Dienstag, 22. Mai 2018
Lade Login-Box.

Ledvance-Betriebsrat erarbeitet Vorschläge zur Zukunft der Firma

Alternativen zum Stellenabbau

Augsburg
erstellt am 24.11.2017 um 20:20 Uhr
aktualisiert am 18.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Augsburg/Eichstätt (DK) Enttäuscht, wütend, verunsichert - so schilderten die Betriebsratsvorsitzenden verschiedener deutscher Ledvance-Standorte die Stimmung unter den Mitarbeitern. Auf einer Pressekonferenz der IG Metall mit dem Gesamt- sowie dem Konzernbetriebsrat in Augsburg berichteten die Vertreter am Freitag über die aktuelle Situation und erläuterten die weiteren Schritte der Arbeitnehmer.
Textgröße
Drucken

Die Empörung unter der Belegschaft sei groß gewesen, als die Geschäftsführung von Ledvance am Montag vergangener Woche die Schließung des Augsburger Standortes bis Ende 2018 ankündigte. Neben Augsburg soll auch das Werk Berlin geschlossen werden. In den Fabriken in Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) und in Eichstätt sowie in der Zentrale in Garching bei München soll ebenfalls Personal abgebaut werden. Die ehemalige Osram-Tochter hat seit Jahren Probleme, weil die klassischen Ledvance-Produkte wie Leuchtstoffröhren durch den Trend zu LED-Lampen ein Auslaufmodell sind. Für die Belegschaft in Eichstätt seien die geplanten Einsparungen ein "schwerer Schlag", erklärte Betriebsratsvorsitzender Hubert Roßkopf. 250 der insgesamt 500 Stellen sollen dort abgebaut werden.

Die Beschäftigten des Leuchtmittelherstellers wollen sich mit dem Stellenabbau aber nicht abfinden und ein Alternativkonzept für alle betroffenen Standorte vorlegen. Dazu werde zunächst ein Wirtschaftssachverständiger beauftragt, kündigten die Betriebsratvorsitzenden an. Bis zum Jahresende sollen erste Ergebnisse vorliegen. "Man vergisst in dieser ganzen Diskussion, dass es eigentlich der Unternehmer ist, der ein solches Konzept vorlegen sollte", betont Konzernbetriebsratsvorsitzender Andreas Jakob abschließend. Ledvance warte hingegen nur ab, was die Arbeitnehmer sich ausdenken.

Von Kristin Deibl
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!