Samstag, 23. Juni 2018
Lade Login-Box.

Trumps Ex-Wahlkampfchef der versuchten Zeugenbeeinflussung beschuldigt

erstellt am 05.06.2018 um 13:19 Uhr
aktualisiert am 23.06.2018 um 06:15 Uhr | x gelesen
US-Sonderermittler Robert Mueller hat den früheren Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, der versuchten Zeugenbeeinflussung beschuldigt. Manafort habe Zeugen zu "erheblichen Falschaussagen" bewegen wollen, hieß es.
Textgröße
Drucken
US-Sonderermittler Robert Mueller hat den früheren Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, der versuchten Zeugenbeeinflussung beschuldigt. Manafort habe versucht, Zeugen zu "erheblichen Falschaussagen" zu bewegen. Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort
US-Sonderermittler Robert Mueller hat den früheren Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, der versuchten Zeugenbeeinflussung beschuldigt. Manafort habe versucht, Zeugen zu "erheblichen Falschaussagen" zu bewegen.
© 2018 AFP

Ehemaliger Trump-Verbündeter unter Druck: US-Sonderermittler Robert Mueller hat den früheren Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, der versuchten Zeugenbeeinflussung beschuldigt. Manafort habe Zeugen für die gegen ihn anstehenden Prozesse angerufen oder über verschlüsselte Textbotschaften kontaktiert, um sie zu "erheblichen Falschaussagen" zu bewegen, heißt es in einem am Montag (Ortszeit) vorgelegten Gerichtsdokument. Dies spreche dafür, Manafort bereits vor Beginn seines Verfahrens in Haft zu nehmen.

Der frühere FBI-Chef Mueller ermittelt zu der Frage, ob Trumps Wahlkampfteam vor Amtsantritt des Präsidenten illegal mit Moskau kooperierte und ob der US-Präsident später versuchte, die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten zu behindern. Bisher führte Muellers Untersuchung zu 22 Anklagen, 16 davon gegen russische Bürger und Firmen, die sich in den US-Wahlkampf eingemischt haben sollen.

Die bisherigen Ermittlungen Muellers führten aber auch zur Anklage und Festnahme Manaforts. Diesem und seinem Vertrauten Rick Gates werden Geldwäsche und Steuervergehen im Zusammenhang mit ihrer Beratertätigkeit für den gestürzten prorussischen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vorgeworfen. Ein erster Prozess soll am 10. Juli beginnen, weitere Anklagepunkte werden vom 17. September an verhandelt.

Manafort bekannte sich in allen Anklagepunkten nicht schuldig. Der 69-Jährige war im Juni 2016 zu Trumps Wahlkampfleiter ernannt worden. Zwei Monate später musste er den Posten wieder abgeben, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, er habe mehr als zwölf Millionen Dollar von der Janukowitsch-Partei erhalten.

Manafort ist der einzige der vier Angeklagten aus Trumps Wahlkampfteam, der nicht mit den Sonderermittlern kooperiert. Er steht seit Oktober unter Hausarrest, die versuchte Zeugenbeeinflussung könnte dazu führen, dass er noch vor dem 10. Juli in Haft kommt. Bei den Zeugenaussagen geht es um Manaforts Kontakte zur sogenannten Hapsburg Gruppe, die ungesetzliche Lobbyarbeit für die Ukraine betrieben haben soll.

Trump beschwerte sich am Montag, die Bundespolizei FBI hätte ihn über die Ermittlungen gegen Manafort informieren sollen. Manafort sei erst spät Teil seines Wahlkampfs geworden.

Washington (AFP)
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!