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BMW, Daimler und Audi mit Verkaufszahlen auf Rekordniveau Börse reagiert mit steigenden Kursen

Gute Nachrichten von Oberklasseherstellern

München (DK
erstellt am 12.07.2016 um 22:23 Uhr
aktualisiert am 05.08.2016 um 03:33 Uhr | x gelesen
München (DK) Daimler und BMW haben mit guten Nachrichten die Börse überrascht - die Aktien der beiden Autokonzerne legten gestern kräftig zu und zogen den Dax mit hoch. Daimler hat seinen Betriebsgewinn im 2. Quartal um 200 Millionen auf 3,97 Milliarden Euro gesteigert, und BMW verkaufte dank starker Nachfrage in Europa und Asien im Juni gut 9 Prozent mehr Autos - ein neuer Rekord. Audi hatte zuvor von einem kräftigen Absatzplus sowohl im Juni als auch im 1. Halbjahr berichtet.
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Damit sind die ersten sechs Monate für alle drei deutschen Oberklassehersteller zumindest hinsichtlich der Verkaufszahlen gut gelaufen. BMW veräußerte seit Januar weltweit 1,163 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce - ein Plus von 5,8 Prozent. Damit hat BMW beim Absatz die Nase noch knapp vorn, aber Mercedes holt rasant auf: Die Stuttgarter verkauften im 1. Halbjahr 1,080 Millionen Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart - ein Plus von 12,5 Prozent. Audi setzte im gleichen Zeitraum 953 200 Fahrzeuge ab (plus 5,9 Prozent).

In Europa, wo die drei Autobauer die Hälfte ihrer Fahrzeuge verkaufen, und in China zieht die Nachfrage auf hohem Niveau an. Aber der US-Markt stagniert - und macht BMW immer mehr Sorgen: Während der Absatz der Münchner in Europa im 1. Halbjahr um gut 11 Prozent hochschnellte, fiel er in den USA um über 10 Prozent. Nicht nur die Minis und die BMW-Limousinen verkauften sich schlechter - auch der Absatz der großen SUV-Modelle schrumpfte deutlich.

Eine BMW-Sprecherin erklärte dies gestern mit der hohen Nachfrage im Vorjahr und den Modellzyklen. Die Produktion der großen SUV-Modelle X 5 und X 6 in Spartanburg laufe am Anschlag, aber die Modelle würden nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und Asien verkauft. LBBW-Analyst Frank Biller sagte: "Die Frage ist, in welchen Märkten verkaufe ich die Fahrzeuge, wo bin ich besonders profitabel." BMW halte sich auch mit Rabatten eher zurück. BMW-Vertriebschef Ian Robertson sagte, trotz einiger schwieriger Märkte wachse der BMW-Konzern nachhaltig und profitabel.

Bei Daimler ist in der Autosparte trotz des enormen Absatzwachstums im 2. Quartal jedoch der bereinigte Betriebsgewinn von 2,23 auf 2,21 Milliarden Euro gesunken. Rückstellungen von 440 Millionen Euro für den Rückruf von Autos mit Takata-Airbags waren dabei noch nicht mitgerechnet. Audi legt seine Quartalsbilanz am 29. Juli vor, BMW am 2. August.

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