Die 22-Jährige, sie stellt sich selbst als Lis vor, konnte die Modelmama in der ersten Folge innerhalb von 60 Sekunden überzeugen. Jede Kandidatin hatte nur begrenzt Zeit, um perfekt vor der Kamera zu posieren. Auch beim Nacktshooting in der zweiten Folge überzeugte sie den britischen Starfotograf Rankin. Im Interview mit dem DONAUKURIER erzählt sie, wie es ihr in der Karibik geht. 

Elisabeth Kanzler spricht über ihre Zeit bei Germanys next Topmodel
Kanzler
Ingolstadt


Das erste Mal sah man Sie bei Germanys next Topmodel, als Sie vor Thomas Hayo und Michael Michalsky gelaufen sind. Waren Sie nervös?

Elisabeth 'Lis' Kanzler: Ich war nicht aufgeregt. Ich habe bereits viel Erfahrung damit, in High Heels zu laufen, weil ich auf etlichen Events und als Hostess gearbeitet habe. Deswegen tue ich mir mit dem Laufen in hohen Schuhen nicht schwer. Da ich halb Peruanerin bin, habe ich auch ein gutes Rhythmusgefühl. Ich habe es genossen, vor der Jury zu laufen.

Nach Ihrem ersten Lauf haben Sie sich für Thomas und nicht Michael entschieden.

Lis: Thomas ist vor der Kamera so, wie hinter der Kamera, und das finde ich echt super toll. Auch beim Casting in Deutschland und direkt in der ersten Woche in der Dominikanischen Republik haben wir sehr viel mit Thomas gemacht. Ich habe auch sehr viele persönliche Gespräche mit ihm. Das ist super, dass man mit einem Mentor auf dieser Ebene reden kann. 
 
 

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50 Mädchen, aufgeteilt in zwei Teams, flogen direkt nach dem Casting in die Dominikanische Republik. Dort wohnen Sie in zwei Häusern. Im Fernsehen sahen die Zuschauer in der ersten Folge Stockbetten, die teilweise im Küchenbereich standen. Die gesamte Schlafsituation sah ziemlich eng aus

Lis: Wir sind alle davon ausgegangen, dass wir zelten müssten. Von daher war die Überraschung groß, dass es doch Häuser mit Betten gibt. Ich habe überhaupt kein Problem mit Stockbetten und mit Zelten – ich bin eine sehr abenteuerlustige Person. Den Platz im Haus finde ich sehr ausreichend. Auch wenn man bedenkt, dass wir 50 Mädels am Anfang waren, die da hingeflogen sind. Wir haben ungefähr zu acht in einem Zimmer geschlafen, aber nach dem zweiten Tag war ja der Shoot and Walk und die 20 Mädels, die rausgeflogen sind, haben die Häuser direkt verlassen. Dann waren es 20 Leute weniger und wir hatten mehr Platz.

Bei dem Shoot and Walk haben Sie zum ersten Mal Heidi gesehen und mussten direkt Ihr Können unter Beweis stellen. Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie ihr am Strand begegnet sind?

Lis: Ich war sehr geflasht von Heidi. Sie ist definitiv eine Persönlichkeit, die sehr auffällt. Wir reden jetzt nicht so viel mit ihr, weil wir nur wenig Zeit mit ihr haben. Wir sehen sie immer nur bei den Entscheidungen und beim Shooting. Aber wie ich Heidi erlebe, kann ich nur sagen, dass sie mega hübsch und sympathisch ist.

Sie sind nach den 60-Sekunden-Shooting und Ihrem Lauf in der ersten Folge direkt in die nächste Runde gekommen. Andere mussten länger zittern. Gibt es unter den Mädchen einen Konkurrenzkampf?

Lis: Ich bin eine sehr soziale und offene Person und ich komme eigentlich mit jedem gut klar. Ich habe auch sehr schnell gute Freundinnen gefunden. Es ist vielleicht schwer zu glauben: Aber wenn man 24 Stunden mit fremden Leuten auf einmal zusammen ist, redet man dann natürlich über alles. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir wenig Sachen haben, um uns abzulenken, wie Tabletts oder andere Geräte. Das ist dann wirklich so, dass wir die ganze Zeit reden und natürlich auch lange und tolle Gespräche führen. Das schweißt zusammen.
 

