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13.12.2013 21:28 Uhr | x gelesen
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Autoren treffen ihr Publikum


Ingolstadt (DK) Es wird weiter gelesen, es kommen erneut interessante Autoren in das DK-Forum Ingolstadt unserer Zeitung: Mit zwei „LeseLust-extra“ startet die beliebte Reihe in das neue Jahr. Am 23. Januar wird einer der Gründer des Elektronikriesen Media-Markt, Walter Gunz, zu Gast sein mit seinem Buch „Ich war doch nicht blöd“. Gunz galt als der kreative Kopf des erfolgreichen Unternehmens, die provozierenden Sprüche wie „Ich bin doch nicht blöd“ entstammen seiner Idee. Was heute noch von seinem Geist in der Firma steckt? „Die Mitverantwortung, die Freiheit, die Dezentralität, um ein paar Dinge zu nennen“, sagt er.


Knapp einen Monat später, am 20. Februar, spricht der ehemalige Skispringer und durch seine Siege in allen vier Wettkämpfen der Vierschanzentournee zur Sportlegende gewordene Sven Hannawald über sein Leben als Athlet, seinen Burnout und über den Erfolgsdruck im Leistungssport. Hannawald, 1974 geboren, übte bereits mit sieben Jahren Skisprung, wurde in dieser Disziplin bald DDR-Schülermeister. 1992 Dritter im Mannschaftswettbewerb der Junioren-Weltmeisterschaft und gewann 1998 bei der Skiflug-WM Silber sowie bei den Olympischen Spielen in Nagano Silber. 2004 musste er sich wegen Burnout in Behandlung begeben und beendete seine Karriere. Hannawald will mit seinem Buch allen Menschen mit Burnout helfen.

„LeseLust-extra-Termine gibt es immer dann, wenn wir außer der Reihe einen besonderen Autoren verpflichten können“, sagt Chefredakteur Schneider, denn „das Repertoire soll möglichst breit sein und die Interessen unserer gesamten Leserschaft abbilden.“ Die „LeseLust“ im Herbst spannte den Bogen vom bildungsfernen Familienclan, den Kai Twilfer mit seinem satirischen Roman „Schantall, tu ma die Omma winken!“ vorstellte, bis zu Michael Heltau, der seinen persönlichen Rückblick auf sein Leben für das Theater, „Auf d’Nacht, Herr Direktor!“, als grandiose Theaterlesung gestaltete.
 
Weiterhin präsentierten Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück, der ehemalige Sportmoderator Waldemar „Waldi“ Hartmann, der Krimiautor Richard Auer sowie der Journalist und Blogger Christoph Koch ihre Bücher. „Bei der Auswahl der Autoren achten wir darauf, dass wir ein breites Repertoire abdecken: Hohe Literatur, Sachbuch, Unterhaltungsgenre, Ratgeber, etc. Natürlich spielt auch der Bekanntheitsgrad des Autors eine Rolle. Im Idealfall ergänzen sich die jeweiligen Gäste einer saisonalen Reihe zu einem Gesamtpaket, bei dem für jeden etwas dabei ist“, sagt Chefredakteur Gerd Schneider. „Die Entwicklung der Besucherzahlen und die Resonanz auf die Lesungen zeigen, dass wir anscheinend nicht falsch liegen.“ Mehr als 1200 Besucher nahmen im Herbst die Gelegenheit dazu wahr.

So unterschiedlich wie die Themen, so verschieden das Publikum: So kamen zu Uwe Hück vor allem diejenigen, die sozialpolitische Themen diskutieren wollten. Schließlich hat es der ehemalige Thaiboxer und Lackierer mit gewerkschaftlichem Engagement bis an die Spitze des VW-Weltkonzerns geschafft und setzt sich für benachteiligte Kinder ein. Beim launigen Abend mit Waldemar Hartmann waren es vor allem Sportfreunde. Die Liebhaber von Regionalkrimis genossen die vergnügliche Heimatkunde mit Richard Auer, Abenteuerlustige staunten darüber, welchen Strapazen sich Christoph Koch aussetzte, um herauszufinden, wann heute ein Mann zum Mann wird.

Und es gab die „LeseLust-extra“ mit Uwe Ochsenknecht. Das Publikum amüsierte sich, denn der Musiker und Schauspieler zog im Gespräch mit Moderator Thomas Koschwitz und bei Fragen aus dem Publikum alle Register seiner Schauspielkunst.

Das bisherige Konzept wird weitergeführt. Die Termine werden sich daran orientieren, was aktuell ist, werden Unterhaltung und Information berücksichtigen. Karten für die „LeseLust-extra“ gibt es in allen Geschäftsstellen unserer Zeitung, unter der Tickethotline (08 41) 96 66-8 00 und im Online-Ticketservice auf donaukurier.de.


Von Barbara Fröhlich
 
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