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Ex-Soldat aus Dresden wollte sich wegen Polizeiaktion rächen

erstellt am 15.05.2018 um 14:12 Uhr
aktualisiert am 21.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Rache ist vermutlich das Motiv eines ehemaligen Bundeswehrsoldaten gewesen, der in Dresden ein Frau getötet haben soll und einen Großeinsatz der Polizei auslöste. In einem Brief habe sich der 33-Jährige als Opfer polizeilicher Willkür dargestellt.
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Rache ist vermutlich das Motiv eines ehemaligen Bundeswehrsoldaten gewesen, der in Dresden ein Frau getötet haben soll und einen Großeinsatz der Polizei auslöste. In einem Brief habe sich der 33-Jährige als Opfer polizeilicher Willkür dargestellt. 33-Jähriger sorgte für Großeinsatz der Polizei
Rache ist vermutlich das Motiv eines ehemaligen Bundeswehrsoldaten gewesen, der in Dresden ein Frau getötet haben soll und einen Großeinsatz der Polizei auslöste. In einem Brief habe sich der 33-Jährige als Opfer polizeilicher Willkür dargestellt.
© 2018 AFP

Rache ist vermutlich das Motiv eines ehemaligen Bundeswehrsoldaten gewesen, der in Dresden ein Frau getötet haben soll und sich Schusswechsel mit der Polizei lieferte. In der Wohnung des 33-Jährigen sei ein Brief gefunden worden, in dem er sich als Opfer polizeilicher Willkür dargestellt habe, erklärte die Dresdner Polizei am Dienstag. Ein Großeinsatz der Polizei endete am Montagabend mit dem Tod des Manns.

In dem nun gefundenen Schriftstück kündigte der Mann wegen eines vorangegangenen Polizeieinsatzes in seiner Wohnung an, "gezielt" die Polizei zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Beamte waren am Donnerstag zu der Wohnung des Manns gerufen worden, weil der 33-Jährige dort betrunken randalierte. Er verbrachte eine Nacht im Gewahrsam. In der Wohnung fanden die Beamten mehrere Waffen, die eingezogen wurden. Der 33-Jährige war demnach Sportschütze und besaß eine Waffenbesitzkarte.

Bereits zuvor hatte die Polizei nicht ausgeschlossen, dass dieser Einsatz Auslöser für das weitere Geschehen gewesen sein könnte. Der Mann soll demnach am Samstag in seinem Wohnhaus in Dresden eine 75-jährige Nachbarin getötet haben. Die Frau wurde mit Stichverletzungen tot von Polizeibeamten gefunden. Den Angaben zufolge war sie aber nicht diejenige, die die Beamten am Donnerstag gerufen hatte.

Die anschließende Suche nach dem 33-Jährigen unter anderem im Haus seiner Eltern in Königsbrück blieb zunächst erfolglos. Am Montag wurde der Flüchtige dann in einem Waldgebiet in der Gegend geortet. Während des mehrstündigen Großeinsatzes schoss der Mann aus einer verfallenen ehemaligen Kaserne heraus mehrfach auf die Einsatzfahrzeuge. Eine versuchte Kontaktaufnahme zu dem früheren Soldaten, der demnach für die Bundeswehr auch im Auslandseinsatz war, blieb erfolglos.

Schließlich drangen Spezialkräfte in das Gebäude ein, bei einem anschließenden Schusswechsel wurden ein Polizeibeamter und ein Diensthund verletzt. Der 33-Jährige verschanzte sich im Dachgeschoss, wo die Spezialkräfte ihn am Montagabend schließlich leblos fanden.

Die Polizei geht von einem Suizid aus. Neben dem Toten wurde ein Revolver gefunden, den der 33-Jährige am Freitag aus einem Schützenverein in Langebrück, einem Stadtteil von Dresden, gestohlen haben soll. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

Dresden (AFP)
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