Wie können Sie Kontakt zur Ihren Familien halten?

Lis: Die Handys sind nicht die ganze Zeit weg. Wir haben schon ein paar Möglichkeiten, mit den Familien Kontakt zu halten. Zum Beispiel über das Telefon. Wir bekommen abends gesagt, wann wir telefonieren können. Es gibt eine Liste, wer wann dran kommt und das wird dann auch in der Reihenfolge durchgezogen.

Also am Abend Kontakt zur Familie, aber wie sieht bei Ihnen ein Tag aus?

Lis: Es ist jedenfalls stressig bei uns. Wir haben uns dazu entschieden, bei Germanys next Topmodel mitzumachen, aber es ist sehr anstrengend. Wir stehen sehr früh auf, so zwischen 6 und 7 Uhr, frühstücken und dann geht es schon ab zum Fitting. Fast jeden Tag wird gedreht. Zwischendurch haben wir meist eine lange Wartezeit, weil es am Anfang so viele Mädels sind. Ein Shooting zieht sich den ganzen Tag. Wir kommen erst spät am Abend wieder heim und sind dann erst mal ziemlich müde.
 

Stichwort Frühstück: Die Vorwürfe, dass die Kandidatinnen bei Germanys next Topmodel zu dünn sind, nehmen immer mehr zu.

Lis: Ich finde nicht, dass die Mädels bei GNTM extrem dünn sind. Wir sind alles sehr sportlich. Sowohl ich als auch alle anderen, die in der Villa sind, essen ausgewogen. Alle essen viel und gesund. Es ist einfach genetisch bedingt und eine gesunde Einstellung. Ich persönlich mache jeden Tag Sport. Bin Vegetarierin. Liebe gesundes Essen. Wenn man diese zwei Sachen kombiniert, dann ist es eher der Fall, dass man dünn ist. Diese Staffel wurden ja auch verschiedene Körpertypen genommen – das finde ich super. Es geht auf alle Fälle in die positive Richtung.

Was gibt es zu Essen?

Lis: Wenn wir Shootings haben, essen wir etwas vom Catering und sonst essen wir in der Villa. Dort können wir uns Frühstück und Abendessen machen. Jeder bereitet sich selbst etwas zu, denn die eine isst lieber Brot zum Frühstück und die andere lieber Müsli. Wir haben aber auch eine sehr tolle Hausfrau, die das Haus vermietet. Sie ist so nett und kocht uns immer. Wir essen viel dominikanisches Essen: Reis, Avocados, Guacamole, Salat und Bohnen. Viel gesundes und frisches Essen.



Das erstes Shooting ist ein Nacktshooting. Das ist ziemlich ungewöhnlich bei Germanys next Topmodel... 

Lis: Es ist sehr überraschend gekommen und auch sehr früh. Ich bin sehr schockiert, weil ich davor noch nie gemodelt habe, noch nie in einer Modelagentur war und es mein allererstes Shooting in meinem ganzen Leben ist - ein Nacktshooting. Es ist sehr hart und eine schwierige Situation. Wir wissen ja selber, wenn wir es nicht machen, dann kommen wir nicht weiter - sind raus aus der Show. Deswegen heißt es dann das Beste draus machen. Alles zu geben und hoffen, dass es klappt. Aber: Wenn wir es in der ersten Runde weghaben, kann alles nur noch bedeckter werden. Natürlich kommt auch noch das Männershooting, aber ich habe beim Nacktshooting am meisten Probleme. Generell bei Shootings mit wenig Kleidung. 

Wie fühlen Sie sich bei einem Nacktshooting? 

Lis: Ich bin auf jeden Fall unsicher, viele Mädels der Show haben bereits Modelerfahrungen. Das ist natürlich ziemlich einschüchternd, wenn ich weiß, dass ich noch keine habe. Man weiß nicht genau, wie man posen soll. Das ist dann schon schwer. Ich bin seit dem vergangenen Jahr viel auf meinem Instagramprofil aktiv. Mit meiner Freundin habe ich Fotos gemacht, aber nur mit einer Handykamera. Das hat nichts mit einem richtigen Shooting zu tun. Aber es macht Mega-Spaß vor der Kamera zu posieren und ich präsentiere mich gerne.