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Nach Grubenunglück in Polen letzter vermisster Bergarbeiter tot geborgen

erstellt am 16.05.2018 um 07:54 Uhr
aktualisiert am 22.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Anderthalb Wochen nach dem Grubenunglück in Polen ist die Leiche des letzten vermissten Bergarbeiters geborgen worden. Damit kamen bei dem Unglück in der Zofiowka-Mine vom 5. Mai insgesamt fünf Menschen ums Leben.
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Anderthalb Wochen nach dem Grubenunglück in Polen ist die Leiche des letzten vermissten Bergarbeiters geborgen worden. Rettungseinsatz nach dem Unglück in der Zofiowka-Grube
Anderthalb Wochen nach dem Grubenunglück in Polen ist die Leiche des letzten vermissten Bergarbeiters geborgen worden.
© 2018 AFP

Anderthalb Wochen nach dem Grubenunglück in Polen ist die Leiche des letzten vermissten Bergarbeiters geborgen worden. Das Todesopfer sei in einem eingestürzten Stollen der schlesischen Zofiowka-Mine in etwa 900 Metern Tiefe entdeckt worden, teilte der Minenbetreiber JSW in der Nacht zum Mittwoch mit. Damit kamen bei dem Unglück insgesamt fünf Bergleute ums Leben.

Am 5. Mai hatte ein Erdstoß der Stärke 3,4 die Grube in Jastrzebie-Zdroj erschüttert und Teile der Stollen zum Einsturz gebracht. Die Staatsanwaltschaft von Gliwice nahm routinemäßig Ermittlungen wegen "fahrlässiger Gefährdung des Lebens und der Gesundheit mehrerer Personen" und Nicht-Befolgung der Sicherheitsvorschriften auf. Konkrete Hinweise auf Versäumnisse des Betreibers gab es jedoch nicht.

In polnischen Kohlegruben ereignen sich immer wieder Unglücke. In den vergangenen 45 Jahren starben mehr als 200 Kumpel. Kohle ist weiterhin die Hauptenergiequelle in dem osteuropäischen Land. 2017 wurden in Polen 65,5 Millionen Tonnen Kohle gefördert.

Warschau (AFP)
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