Mittwoch, 16. Januar 2019
Lade Login-Box.

Australien: Suche nach vermisster Deutscher beendet

Alice Springs
erstellt am 13.01.2019 um 08:33 Uhr
aktualisiert am 13.01.2019 um 08:36 Uhr | x gelesen
Im menschenleeren Zentrum Australiens macht sich eine Deutsche am Neujahrsmorgen auf den Weg zu einer Wanderung. Seither fehlt von der 62-Jährigen jedes Lebenszeichen. Jetzt gibt die Polizei auf.
Textgröße
Drucken
Outback
Im australischen Outback erreichen die Temperaturen tagsüber derzeit mehr als 45 Grad.
WA Police/AAP/Archiv
Alice Springs

Die Suche nach einer deutschen Urlauberin, die seit dem Neujahrstag in Australien vermisst wird, ist eingestellt worden. Nach knapp zwei Wochen hat die Polizei praktisch keine Hoffnung mehr, die 62-jährige Frau aus Köln im australischen Outback noch lebend zu finden.

Eine Sprecherin erklärte am Sonntag, alle Möglichkeiten seien nun erschöpft. Die Frau war am Morgen des 1. Januar in der Stadt Alice Springs allein zu einer Wanderung aufgebrochen. Seither fehlt von ihr jedes Lebenszeichen.

Befürchtet wird, dass sich die Kölnerin in der menschenleeren und derzeit extrem heißen Gegend verirrt hat. Im Outback - dem australischen Hinterland im Herzen des Kontinents - erreichen die Temperaturen tagsüber aktuell mehr als 45 Grad. Dort kann man stundenlang unterwegs sein, ohne anderen Menschen zu begegnen. Alice Springs ist die einzige größere Stadt.

Polizeisprecherin Pauline Vicary verwies am Sonntag darauf, dass bei der Suche „große Flächen Land“ abgesucht wurden. Dabei setzten die Behörden auch Hubschrauber und Drohnen ein - alles jedoch ohne Erfolg. Auf ein Gewaltverbrechen oder eine sonstige Einwirkung von Dritten gibt es keine Hinweise. Das letzte Lebenszeichen sind Aufnahmen einer Überwachungskamera vom Neujahrsmorgen. Zu sehen ist, wie sich die Frau mit rotem Rucksack auf dem Rücken auf den Weg macht.

Im Outback kommt es immer wieder vor, dass Touristen verloren gehen, weil sie die eigenen Kräfte überschätzen und nicht mehr zurückfinden. Während einer Hitzewelle im Januar 2018 starb dort ein 32 Jahre alter US-Amerikaner. Im Februar 2017 kam ein deutsches Rentnerpaar von einem Wanderausflug nicht mehr zurück.

dpa
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!