung des Segments legte um 24,3 Prozent auf 579 Millionen Euro zu, der Umsatz sogar um 39 Prozent auf knapp 481 Millionen Euro. Das operative Ebit konnte Bauer auf 46,7 Millionen Euro mehr als verdoppeln.

Im Baubereich legte die Gesamtkonzernleistung zwar um 29 Prozent auf 666,5 Millionen Euro zu, doch sackte das Ebit deutlich von 12,6 Millionen auf 7,3 Millionen ab. Bauer machte dafür "einzelne unbefriedigende Projekte in Deutschland und Australien sowie negative Effekte aus Währungsveränderungen" verantwortlich. Dabei hat das Unternehmen hier noch 516,5 Millionen Euro an Aufträgen in den Büchern stehen.

Das Segment Resources (Umwelt, Wasser, Bodenschätze) ist "unter anderem von der nur langsamen Erholung der Rohstoffmärkte und Restrukturierungsmaßnahmen beeinträchtigt". Die Gesamtkonzernleistung liegt nach neun Monaten mit 193,5 Millionen Euro um 5,8 Prozent unter Vorjahr, beim Ebit muss Bauer sogar ein Minus von 5,3 Millionen Euro hinnehmen - nach einem positiven Ergebnis von 3,4 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr geht Bauer von einer Gesamtkonzernleistung von etwa 1,8 (Vorjahr: knapp 1,58) Milliarden, einem Ebit von rund 75 (68,3) Millionen und einem Nachsteuerergebnis von etwa 23 bis 28 (14,4) Millionen Euro aus. Die Anleger blieben indes skeptisch: An der Börse notierte die Aktie gestern Abend mit 27,85 Euro 1,88 Prozent niedriger als am Vortag.

Von Carsten Rost
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