Ratgeber

Richtig heizen: Diese sechs Fehler sollten Sie zuhause vermeiden

27.11.2022 | Stand 20.01.2023, 13:57 Uhr

Wer richtig heizt, sorgt nicht nur dafür, dass es zuhause gemütlich ist - er kann auch bares Geld sparen. −Symbolbild: Ole Spata/dpa

In Zeiten teurer Heizkosten lohnt es sich, gut darüber nachzudenken, wie und wann man die Heizkörper bei sich zuhause am Besten auf- oder zudreht.



Die Verbraucherzentrale gibt dazu Tipps - und es wird klar: Einige häufige Fehler zu vermeiden, kann bares Geld sparen. Ein Überblick darüber, was Sie auf keinen Fall machen sollten:

1. Heizkörper unterschiedlich einstellen



Das sollte man vermeiden - vor allem in Altbauten. Denn, Temperaturunterschiede von mehr als fünf Grad zwischen den Räumen in der Wohnung können schnell zu Schimmel führen. Und dann wird es richtig eklig, gefährlich und teuer. „In der Heizperiode alle Wohn- und Schlafräume tagsüber auf mindestens 16 Grad heizen, auch wenn einige nur selten genutzt werden“, rät deshalb die Verbraucherzentrale.

2. Thermostat voll aufdrehen



Die Stufen auf dem Thermostat geben an, wie warm der Raum werden soll. Stufe eins steht dabei für etwa 12 Grad Celsius, Stufe zwei für 16 Grad, Stufe drei für 20 Grad, Stufe vier für 24 Grad und Stufe fünf für 28 Grad. Wer auf Stufe fünf stellt, sorgt also nicht dafür, dass der Raum schneller warm wird, sondern dafür, dass er zu warm wird.

3. Räume auskühlen lassen



Nach dem Lüften sollte man auf jeden Fall daran denken, die Fenster auch wieder zu schließen und den Raum wieder zu beheizen. „Beim Dauerlüften geht viel Wärmeenergie verloren und die Wände im Raum kühlen ab. Dann dauert es lange, bis der Raum wieder warm wird“, heißt es bei der Verbraucherzentrale.

4. Nur kurz aufheizen



Wer nur kurz aufheizt, muss damit rechnen, dass die Wände kalt bleiben - und diese Kälte auch in die Räume hinein abgeben. Dauerhaftes, mäßiges Heizen ist deshalb die beste Lösung.

5. Heizkörper blockieren



Möbel oder Vorhänge, die direkt vor dem Heizkörper platziert sind, sorgen dafür, dass sich die Wärme staut. Dann wird der Bereich hinter dem Hindernis zwar warm, der Rest des Zimmers bleibt aber relativ frostig.

6. Auf die falsche Temperatur einstellen



Das Umweltbundesamt fasst zusammen, welche Temperaturen im Normalfall ausreichen: „Im Wohnbereich reicht meist eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius. In der Küche sind für gewöhnlich rund 18 Grad, im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad Celsius ausreichend. Kälter sollte es dort aber nicht werden, denn dann steigt das Schimmelrisiko. Im Bad darf es etwas wärmer sein, 22 Grad Celsius sind hier ideal“, heißt es auf der Internetseite des Amtes.