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USA belegen Vize-Chef von Venezuelas Regierungspartei mit Sanktionen

erstellt am 19.05.2018 um 00:15 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 09:50 Uhr | x gelesen
Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela hat die US-Regierung Sanktionen gegen den einflussreichen Vize-Chef von Venezuelas sozialistischer Regierungspartei PSUV, Diosdado Cabello, verhängt. Er soll in Drogenhandel verwickelt sein, hieß es.
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Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela hat die US-Regierung Sanktionen gegen den einflussreichen Vize-Chef von Venezuelas sozialistischer Regierungspartei PSUV, Diosdado Cabello, verhängt. Diosdado Cabello (l.) mit Präsident Maduro
Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela hat die US-Regierung Sanktionen gegen den einflussreichen Vize-Chef von Venezuelas sozialistischer Regierungspartei PSUV, Diosdado Cabello, verhängt.
© 2018 AFP

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela hat die US-Regierung Sanktionen gegen den einflussreichen Vize-Chef von Venezuelas sozialistischer Regierungspartei PSUV, Diosdado Cabello, verhängt. Menschen wie Cabello nutzten ihre Position aus, um sich an "Drogenhandel, Geldwäsche, Veruntreuung von Staatsgeldern und anderen korrupten Aktivitäten" zu beteiligen, begründete US-Finanzminister Steven Mnuchin am Freitag in Washington seine Entscheidung.

Außer Cabello wurden auch dessen Frau, Bruder und ein Geschäftspartner, der als Cabellos Strohmann agiert haben soll, mit Strafmaßnahmen belegt. Der Zugang zum US-Finanzsystem ist ihnen damit verwehrt. "Das venezolanische Volk leidet unter korrupten Politikern, die ihren Griff nach der Macht verstärken, während sie sich selbst die Taschen voll machen", kritisierte Mnuchin.

Die US-Regierung hat ihren Druck auf Venezuela schrittweise erhöht. Anders als andere Länder hatte sie Cabello aber bis jetzt jedoch unbehelligt gelassen. Die EU und die Schweiz hatten ihn bereits wegen schwerer Menschenrechtsverstößen auf ihre schwarzen Listen gesetzt.

In Venezuela finden am Sonntag Präsidentschaftswahlen statt. Staatschef Nicolás Maduro strebt eine zweite sechsjährige Amtszeit an. Obwohl Venezuela seit einiger Zeit in einer schweren Wirtschaftskrise steckt, wird mit Maduros Wiederwahl gerechnet.

Washington (AFP)
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