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Studie: Nachteulen riskieren psychische Erkrankungen

erstellt am 16.05.2018 um 12:39 Uhr
aktualisiert am 23.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wer dauerhaft seine innere Uhr missachtet, riskiert laut einer Studie psychische Probleme von einer Depression bis hin zu einer bipolaren Störung. "Sobald es morgens hell wird, sollte man aufstehen", sagte die Neuropsychologin Laura Lyall.
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Wer dauerhaft seine innere Uhr missachtet, riskiert laut einer Studie psychische Probleme von einer Depression bis hin zu einer bipolaren Störung. Die innere Uhr ist für die Gesundheit wichtig
Wer dauerhaft seine innere Uhr missachtet, riskiert laut einer Studie psychische Probleme von einer Depression bis hin zu einer bipolaren Störung.
© 2018 AFP

Wer dauerhaft seine innere Uhr missachtet, riskiert laut einer Studie psychische Probleme von einer Depression bis hin zu einer bipolaren Störung. "Sobald es morgens hell wird, sollte man aufstehen", sagte die Neuropsychologin Laura Lyall von der schottischen Glasgow-Universität der Fachzeitschrift "The Lancet Psychiatry", die die Untersuchung am Mittwoch veröffentlichte.

Das Team um Lyall wertete Daten von mehr als 91.000 Briten zwischen 37 und 73 Jahren aus: Über Jahre hinweg wurde ihre Aktivität gemessen; die Ergebnisse wurden mit Informationen zu ihrer psychischen Verfassung in Zusammenhang gebracht. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 62 Jahren.

Verstimmungen sowie Psychosen kamen den Angaben zufolge häufiger bei Studienteilnehmern vor, die ihren Biorhythmus ignorierten. Zu den Risikogruppen gehören demnach ebenso Menschen, die in Nachtschichten arbeiten, wie solche, die häufig weite Strecken im Flugzeug zurücklegen und an Jetlag leiden.

Die Wissenschaftler berücksichtigten bei ihren Ergebnissen auch Faktoren wie hohes Alter, ungesunden Lebensstil, krankhaftes Übergewicht und Kindheitstraumata. Allerdings könne nicht abschließend beurteilt werden, ob psychische Probleme durch einen gestörten Biorhythmus ausgelöst würden oder ob es andersherum sei, hieß es in der Studie.

Die Ergebnisse können den Forschern zufolge zur Prävention dienen: Die Aktivität von Menschen zu messen, kann demnach dabei helfen, die Anfälligkeit für psychische Erkrankungen einzuschätzen.

Paris (AFP)
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