Dienstag, 21. August 2018
Lade Login-Box.

US-Handelskammer schlägt Alarm

Nafta in Gefahr

Mexiko-Stadt
erstellt am 11.10.2017 um 21:32 Uhr
aktualisiert am 02.11.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Mexiko-Stadt (AFP) Die US-Handelskammer hat wegen der harten Verhandlungslinie der Regierung von Präsident Donald Trump vor einem Scheitern der neuen Verhandlungsrunde über das nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) gewarnt. Auf dem Verhandlungstisch lägen "mehrere giftige Pillen", die das Aus für das gesamte Abkommen bedeuten könnten, sagte der Präsident der größten Unternehmensvertretung der USA, Thomas Donohue, am Dienstag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt.
Textgröße
Drucken

"Wir haben einen kritischen Punkt erreicht", so Donohue. Deshalb habe er keine andere Wahl, als die "Alarmglocken zu läuten". Er kritisierte insbesondere die "unangemessene" Fokussierung Trumps auf das US-Handelsdefizit mit Mexiko und die von Washington geforderten Änderungen der Herkunftsregeln, nach denen die Bestandteile von Produkten zu einem gewissen Anteil aus den USA stammen sollen.

Gestern begann in Arlington (Virginia) die vierte Verhandlungsrunde über die Neuausrichtung des Freihandelsabkommens zwischen Mexiko, Kanada und den USA. Für die mexikanische Wirtschaft ist Nafta ein Eckpfeiler. Rund 80 Prozent der Exporte des Landes gehen in die USA.

Mexikanische Firmen riefen die Regierung Mexikos wiederholt dazu auf, in den Nafta-Gesprächen nicht nachzugeben. "Es besteht die Möglichkeit, dass wir den Verhandlungstisch verlassen, weil unsere Partner Dinge verlangen, die Mexiko nicht liefern kann", kündigte Juan Pablo Castañón, Präsident des Koordinierungsrates für die mexikanische Wirtschaft, an.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!