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Hans Georg Huber baute den Berchinger Familienbetrieb zur Weltfirma aus – Er starb mit 71 Jahren

"Ethisch denkender Unternehmer"

Berching
erstellt am 17.03.2014 um 20:01 Uhr
aktualisiert am 17.03.2014 um 23:05 Uhr | x gelesen
Berching (DK) Der Unternehmer Hans Georg Huber ist tot. Der Seniorchef und Aufsichtsratsvorsitzende von Huber SE Technology starb in der Nacht zum Samstag überraschend im Alter von 71 Jahren. Hans Huber hatte den Familienbetrieb mit Sitz in Berching-Erasbach (Kreis Neumarkt) gemeinsam mit seinem Bruder Karl-Josef Huber von einem mittelständischen Unternehmen mit 25 Angestellten zu einem der weltweit führenden Firmen auf dem Gebiet der Umwelttechnik ausgebaut, mit dem Schwerpunkt auf Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung und etwa 1000 Mitarbeitern in 60 Ländern.
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Berching: "Ethisch denkender Unternehmer"
Weltoffen und heimatverbunden: Hans Georg Huber - Foto: Fehr
Berching

Der langjährige Firmenchef hatte Beraterfunktionen auch bei internationalen Gremien inne und wurde wegen seines Einsatzes für den behutsamen und bewussten Umgang mit der Ressource Wasser und für sein visionäres Denken vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Umweltpreis, dem mit 500 000 Euro höchst dotierten Umweltpreis Europas. Seit der Gründung des Umweltcluster Bayern wirkte er bis im vergangenen Jahr als dessen Sprecher und übernahm die Aufgabe eines Vermittlers zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Außerdem war der Diplom-Ingenieur Initiator für die Gründung der Huber-Technology-Stiftung. Der Präsident der Technischen Universität München, Wolfgang Herrmann, hatte Huber anlässlich dessen 70. Geburtstags im September 2012 als „ethisch denkenden Unternehmer“ gewürdigt.

Huber war ein weltoffener und weltgewandter Mensch – mit engem Bezug zu seiner Heimat, wo er sich vielfach sozial engagierte. Trotz des großen Erfolgs ist er bescheiden geblieben und wurde von vielen als humorvoller und kluger Gesprächspartner und Ratgeber geschätzt. Er sei vor allem „seinen Mitarbeitern, der Familie und der Region“ verbunden und verpflichtet, hatte er in einem Gespräch mit unserer Zeitung vor knapp zwei Wochen gesagt.

Von Katrin Fehr
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