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Klaus Voormann gibt nach Echo-Skandal Preis fürs Lebenswerk zurück

erstellt am 16.04.2018 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 29.04.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Der international anerkannte Musiker, Produzent und Grafiker Klaus Voormann hat nach dem Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang seinen Echo für sein Lebenswerk zurückgegeben. Er empfinde die Auszeichnung jetzt als große Enttäuschung.
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Der international anerkannte Musiker, Produzent und Grafiker Klaus Voormann hat nach dem Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang seinen Echo für sein Lebenswerk zurückgegeben. Er empfinde die Auszeichnung jetzt als große Enttäuschung. Klaus Voormann (links) mit BAP-Sänger Wolfgang Niedecken
Der international anerkannte Musiker, Produzent und Grafiker Klaus Voormann hat nach dem Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang seinen Echo für sein Lebenswerk zurückgegeben. Er empfinde die Auszeichnung jetzt als große Enttäuschung.
© 2018 AFP

Der international anerkannte Musiker, Produzent und Grafiker Klaus Voormann hat nach dem Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang seinen Echo für sein Lebenswerk zurückgegeben. Der wegen seiner Zusammenarbeit und Freundschaft mit den Beatles auch als "fünfter Beatle" bezeichnete Voormann bezeichnete die Auszeichnung im Nachhinein "als große Enttäuschung", wie am Montag "Spiegel Online" aus einer Stellungnahme berichtete.

Demnach betonte Voormann, er habe sich mit der Entscheidung ganz bewusst Zeit gelassen, habe die Texte des unter anderem wegen Antisemitismusvorwürfen umstrittenen Albums von Farid Bang und Kollegah gelesen, um sich so eine fundierte Meinung bilden zu können. Mit der Rückgabe des am Donnerstag an ihn verliehenen Preises wolle er "sein Unverständnis ausdrücken gegenüber der Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit aller verantwortlichen Beteiligten, die es nicht geschafft haben, rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen."

Die Echos sind Deutschlands wichtigster Musikpreis. In diesem Jahr wurde die Verleihung von dem Skandal um Kollegah und Farid Bang überlagert. In einer Erklärung kündigte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke, am Montag an, den Preis zu überarbeiten. Dies schließe die Analyse und Erneuerung der mit der Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen ein.

Drücke betonte, auch der BVMI lehne "jede Art von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Gewaltverherrlichung" ab. "Die Art und Weise der öffentlichen Befassung mit der Auszeichnung des Albums führte zu einer Welle der Betroffenheit, die uns sehr bestürzt und die den Preis überhöht und zugleich überfordert."

Berlin (AFP)
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