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Neue Vorwürfe im Fall Skripal

Moskau
erstellt am 18.03.2018 um 21:32 Uhr
aktualisiert am 18.03.2018 um 21:49 Uhr | x gelesen
Moskau/London (AFP) Mit Gegenmaßnahmen hat Russland auf die nach dem Giftanschlag von Salisbury verhängten britischen Sanktionen reagiert: Das Außenministerium in Moskau kündigte am Samstag unter anderem die Ausweisung von 23 britischen Diplomaten an, nachdem London die Ausweisung von ebenso vielen russischen Diplomaten verfügt hatte. Die Sanktionen seien eine Antwort auf Großbritanniens "provokatives Handeln" und "gegenstandslose Anschuldigungen" im Fall des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal, erklärte das russische Außenministerium.
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Die britische Premierministerin Theresa May warf Russland eine "Aggression" vor.

Heute werden Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in London erwartet, um die beim dem Giftanschlag auf Skripal verwendete Substanz zu untersuchen. Das teilte der britische Außenminister Boris Johnson gestern mit. Der frühere russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury vergiftet worden, sie schweben weiterhin in Lebensgefahr. Nach Angaben des Außenministeriums in London dürften die Ergebnisse der Untersuchung in frühestens zwei Wochen vorliegen. Johnson fügte hinzu, dass seine Regierung über "Beweise" verfüge, wonach Russland "nicht nur in den vergangenen zehn Jahren Nervengifte herstellte mit dem Ziel, Menschen zu töten, sondern auch Vorräte des Nervengifts Nowitschok anlegte". Johnson zufolge erwägt London weitere Sanktionen gegen Russland.

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